Hollywood-Superstar Glen Powell kennen wir als selbstbewussten, charismatischen Draufgänger aus Action-Blockbustern wie „Top Gun: Maverick“ oder „Twisters“. Seine humorvolle Seite stellte er in Komödien wie „How To Make A Killing“ oder „Wo die Lüge hinfällt“ unter Beweis. In seinem nächsten Film werden Fans den 37-Jährigen nun in einer ungewohnten, tragischen Rolle erleben.
Wie das US-Branchenblatt Variety berichtet, soll Powell in einem Biopic die US-Baseball-Legende Lou Gehrig spielen, der mehr als nur ein Sportstar war. Nach ihm wurde eine unheilbare Krankheit benannt, der er im Alter von 37 Jahren selbst erlag. Für Powell wäre es die erste Rolle in einem dramatischen Werk seit dem Kriegs-Epos „Devotion“ (2022). Und: Er ist nicht der einzige prominente Beteiligte. Die Lebensgeschichte des bewunderten Baseballers wird nämlich von einem echten Kult-Regisseur inszeniert.
Glen Powell vor, Richard Linklater hinter der Kamera
Die Regie soll niemand Geringeres als Independent-Ikone Richard Linklater übernehmen. Der 65-Jährige ist für das Langzeit-Jugenddrama „Boyhood“ (2014) bekannt, das mit fast 200 (!) Filmpreisen ausgezeichnet wurde. 2003 war ihm mit „School Of Rock“ die bis dahin kommerziell erfolgreichste Musik-Komödie aller Zeiten gelungen. Ob der noch unbetitelte Sportler-Film über Gehrig genauso einschlägt, bleibt abzuwarten. Aufgrund des aktuellen Biopic-Hypes, der sich u.a. am Mega-Erfolg von „Michael“ ablesen lässt, stehen die Chancen aber gar nicht mal schlecht.
Das Skript zum Gehrig-Biopic stammt von Simon Rich, der acht Jahre für die Kult-Comedy „Saturday Night Live“ als Autor arbeitete. In seinem Drehbuch über die Sport-Legende wird er vermutlich nachdenklichere Töne anschlagen.
Der 1941 verstorbene Gehrig gilt bis heute als einer der besten Spieler in der Baseball-Geschichte. Während seiner 16-jährigen Karriere gewann er sechs World-Series-Titel mit den New York Yankees. 1939 beendete er seine Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen. Im selben Jahr hatten die Ärzte bei ihm ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) festgestellt. Die unheilbare Erkrankung ist in den USA bis heute als "Lou-Gehrig-Krankheit" bekannt. Sie schädigt die Nervenzellen und führt zu Muskellähmungen. Der Tod tritt meistens durch Atemlähmung ein.
Wann die Dreharbeiten beginnen, steht aktuell noch nicht fest. Auch einen möglichen Kinostart-Termin kennen wir noch nicht.
Biopics und Filme mit biografischen Bezügen sind für Linklater jedenfalls kein Neuland. Zuletzt hatte er „Blue Moon“ (2025) über den US-Songtexter Lorenz Hart gedreht, im Jahr 2008 feierte er mit der Historien-Dramödie „Ich & Orson Welles“ einen Kritikererfolg. Mit Powell arbeitete der Filmemacher schon zweimal zusammen. 2016 drehten sie die Komödie „Everybody Wants Some!!“, 2023 folgte die Netflix-Produktion „A Killer Romance“, die sich zum weltweiten Streaming-Hit entwickelte.
„How to Make a Killing“ mit Powell und Margaret Qualley war hingegen ein echter Flop an den Kinokassen in diesem Frühjahr. Dabei ist die pointierte, wendungsreiche Thriller-Komödie einen Blick wert. Jetzt könnt ihr den Film im Heimkino nachholen.
Wieder einmal ein richtig gutes Remake: In diesem Thriller erwarten euch Twists ohne Ende – spätestens jetzt unbedingt nachholen!