Heute im TV: Düsterer Psycho- und Serienkiller-Thriller mit "The Housemaid"-, Marvel- & "Avatar"-Stars
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Hat euch Amanda Seyfrieds manisches Spiel in „The Housemaid - Wenn sie wüsste“ fasziniert? Dann könnt ihr die Mimin am späteren Abend mit einem ihrer etwas in Vergessenheit geratenen älteren Filme im Free-TV sehen. Hier ist schon mal der Trailer:

Mit dem Thriller-Drama „The Housemaid“ und dem Historien-Biopic-Musical „The Testament Of Ann Lee“ war Amanda Seyfried 2026 schon in einem der größten Hits sowie in einem der experimentierfreudigsten und mutigsten Filme des Jahres in den Kinos zu erleben. Heute Abend könnt ihr die Amerikanerin in einem älteren Serienkiller-Reißer im Free-TV sehen. Ob sich das Einschalten und Wachbleiben wirklich lohnt, lest ihr etwas weiter unten in diesem Artikel. Oder ihr schaut einfach mal ganz unvorbelastet rein:

Tele 5 zeigt „Gone - Ich muss dich finden“ am heutigen 28. Juli 2026 um 22.30 Uhr. Eine Wiederholung folgt am 29. Juli um 23.50 Uhr. Wer nicht so spät ins Bett möchte und bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann jederzeit auf ein Video-on-Demand ausweichen:

"Gone": Das ist die Story

Es ist ein Jahr her, dass die Kellnerin Jill Parrish (Amanda Seyfried) von einem offenbar psychopathischen Serienkiller entführt und in einem Erdloch gefangen gehalten wurde. Schließlich gelang ihr doch noch die Flucht. Von dem Geschehenen schwer traumatisiert, musste die junge Frau daraufhin aber längere Zeit in eine Nervenklinik einchecken. Da der Täter nie gefasst wurde, spekulierten Medien und Polizei darüber, ob Jill sich ihr Martyrium möglicherweise nur eingebildet oder gar wissentlich gefaket haben könnte. Was ihrem mentalen Zustand nicht gerade zuträglich war.

Mittlerweile wohnt Jill mit ihrer Schwester Molly (Emily Wickersham aus „Navy CIS“) zusammen. Sie verlässt fast nie das Haus und hat abgesehen von Molly kaum soziale Kontakte. Als die Schwester plötzlich spurlos verschwindet, ist Jill sich sicher, dass ihr Peiniger von damals zurück ist und dieses Mal Molly gekidnappt hat. Da die Polizei ihre Theorie als unwahrscheinlich abtut, selbst aber nicht voranzukommen scheint, beschließt die Verzweifelte, auf eigene Faust zu ermitteln …

Gone
Gone
Starttermin 22. März 2012 | 1 Std. 35 Min.
Von Heitor Dhalia
Mit Amanda Seyfried, Daniel Sunjata, Jennifer Carpenter
Pressekritiken
1,8
User-Wertung
2,3
Filmstarts
1,0

Wie gut ist "Gone"?

Die Ausgangsidee zu „Gone - Ich muss dich finden“ mag nicht gerade Originalitätspreise gewinnen, ist aber für einen eher intimen, atmosphärisch-düsteren Thriller gar nicht schlecht. Vor allem ist es aber die Besetzung, die Hoffnung macht. Neben „Mamma Mia“-Star Amanda Seyfried stehen unter anderem Wes Bentley aus „Yellowstone“, Marvel-Superheld Sebastian Stan („Captain America: The First Avenger“), Nick Searcy („Nell“), „Dexter“-Fan-Liebling Jennifer Carpenter, Hollywood-Veteran Michael Paré („Straßen in Flammen“), Joel David Moore aus der „Avatar“-Reihe und Katherine Moennig („The L Word“) auf der Castlist.

Leider ist die Inszenierung des brasilianischen Regisseurs Heitor Dhalia („Code des Verbrechens“) allerdings dermaßen holprig und unbeholfen, dass so gut wie keine Spannung aufkommen mag. Zudem nehmen die meist unmotiviert eingestreut wirkenden und viel zu häufig auftretenden Rückblenden jedes Tempo aus der Handlung. Wie unser Autor Robert Cherkowski in der lediglich einen jämmerlichen Stern von fünf möglichen vergebenden FILMSTARTS-Kritik analysiert, ist die größte Schwäche des Streifens jedoch sein Drehbuch. Das von Allison Burnett („Underworld: Awakening“) verfasste Skript lässt sowohl dramaturgisch als auch in Bezug auf die Dialoge selten so etwas wie Glaubwürdigkeit oder Nachvollziehbarkeit aufblitzen. Von den diversen Logiklöchern und der Umständlichkeit des Ganzen fangen wir hier besser gar nicht erst an.

Da ist es kein Wunder, dass das eigentlich so talentierte Ensemble – allen voran Miss Seyfried – hier nicht glänzen kann, sondern fast durchgehend auf verlorenem Posten steht. So lautet das Fazit unserer Rezension wie folgt: „Mit der Rolle eines Entführungsopfers, dem niemand glaubt, hat Amanda Seyfried keine glückliche Wahl getroffen: ‚Gone‘ ist in jeder Beziehung, aber vor allem erzählerisch misslungen und weder vor noch hinter der Kamera sticht irgendein Aspekt positiv heraus.“ Sofern ihr also nicht unbedingt jede Arbeit des Stars gesehen haben müsst, braucht ihr wirklich nicht einzuschalten.

Stattdessen empfehlen euch der Verfasser dieses Artikels als auch sein Kollege Sidney Schering, der den folgenden Text geschrieben hat, doch besser den eingangs bereits erwähnten, wahrlich originellen und rundum lohnenden „The Testament Of Ann Lee“ im Streaming nachzuholen:

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Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kubes weibliche Lieblingsstars sind derzeit Jodie Foster, Gillian Anderson und Renate Reinsve. Bei den Herren sind es Jesse Plemons, Sean Penn und David Jonsson.
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