"Ich brauche eine Idee für Spielberg!": So inspirierte ein Sci-Fi-Juwel mit Brad Pitt den nächsten Film des "Weapons"-Machers

Zach Cregger gehört zu den gefragtesten Horror-Regisseuren und bringt bald seine Version von „Resident Evil“ in die Kinos. Nach dem Franchise-Ausflug macht er wieder ein Originalprojekt. Für dieses musste das Konzept allerdings verdammt schnell her.

Warner Bros.

2022 machte Zach Cregger mit „Barbarian“ eindrucksvoll auf sich aufmerksam und Horror-Fans wussten sofort, dass man diesen Namen im Blick behalten muss. Das bestätigte sich nur drei Jahre später. „Weapons - Die Stunde des Verschwindens“ gehört zu den besten Genre-Filmen der jüngeren Vergangenheit. In wenigen Tagen kommt „Resident Evil“ in die Kinos. Der Filmemacher erfüllte sich damit seinen Traum, sein Lieblingsvideospiel zu adaptieren. Grundsätzlich will er aber eigene Ideen in die Kinos bringen. So ist sein Sci-Fi-Horror-Thriller „The Flood“ bereits für den 10. August 2028 terminiert.

Das Projekt hat bereits eine bewegte Geschichte hinter sich: Ursprünglich sollte der Film zu Netflix kommen, was der Regisseur jedoch kategorisch ablehnte. Er drohte sogar damit, „The Flood“ gar nicht erst zu drehen, sollte er keine Kinowertung erhalten. Mittlerweile ist dieses Problem geklärt. Das Projekt wird für das Hollywood-Studio Warner gedreht, wo Cregger bereits „Weapons“ auf den Weg brachte. Auf der Promotour zu „Resident Evil“ sprach der Filmemacher nun über die Entstehungsgeschichte seines nächsten Werks und die ist beinahe so ungewöhnlich wie das Projekt selbst. Denn alles begann damit, dass Cregger den Wunsch hegte, einmal mit Steven Spielberg zu arbeiten.

Zeitdruck von Steven Spielberg und Inspiration von Brad Pitts "Ad Astra"

Wie Cregger jetzt im Gespräch mit Deadline erklärte, ergab sich tatsächlich plötzlich die Möglichkeit für eine Zusammenarbeit. Doch es war das Jahr 2023, und der Autorenstreik, der Hollywood in der Folge lahmlegte, stand unmittelbar bevor. Aufgrund dieser Umstände gab es nur ein sehr kurzes Zeitfenster. Der „Weapons“-Regisseur, der eigentlich das Drehbuch zu „Resident Evil“ fertigstellen musste, hatte nur fünf Tage für ein komplettes Filmkonzept – und zunächst absolut keine Ahnung, wo er anfangen sollte. Das habe ihn in eine Art kreativen Rausch versetzt, der nur von einem Gedanken dominiert wurde: „Ich muss eine Idee für Steven Spielberg haben!“, erinnert sich Cregger.

Die rettende Eingebung kam schließlich ausgerechnet beim Anschauen eines anderen Science-Fiction-Films. Gemeinsam mit seiner Frau, der Schauspielerin Sara Paxton („Aquamarin – Die vernixte erste Liebe“) sah er sich James Grays Weltraumdrama „Ad Astra – Zu den Sternen“ aus dem Jahr 2019. Darin begibt sich Brad Pitt als Astronaut Roy McBride auf eine Reise bis an den Rand unseres Sonnensystems, um das Schicksal seines verschollenen Vaters (Tommy Lee Jones) aufzuklären. Und während des Schauens machte Paxton eine Bemerkung, die alles in Gang setzte: Es gebe kaum etwas Beängstigenderes, als im Weltraum gefangen zu sein.

"Der ganze Film ist vor meinen Augen explodiert"

„Ich dachte mir: Oh, das ist interessant. Vielleicht lässt sich daraus etwas machen“, blickt Cregger auf seinen ersten Gedanken zurück. Direkt danach folgte eine Szene, in der Brad Pitts Figur Roy auf ein scheinbar verlassenes Raumschiff stößt und eine verstörende Entdeckung macht. Für den Filmemacher war das genau der nötige Impuls. Er fragte sich, was noch furchteinflößender sein könnte: „Und das ist mir vorher noch nie passiert in einem Geistesblitz ist der ganze Film vor meinen Augen explodiert. Ich wusste, was es sein könnte. Ich glaube, ich bin aufgestanden und habe gesagt: Ich habe es!“

In wenigen Tagen schrieb er „Resident Evil“ und „The Flood“ parallel und stellte beide Drehbücher fertig. Innerhalb von nur zwei Tagen wurde das von „Ad Astra“ inspirierte Sci-Fi-Projekt schließlich durch Steven Spielberg verkauft. Genaue Details zum Inhalt seines kommenden Films hält der Filmemacher aber noch geheim.

"The Flood" soll Zach Creggers verstörendstes Werk werden

Wer nach „Barbarian“ und „Weapons“ nun mit einem weiteren lupenreinen Horrorfilm rechnet, sollte seine Erwartungen möglichst etwas anpassen. Cregger erklärte bereits, „The Flood“ sei weniger klar auf Horror ausgerichtet als seine bisherigen Filme. Gleichzeitig könnte es aber sein bislang verstörendstes Werk werden.

Laut Gerüchten geht es um eine Raumschiffcrew, die tief im Weltall auf einer Forschungsreise ist, als sie ein mysteriöses Signal von einem fernen Planeten auffängt. Als die Entscheidung fällt, sich die Anomalie genauer anzuschauen, führt das zur Entdeckung eines bizarren Alien-Artefakts, das Zeit, Raum und den Verstand der Crew durcheinanderbringt.

Ob diese Informationen wirklich zutreffen, bleibt abzuwarten. Sie würden aber dazu passen, dass der Film auch mit Ridley Scott Klassiker „Alien“ verglichen wird. Im Sommer 2028 wissen wir mehr, doch erst einmal startet „Resident Evil“ am 17. September 2026. Hier ist der Trailer:

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.
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