Die 3 besten Filme, die ihr diese Woche bei Amazon Prime Video schauen müsst

Euch überfordert die riesige, sich ständig ändernde Auswahl bei den Streamingdiensten? Dann helfen euch die ausgewählten Tipps von FILMSTARTS. Denn wir legen euch für die kommende Woche drei besondere Filme aus dem Prime-Video-Abo ans Herz.

Nahezu tagtäglich landen neue Filme im Angebot der großen Streamingdienste – und mit ähnlicher Häufigkeit verschwinden Titel von dort. Hinzu kommen immer unübersichtlichere Menüs, und schon wird die Suche nach der nächsten Streamingkost zum Abenteuer. Aber nicht mit uns!

Woche für Woche suchen wir bei Amazon Prime Video nach empfehlenswerten Klassikern, übersehenen Perlen und echten Geheimtipps, die mit gültigem Abo ohne Aufpreis abrufbar sind. Und anlässlich des kürzlich erfolgten Kinostarts der Romantikkomödie „Finding Emily“ geht es dieses Mal besonders lustig und herzlich zu!

"Letztendlich sind wir dem Universum egal" (2018)

Beginnen wir unseren Dreierpack mit der Romanverfilmung „Letztendlich sind wir dem Universum egal“, schließlich spielt darin die auch aus „Spider-Man: Homecoming“ bekannte „Finding Emily“-Hauptdarstellerin Angourie Rice die zentrale Rolle! In der Mischung aus bittersüßer Alltagsromantik und magischem Realismus stellt die 16-jährige Rhiannon fest, dass es eine Tag für Tag den Körper wechselnde Seele namens A gibt. Zu dieser baut sie eine enge, emotionale Bindung auf...

Also planen Rhiannon und A, sich stets wiederzufinden. Doch das bringt immer neue Schwierigkeiten mit sich. Nicht nur das Wiederfinden ist knifflig: Der Umstand, dass A mitunter von Körpern Besitz ergreift, die zu Menschen aus Rhiannons sozialem Umfeld gehören, fordert die Teenagerin wiederholt heraus.

Regisseur Michael Sucsy („Für immer Liebe“) und Jesse Andrews (Pixars „Luca“) ordnen die weiteren Implikationen der metaphysischen Prämisse dem Auf und Ab einer alltäglichen Teenager-Liebe unter, lassen aber ausreichend Interpretationsspielraum, damit As Seelenwanderung einen echten Mehrwert darstellt. Zudem ist es erstaunlich, welch hervorragende Chemie Rice mit all ihren Ko-Stars entwickelt!

"Crazy Stupid Love" (2011)

Für den Verfasser dieses Artikels ist „Crazy Stupid Love“ eine der besten Romantikkomödien dieses Jahrtausends – und das liegt einerseits daran, wie unterhaltsam und abwechslungsreich sich ihre verschiedenen Handlungsfäden ergänzen. Andererseits ist das erstklassig zusammengestellte Ensemble selbst ein enormer Pluspunkt für diesen Film des Regie-Duos Glenn Ficarra & John Requa („I Love You Phillip Morris“): Mit von der Partie sind unter anderem Emma Stone, Ryan Gosling, Steve Carell, Julianne Moore, Kevin Bacon, Marisa Tomei und „The Kissing Booth“-Star Joey King!

In einem Handlungsstrang dieses dicht verwobenen Geflechts aus romantischen und komödiantischen Storys geht es um den Durchschnittsmann Cal Weavers (Steve Carell), der erfährt, dass seine Ehefrau Emily (Julianne Moore) ihm fremdgeht und die Scheidung will. Um eine Trostpflasterbeziehung zu finden, lässt er sich vom Frauenhelden Jacob Palmer (Ryan Gosling) unterrichten – der aber ist erstmals ernsthaft verliebt, weshalb seine Lebemann-Fassade Risse bekommt...

„Crazy Stupid Love“ punktet unter anderem mit der makellosen Dynamik zwischen Stone und Gosling, dem glaubhaft zwischen „Schluffi zum Fremdschämen“-Modus und Sympathieträger schwankenden Spiel von Carell und der vergleichsweise komplexen Art, mit der Moores Rolle geschrieben ist – ein schwächerer Film würde sie als biestige Ehebrecherin skizzieren, nicht als Frau mittleren Alters, die ihr eigenes Glück verdient hat. Und weshalb Lio Tipton nach „Crazy Stupid Love“ keine größere Filmkarriere hingelegt hat, bleibt ein Rätsel...

"Die Braut, die sich nicht traut" (1999)

Was wäre eine Sammlung an romantischen Filmempfehlungen ganz ohne Julia Roberts? Um keinen der ganz offensichtlichen Titel zu nehmen, runden wir unsere Prime-Tipps daher mit „Die Braut, die sich nicht traut“ ab, der „Pretty Woman“-Wiedervereinigung aus den Stars Roberts und Richard Gere sowie Regisseur Garry Marshall.

An den überwältigenden Erfolg der modernen Prostituierten-Mär konnte „Die Braut, die sich nicht traut“ nicht nahtlos anschließen. Dennoch ließ auch die Reunion die Kassen ordentlich klingeln – so wurden allein in Deutschland rund 4,96 Millionen Eintrittskarten für diese Romantikkomödie gelöst!

Dieses Mal spielt Gere keinen Freier, sondern den Zeitungskolumnisten Ike Graham, der auf der Suche nach einer neuen Story über die faszinierende Geschichte der Eisenwarenhändlerin Maggie Carpenter (Julia Roberts) stolpert, die wiederholt Hochzeiten platzen ließ, indem sie kurz vor der Eheschließung aus der Kirche flüchtete. In seinem Artikel blickt Ike jedoch allein aus der Perspektive eines ihrer Verflossenen auf Maggie.

Maggie beschwert sich daraufhin bei der Zeitung, für die Ike arbeitet – woraufhin ihm prompt eine fristlose Kündigung winkt. Ihm wird allerdings die Chance für Wiedergutmachung in Aussicht gestellt, wenn er fair über Maggies nächste Hochzeit berichtet. Währenddessen verliebt er sich aber in die Braut, die sich geschworen hat, dass sie sich dieses Mal traut...

Unter Marshalls routiniert Schmunzler, Schenkelklopfer und Schmachterei vereinender Regie wird aus dieser zugespitzten Prämisse eine zwar klischeebespickte, gleichwohl äußerst charismatische Geschichte über das Suchen nach Selbsterfüllung und das Kämpfen um die Liebe.

Und wenn ihr nach all diesen Tipps noch eine Streamingempfehlung benötigt, schaut doch hier rein:

Neu auf Amazon Prime Video: Mehr Spektakel als in diesem turbulenten Sci-Fi-Blockbuster von Steven Spielberg geht kaum!

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Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Schon in der Grundschule las er Kino-Sachbücher und baute sich parallel dazu eine Film-Sammlung auf. Klar, dass er irgendwann hier landen musste.
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