War's das mit James Cameron und "Avatar"? Das sagt der Regisseur jetzt über seine Pläne für die Zukunft

Nach „Avatar: Fire And Ash“ könnte das Sci-Fi-Fantasy-Franchise von James Cameron einen großen Umbruch erleben. Jetzt sprach der Blockbuster-Spezialist über seine Pläne für die Zukunft und „andere Geschichten“, die er noch erzählen will.

James Cameron ist jemand, der stets großen Wert darauf legte, seinem Publikum Neues zu bieten – und sich mit seinen Filmen allen offensichtlichen Parallelen zum Trotz nicht allzu sehr zu wiederholen. Ließ er sich doch einmal zu einer Fortsetzung hinreißen, dann nur, um mit dieser neue Wege zu gehen (sei es nun mit „Aliens“ oder mit „Terminator 2“). Mit „Avatar - Aufbruch nach Pandora“ hat sich das aber ein Stück weit geändert …

… oder besser gesagt: mit „Avatar: The Way Of Water“ und „Avatar: Fire And Ash“. Doch wie sowohl an den Bewertungen der FILMSTARTS-Community, bei Rotten Tomatoes und IMDb sowie auch Box Office abzulesen ist: Die Pandora-Saga baut langsam, aber stetig ab – was ein Umdenken seitens der Macher erfordert.

So verkündete James Cameron bereits vor einiger Zeit, die fest eingeplanten „Avatar 4“ (Kinostart: 19. Dezember 2029) und „Avatar 5“ (17. Dezember 2031) schneller und mit weniger Budget drehen zu wollen. Zugleich stellt sich allerdings auch die Frage, ob sich der mittlerweile 71-jährige Kanadier möglicherweise bis zum Ende seiner Karriere ganz und gar der Erzählung rund um Jake Sully, Neytiri und die Na'vi widmen will. Nur so viel schon mal dazu: Dass die Filmreihe fortgeführt wird, scheint grundsätzlich ziemlich sicher. Nur in welcher Form sowie in welcher Besetzung, bleibt abzuwarten...

"Das ist mein Maßstab": So will James Cameron "Avatar 4 + 5" schneller und mit weniger Budget drehen

Dahingehend macht sich der dreifache Oscarpreisträger derzeit so seine Gedanken – die er nun im Interview mit Denise Donlon teilte.

"Was bewirkt am meisten Gutes?"

„Fire And Ash“ spielte „nur noch“ 1,490 Milliarden Dollar ein, was sowohl im direkten Vergleich mit den Vorgängern als auch hinsichtlich der kolportierten Produktionskosten von bis zu 400 Millionen Dollar fast schon als Warnsignal für die Zukunft zu verstehen ist. Denn auch wenn die Reihe damit nach wie vor schwarze Zahlen schreibt: Der Profit schrumpft! Während die weiter oben bereits angedeuteten Sparmaßnahmen eine mögliche Kurskorrektur bewirken könnten, stellt sich allerdings die Frage, wie Cameron weitermachen will. Und mit welchen Projekten er seine letzten Jahre als Filmemacher verbringen will.

„Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich das Gesamtbild betrachte und mich frage: ‚Welche anderen Geschichten möchte ich noch erzählen? Wie viele davon muss ich selbst inszenieren und wie viele kann ich mit anderen Filmemachern schreiben und/oder produzieren?‘“, so James Cameron, der in der Vergangenheit schon öfter eigene Regie-Projekte aufgab, die letztlich aber dennoch umgesetzt wurden (etwa „Alita: Battle Angel“, bei dem Robert Rodriguez die Regie übernahm).

Das sei aktuell „die Frage der Stunde“ für den „Titanic“-Macher. Eine konkrete Antwort habe der Regisseur zwar noch nicht parat, doch stehe seine dafür eigens erstellte Mindmap ganz im Zeichen einer anderen Frage: „Was bewirkt am meisten Gutes?“ Priorität habe für ihn, die aktuelle Lage der Menschen und „die Welt für unsere Kinder“ zu einem besseren Ort zu machen.

Das hänge einerseits natürlich von den Stoffen selbst ab, andererseits aber auch von der Frage, womit man am Ende auch möglichst viele Menschen erreichen könne. In der Pipeline hätte der Regisseur jedenfalls ebenso aufregende wie unterschiedliche Ideen...

Diese Projekte plant James Cameron

Verantwortete Cameron zuletzt bereits den 3D-Konzertfilm „Billie Eilish - Hit Me Hard And Soft“, sicherte er sich zuletzt auch die Rechte an einer Verfilmung des Fantasy-Bestsellers „The Devils“*, in dem fleischfressende Elfen eine alternative Version des mittelalterlichen Europas bedrohen.

Ein besonderes Herzensprojekt Camerons ist zudem „Ghosts Of Hiroshima, an dem er bereits seit vielen Jahren arbeitet. Basierend auf dem Sachbuch „The Last Train From Hiroshima“* von Charles R. Pellegrini, soll der Film die Geschehnisse um die Atombombenanschläge auf Nagasaki und Hiroshima im Zweiten Weltkrieg beleuchten.

Parallel dazu arbeitet der von den Tiefen des Meeres faszinierte Cameron auch an mehreren Dokumentarprojekten. Er nennt hier den Film „Secrets Of The Deep“, der seine Dokumentationsreihe aus den vergangenen Jahrzehnten ergänzen könnte.

Was Cameron und sein „Terminator“-Star Arnold Schwazrengger mit einem Science-Fiction-Blockbuster von Peter Jackson zu tun haben, den wir wohl nie zu sehen kriegen, haben wir derweile bereits an anderer Stelle genauer ausgeführt:

Peter Jacksons geplatzter Sci-Fi-Film führte zu "Herr der Ringe" – Arnold Schwarzenegger und James Cameron spielten dabei eine Schlüsselrolle

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Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.
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