Serien wie „The Last Of Us“ oder „Fallout“ werden überschwänglich gefeiert, Kinospektakel wie die animierten „Super Mario Bros.“-Filme oder auch „Ein Minecraft Film“ lassen die Kassen klingeln, teilweise sogar jenseits der magischen Milliarden-Dollar-Grenze. Die Zeit, in der Videospielverfilmungen von vornherein als verpönt sowie als Kassengift galten, sind vorbei.
Kein Wunder, dass uns aktuell mehr und mehr Adaptionen bekannter Games ins Haus stehen. Allein in diesem Jahr erwarten uns so etwa noch neue „Resident Evil“- und „Street Fighter“-Filme, die jeweils den Geist der Vorlagen besser einfangen sollen als die vorherigen Versuche. Und nun möchte auch eines der absoluten Pionierunternehmen der Videospielgeschichte mit in das lukrative Geschäft einsteigen.
So hat das Unternehmen Atari gemeinsam mit der Produktionsfirma Entertainment 360 jetzt einen Deal mit dem Studio Universal geschlossen, um aus ganzen zehn hauseigenen Videospiel-Klassikern, mit denen der Konzern die frühe Gaming-Landschaft der 70er und 80er Jahre ganz entscheidend geprägt hat, Filme zu machen.
Diese 10 ikonischen Videospiel-Klassiker sollen jetzt verfilmt werden
Wie das Branchenblatt Deadline berichtet, handelt es sich bei den zehn Titeln, die jetzt adaptiert werden sollen, um „Asteroids“, „Adventure“, „Berzerk“, „Breakout“, „Centipede“, „Crystal Castles“, „Millipede“, „Missile Command“, „Pong“ und „Yars’ Revenge“.
Etwas unklar ist im Deadline-Bericht, ob wirklich jedes dieser Spiele einen eigenen Film bekommen soll oder man möglicherweise auch mehrere davon zusammen in eine Adaption packt und vielleicht ein Meta-Spektakel à la „Minecraft“ oder auch „Pixels“ (aus dem das Artikelbild oben stammt) strickt. Fest steht dafür, dass die Atari-Marken genutzt werden sollen, um aufwändige Action-Abenteuer auf die Beine zu stellen. Aufgrund der aus heutiger Sicht sehr schlichten Grundlagen aus frühen Videospieltagen muss man sich jedenfalls einiges einfallen lassen, um daraus eine Geschichte zu basteln.
Ein erstes Drehbuch gibt es bereits
In einem Fall ist das aber offenbar schon erfolgreich gelungen. Wie Deadline nämlich weiter erklärt, gibt es bereits ein Drehbuch zu einem Atari-Film aus der Feder von Ex-Universal-Führungskraft Matt Reilly und „Hellboy“-Produzent Carl Hampe, das den Deal für die Adaptionen jetzt überhaupt ins Rollen gebracht haben soll. Details dazu gibt es jedoch noch keine.
Um die Vorfreude anzuheizen, schwärmte Produzent Guymon Casady von Entertainment 360 dazu lediglich: „Die besten Atari-Spiele haben einen in eine Welt geworfen und den Rest der eigenen Fantasie überlassen. Carl und Matt sahen die Chance, genau diesen Geist aufzugreifen und ein originelles, großangelegtes Abenteuer darum herum aufzubauen. Von dem Moment an, als wir das Drehbuch lasen, waren wir überzeugt, dass darin ein großartiger Film steckt.“
Bevor es hier mehr Details zum Vorhaben gibt, bekommen wir in knapp zwei Monaten aber erst einmal den erwähnten „Resident Evil“-Reboot von „Weapons“-Macher Zach Cregger. Alle wichtigen Infos dazu und den gerade veröffentlichten neuen Trailer findet ihr im folgenden Artikel:
Vergesst die alten Filme! Der neue Trailer zum "Resident Evil"-Reboot vom "Weapons"-Macher verspricht blanken Horror