Die Widmung am Ende von Christopher Nolans "Die Odyssee" erklärt: Wer war David Keighley?
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Wer während des Abspanns von „Die Odyssee“ sitzengeblieben ist, wird feststellen, dass das Fantasy-Epos David Keighley gewidmet ist. Wir verraten euch, wer der Mann war.

Mit „Die Odyssee“ liefert Christopher Nolan den ersten Spielfilm ab, der komplett auf analogen 70-Millimeter-IMAX-Kameras gedreht wurde. Ein irrsinniger logistischer Aufwand – nicht nur, weil mit einem Filmmagazin jeweils lediglich rund drei Minuten Material aufgenommen werden können, bevor es gewechselt werden muss. Gemeinsam mit Kameramann Hoyte van Hoytema entwickelte Nolan außerdem ein neuartiges Spiegelsystem, damit die Schauspielerinnen und Schauspieler trotz des extrem lauten IMAX-Equipments miteinander agieren konnten, ohne die Blickachsen zu verlieren oder die Originaltonaufnahmen unbrauchbar zu machen.

Dass Christopher Nolan überhaupt an diesen Punkt gelangen konnte und seine Leidenschaft für das IMAX-Format nun erstmals über die komplette Laufzeit eines Films – und nicht nur in ausgewählten Sequenzen – ausleben konnte, ist auch einem Mann zu verdanken, der sich wie kaum ein anderer für die bestmögliche Bild- und Tonqualität in IMAX-Kinos weltweit eingesetzt hat. Genau diesem ist „Die Odyssee“ gewidmet!

David Keighley: IMAX war sein Leben!

Wer während des Abspanns von „Die Odyssee“ im Kinosaal geblieben ist, wird festgestellt haben, dass das Fantasy-Epos einem Mann namens David Keighley gewidmet ist. Keighley galt als DER IMAX-Experte schlechthin und war über Jahrzehnte für die IMAX Corporation tätig. In dieser Funktion lernte er auch Christopher Nolan kennen, der sich seit „Prestige“ intensiv mit dem IMAX-Format und seinen Möglichkeiten beschäftigte.

David Keighley, der 2025 verstorben ist, zeichnete unter anderem für die fachgerechte Kalibrierung von IMAX-Projektoren verantwortlich und setzte sich mit unermüdlichem Einsatz für die ideale Bild- und Tonqualität ein. Er führte Qualitätskontrollen in IMAX-Kinos auf der ganzen Welt durch, beaufsichtigte die Herstellung, Erhaltung und Lagerung von Filmkopien und arbeitete als Berater eng mit Regisseurinnen und Regisseuren zusammen. Sein Ziel war stets, dass ihre Filme genau so präsentiert wurden, wie sie ursprünglich gedacht waren. Zu diesen Filmemachern gehörte so auch Christopher Nolan, mit dem Keighley über viele Jahre eng zusammenarbeitete.

Übrigens: „Die Odyssee“ kommt in insgesamt sechs (!) verschiedenen Varianten in die Kinos. Was genau dahintersteckt, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

Es gibt 6 (!) Versionen von "Die Odyssee" und je nachdem, wo ihr den Film schaut, bekommt ihr eine andere zu sehen – das steckt dahinter!
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.
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