20 Minuten stehende Ovationen erhielt „La Bola Negra“ bei seiner Weltpremiere im Rahmen der diesjährigen Filmfestspiele von Cannes. Das war im Mai und die mit Abstand längste Beifallsbekundung der gelegentlich sehr strengen, dann aber auch schon mal überschwänglich jubelnden Festivalbesucher*innen an der Côte d’Azur.
Die am darauffolgenden Morgen erschienenen Pressekritiken bestätigten die so positive Reaktion des Saalpublikums nahezu unisono. So vergaben unter anderem wir in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik starke 4 von 5 möglichen Sternen („Pure epische Wucht!“) für das „wahrhaft epische“ Historien- und Ensemble-Melodram. Zum Ende des Festivals wurde „La Bola Negra“ mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet.
„La Bola Negra“ startet bundesweit am 19. November 2026 in den deutschen Kinos.
Die Inszenierung übernahmen die „Holy Camp!“-Regisseure Javier Calvo und Javier Ambrossi. Das Drehbuch des Duos basiert auf dem mehrfach preisgekrönten Theaterstück „La Piedra Oscura“ (dt. „Der dunkle Stein“) von Alberto Conejero. Als weitere Inspiration diente das letzte, unvollendete Manuskript des 1936 ermordeten spanischen Dramatikers Federico García Lorca, das dem Film auch seinen Titel gibt.
In den Hauptrollen erwarten euch Singer-Songwriter Guitarricadelafuente in seinem Kinodebüt, Miguel Bernardeau („Élite“), Carlos González („Jedes Mal, wenn wir uns verliebten“), Milo Quifes, Lola Dueñas („Bird Box: Barcelona“), Natalia de Molina („Mit eiserner Hand“) sowie die Weltstars Penélope Cruz aus „Vicky Cristina Barcelona“ und Glenn Close („Eine verhängnisvolle Affäre“).
Das sind die miteinander verwobenen Storys von "La Bola Negra"
1932 will der junge Carlos (Milo Quifes) Mitglied eines Geheimbundes werden. Mittels weißer und schwarzer Kugeln erfolgt die anonyme Abstimmung über seine Aufnahme. Obwohl er aus gutem Hause stammt und die Männer seiner Familie bislang immer aufgenommen wurden, werden zu viele schwarze Kugeln abgegeben – gibt es doch Gerüchte, dass er homosexuell sei.
1937 stehen der naive Sebastián (Guitarricadelafuente) und der Rest der Bürger seiner Ortschaft auf dem Dorfplatz. Sie wollen die sich nähernde italienische Armee willkommen heißen. Doch die vermeintlichen faschistischen Heilsbringer antworten dem Begrüßungskomitee mit Maschinengewehren und Granaten. Allein Sebastián überlebt den Angriff, schließt sich aber dennoch den lokalen Faschisten an. Seine Aufgabe ist es, den republikanischen Gefangenen Rafael (Miguel Bernardeau) zu bewachen und ihm Informationen zu entlocken. Allerdings dauert es nicht lange, bis er sich in den schwer verwundeten Schauspieler und Fußballer verliebt.
2017 versucht Alberto (Carlos González), seine Verzweiflung mittels oft reichlich harter One-Night-Stands mit anderen Männern zu betäuben. Nebenbei forscht der als Theaterautor gescheiterte Historiker nach queeren Spuren in der Musik und der Kultur der 1920er. Eines Tages erreicht ihn die Nachricht, dass sein ihm unbekannter Großvater verstorben ist und er einer der Erben sei. Obwohl seine Mutter (Lola Dueñas) vehement Einspruch einlegen will, macht Alberto sich auf den Weg …
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Einen weiteren in Cannes ausgezeichneten Film stellen wir euch mitsamt seines Trailers im folgenden Artikel vor:
Er gewann das wichtigste Festival der Welt: Trailer zum Oscarfavoriten "Fjord" mit Marvel- & "Backrooms"-Stars