Gwyneth Paltrow hat für „Shakespeare In Love“ einen Oscar als Beste Hauptdarstellerin gewonnen, durch ihre Rolle der Pepper Potts wurde sie zum Marvel-Star, und von „Hook“ über „Sieben“ bis hin zu „Schwer verliebt“ hat sie an zahlreichen Leinwand-Hits mitgewirkt. Doch die 53-Jährige ist nicht nur für ihre schauspielerischen Leistungen bekannt, sondern auch dafür, ganz besonders penibel auf Ernährung und Fitness zu achten. Bereits 2008 gründete sie so das Lifestyle-Unternehmen Goop, das sich in den folgenden Jahren zu einem regelrechten Wellness-Imperium entwickelte – und mit teils kuriosen Produkten immer wieder für Schlagzeilen sorgte.
Ein Film sorgte allerdings dafür, dass Paltrow ihre gewohnte Routine komplett über den Haufen werfen musste: In „Country Strong“ (2010) verkörperte sie eine alkoholkranke Country-Sängerin, die nach einem Aufenthalt in einer Entzugsklinik versucht, ihre Karriere wieder in Gang zu bringen. Für die Rolle sollte Paltrow rund 20 Pfund, also etwa neun Kilogramm, zunehmen – und dafür auf ihr tägliches Training verzichten. Das fiel ihr deutlich schwerer als gedacht...
Im Rahmen eines Auftritts in der Talkshow „Chelsea Lately“ erinnerte sich die gebürtige Kalifornierin an den für sie enorm harten Dreh zurück: „Das Albtraumhafte daran war, dass ich mit dem Training aufhören musste. Am Anfang geriet ich in Panik, also trainierte ich trotzdem ein bisschen und musste dann lügen und sagen: ‚Nein, ich habe nicht trainiert.‘ Ich stand auf dem Laufband und dachte: ‚Ich muss wirklich damit aufhören‘“ (via Far Out Magazine).
Doch nicht nur körperlich war „Country Strong“ für Paltrow eine Herausforderung. Auch zur Suchterkrankung ihrer Figur fand sie zunächst keinen richtigen Zugang: „Ich konnte einfach nicht verstehen, wie man so betrunken sein kann, dass man das Leben anderer Menschen ruiniert, am nächsten Morgen aufwacht und dann so tut, als wäre alles in Ordnung. Damit hatte ich Schwierigkeiten“, so die „Marty Supreme“-Darstellerin.
Robert Downey Jr. hat Gwyneth Paltrow geholfen
Hilfe bekam sie ausgerechnet von ihrem „Iron Man“-Kollegen Robert Downey Jr. Der Schauspieler hatte selbst jahrelang mit seiner Drogensucht gekämpft und war wegen verschiedener Delikte mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten, bevor ihm schließlich sein großes Hollywood-Comeback gelang. Paltrow nutzte seine persönlichen Erfahrungen, um die Psyche ihrer Figur besser nachvollziehen zu können.
Der Einsatz zahlte sich für die Schauspielerin am Ende allerdings nur bedingt aus. Zwar wurde der Filmsong „Coming Home“ für einen Oscar nominiert, doch an den Kinokassen fand das Musik-Drama nur wenig Anklang und auch die Kritik reagierte verhalten. In der offiziellen FILMSTARTS-Rezension beispielsweise gab es mittelmäßige 2,5 von 5 Sternen. Im Fazit heißt es: „‚Country Strong‘ verfügt über gute Darsteller und interessante Figuren, wird aber von einem schematischen Drehbuch mit vielen unbeholfenen Einfällen ausgebremst“.
2003 spielte Paltrow übrigens in einem Blockbuster-Flop mit zahlreichen weiteren Superstars mit. Um welchen Film es geht, erfahrt ihr hier:
Dieses Sci-Fi-Abenteuer ist ein technischer Meilenstein – doch trotz drei (!) Marvel-Stars war es im Kino ein Mega-Flop!