Wie jeder „Star Wars“-Fan weiß, sprachen beim Casting für die berühmten Rollen der Original-Saga die verschiedensten Stars vor. Auch wenn es heute unvorstellbar ist, weil wir Mark Hamill, Harrison Ford und Carrie Fisher fest mit Luke, Han und Leia verbinden, hätte es ganz anders aussehen können. Bei einer ganz bestimmten Alternativbesetzung lohnt es sich besonders, einen zweiten Blick daraufzuwerfen. Denn dieses zeigt, wie anders „Star Wars“ hätte werden sollen.
George Lucas wollte eigentlich Jodie Foster für Prinzessin Leia. Diese war rund sechs Jahre jünger als Carrie Fisher und mit ihrer Interpretation hätten wir die Hauptfigur zumindest im ersten Teil der Saga als Kind erlebt.
Jodie Foster als Prinzessin Leia – das steckt dahinter
Die später in ihrer Karriere mit zwei Oscars ausgezeichnete Foster bestätigte 2024 in der „Tonight Show“ von Jimmy Fallon, dass ihr die Rolle tatsächlich angeboten wurde. Sie war 12 oder 13 Jahre alt, als sie für den Part vorsprach. Damals hat Lucas noch nach einer jüngeren Version der Figur gesucht, weil Leia als Kind angelegt war.
Eine besondere Beziehung mit Han Solo hätte sie trotzdem haben sollen. Denn wahrscheinlich testete Lucas schon damals beide Figuren zusammen. So erinnerte sich Christopher Walken ebenfalls 2024 gegenüber Vanity Fair daran, dass er bei seinem Vorsprechen für Han Solo Szenen gemeinsam mit der jungen Jodie Foster spielte.
So verhinderte Disney Fosters Engagement
Wie die Schauspielerin Jimmy Fallon verriet, musste sie „Star Wars“ schließlich absagen, weil sie bereits bei Disney für ein Projekt im Wort stand. Diesen Vertrag habe sie nicht auflösen wollen. Foster nannte zwar keinen Namen, aber wahrscheinlich handelte es sich dabei um „Ein ganz verrückter Freitag“. Die Dreharbeiten für die Kult-Komödie liefen zur exakt selben Zeit wie die Aufnahmen am allerersten „Star Wars“-Film.
Disney und seine verbundenen Unternehmen
Bekanntlich übernahm Disney dann 2012 selbst Lucasfilm und damit auch „Star Wars“ für über vier Milliarden Dollar.
Darum wurde Prinzessin Leia dann doch erwachsen
Fosters Enthüllung, dass sie im Kindesalter für Leia vorsprach, war übrigens nicht das erste Mal, dass wir erfuhren, wie viel jünger die Figur eigentlich sein sollte. Bereits 2013 erinnerte sich der 2018 verstorbene „Star Wars“-Produzent Gary Kurtz daran, dass Leia als Teenagerin konzipiert war. In seiner Vorstellung sei die Figur ungefähr 16 Jahre alt gewesen. Mit der Zeit seien aber die logistischen und rechtlichen Hürden beim Dreh mit einer Minderjährigen zu deutlich geworden.
Es habe sich irgendwann abgezeichnet, dass die Rolle lange Drehtage erfordere, die nur Volljährigen erlaubt seien. Daher habe man die Rolle entsprechend angepasst und schließlich stand die damals 19 Jahre alte Carrie Fisher vor der Kamera. Das hatte natürlich auch den Vorteil, dass die romantische Dreiecksbeziehung zwischen Leia sowie Han und dem sich erst später als ihren Bruder herausstellenden Luke funktioniert. Denn das wäre mit einer minderjährigen Figur doch ziemlich unangenehm geworden.