Nicht nur sein Auftritt im besten deutschen Film aller Zeiten bleibt unvergessen: Kult-Mime Ralf Richter (69) ist tot
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Ralf Richter ist tot. Der unter anderem aus „Das Boot“ und „Was nicht passt, wird passend gemacht“ bekannte Schauspieler starb im Alter von 69 Jahren, wie sein Sohn nun in den Sozialen Medien mitteilte.

Sony Pictures Releasing
Von Daniel Fabian

„In der vergangenen Nacht ist unser Vater, Ralf Richter, verstorben“: Mit diesen Worten beginnt der jüngste Beitrag auf der Instagram-Seite von Maxwell Richter, der damit öffentlich macht: Ralf Richter ist tot.

„Für viele von euch war er er Schauspieler, Kultfigur und ein Gesicht, dass Menschen über viele Jahre begleitet hat. Für uns war er vor allem eines: Vater. [...] Für uns ist gerade eine Welt stehen geblieben“, heißt es in dem Posting weiter, mit dem sich Maxwell Richter und seine Schwester Alina an ihre Follower richten. Gegenüber der Bild bestätigte Maxwell Richter, dass sein Vater an einer Herzunterfunktion gelitten habe. „Deshalb war er schon vor ein paar Monaten in der Klinik. Danach hat er weiter abgebaut“, so Richter. Ralf Richter wurde 69 Jahre alt.

Das war Ralf Richter

Ralf Richter wurde am 17. August 1957 in Essen geboren und absolvierte zunächst eine Schreinerlehre, ehe er sich an der Westfälischen Schauspiele Bochum versuchte. Stand er zunächst an der Freien Volksbühne in Berlin sowie am Deutschen Schauspielhaus Hamburg auf der Bühne, wurde er beim Fernsehpublikum mit einigen kleinen Auftritten in „Tatort“ vorstellig. Doch seinen großen Durchbruch feierte Richter natürlich mit der Rolle des Zentralemaat Frenssen in Wolfgang Petersens „Das Boot“. Das (Anti-)Kriegsfilmepos zählt nicht nur für die Fachpresse bis heute zu den absolut besten seiner Zunft, sondern ist für die FILMSTARTS-Community obendrein sogar der beste deutsche Film, den es je gab:

4,44 von 5 Sternen! Das ist der beste deutsche Film aller Zeiten – laut den deutschen Zuschauern

Darüber hinaus ist Richter natürlich für seine unvergesslichen Darbietungen in Peter Thorwarths Unna-Trilogie – bestehend aus „Bang Boom Bang“, „Was nicht passt, wird passend gemacht“ und „Goldene Zeiten“ – bekannt. Er war in Film und Fernsehen stets umtriebig, arbeitete mit hiesigen Größen wie Dominik Graf und Oskar Roehler und stand bis zuletzt vor der Kamera. In den vergangenen Jahren gab es ihn unter anderem im Hai-Trash-Spektakel „Sky Sharks“, in dem Fassbender-Biopic „Enfant Terrible“ sowie in „Der letzte Bulle - Der Kinofilm“ zu sehen.

Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Berührt und fasziniert zu werden, aber auch etwas über sich selbst lernen – das bedeutete Kino schon immer für Daniel. Darum machte der einstige Sozialarbeiter am Ende seine Leidenschaft auch zum Beruf.
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