Nachdem er mit seiner „Dawn Of The Dead“-Neuinterpretation seinen Durchbruch feierte, mauserte er sich mit Filmen wie „300“, „Man Of Steel“ und „Watchmen - Die Wächter“ zum Fachmann für episch-überstilisierte Blockbuster-Kost der düsteren Sorte. Zuletzt lief es für Zack Snyder jedoch alles andere als rund: Ging mit „Zack Snyder's Justice League“ 2021 noch ein Traum vieler seiner Fans in Erfüllung, legte er mit seiner als großes Franchise angelegten Antwort auf „Star Wars“ eine ziemlich bittere Bruchlandung hin. Die zwei „Rebel Moon“-Filme konnten weder beim Publikum noch bei der Fachpresse landen, das zunächst fest eingeplante dritte Kapitel dürfte uns demnach wohl erspart bleiben.
Weit spannender ist da ohnehin „The Last Photograph“, der im Vorfeld bereits als Zack Snyders „Apocalypse Now“ beschrieben wurde – und nicht nur eine Rückkehr zu dessen Wurzeln, sondern womöglich auch zu alter Stärke bedeuten könnte. Die Dreharbeiten sind bereits seit November 2025 (!) abgeschlossen, bis heute wurde für die Veröffentlichung jedoch kein Verleiher gefunden. Daran hat – zumindest zunächst – auch der erste Trailer zum für Snyder-Verhältnisse wieder etwas kleineren Film nichts geändert, der vergangene Woche erschienen ist (siehe weiter oben).
"The Last Photograph": Zu brutal oder einfach nicht gut?
Während Snyder seit jeher auch Kritiker*innen hat, ist es in Anbetracht seines Renommees dennoch erstaunlich, dass „The Last Photograph“ zum jetzigen Zeitpunkt immer noch ohne Verleiher dasteht. World Of Reel zufolge dürfte es dafür allerdings plausible Gründe zu geben.
Einerseits gebe es so etwa Bedenken, was die Qualität des Films angeht. Andererseits sei „The Last Photograph“ aber auch „extrem brutal“, selbst für Snyders Verhältnisse. Das könnten gleich zwei durchaus entscheidende Gründe sein, warum sich bislang kein Studio findet. Am Ende wird schließlich immer noch ein Millionen-Invest nötig sein, mit dem die potentiellen Käufer natürlich auch noch Geld verdienen wollen. Irgendwie passend zum Vorbild „Apocalypse Now“, dessen Chaos-Produktion ein Stück Filmgeschichte ist (und in „Reise ins Herz der Finsternis“ eindrucksvoll festgehalten wurde) – auch wenn das Snyder wohl nur ein schwacher Trost sein dürfte...
Im Zentrum des Films steht übrigens ein ehemaliger DEA-Agent, der sich gemeinsam mit einem abgehalfterten Kriegsfotografen in die südamerikanischen Berge wagt, um seine entführte Nichte und seinen Neffen zu retten – wo er sich nicht nur seiner Vergangenheit stellen muss, sondern schon bald auch Wahnsinn und Wirklichkeit zunehmend verschwimmen. In der Hauptrolle werden wir – wann auch immer – Stuart Martin sehen. Der gebürtige Schotte stand auch schon für „Rebel Moon“ und den von Snyder produzierten „Army Of Thieves“ vor der Kamera.
Einer von Snyders beliebtesten Kino-Hits erhält demnächst übrigens ein Serien-Prequel bei Netflix, zu dem kürzlich neue Details enthüllt wurden:
Im Kino war das Fantasy-Action-Spektakel eine visuelle Wucht, jetzt soll eine Serie die Vorgeschichte erzählen – und zwar bei Netflix!