Das Publikum verreißt den aktuellen Netflix-Hit – trotzdem sollen 6 (!) weitere Staffeln folgen
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Bei Netflix sorgt gerade der nächste True-Crime-Hit für mächtig Gesprächsstoff, wobei das längst nicht nur im positiven Sinne der Fall ist. Die schlechten Reaktionen ändern aber offenbar nichts an den großen Zukunftsplänen.

Von Björn Becher

Mit „Dahmer“, den Menendez-Brüdern und Ed Gein konnte die „Monster“-Reihe von Ryan Murphy und Ian Brennan auf Netflix bereits mehrfach für riesige Aufmerksamkeit sorgen. Seit dem 17. September 2026 steht mit „Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden“ nun die vierte Staffel zum Abruf bereit. Auch diese stürmt bereits wieder die Streaming-Charts. Aktuell wird keine Serie auf Netflix so häufig gestreamt. Seit Tagen steht sie im Großteil der Welt auf dem ersten Platz der Netflix-Charts, die sie auch in Deutschland anführt.

Dabei kommt die neue Geschichte beim Publikum bislang alles andere als gut an, was zum Beispiel ein Blick auf Rotten Tomatoes zeigt.

Nur 34 Prozent: "Monster" fällt beim Publikum durch

Dort steht „Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden“ bei gerade einmal 34 Prozent positiven Publikumswertungen. Auch die Kritiker*innen sind mit derzeit 42 Prozent kaum begeisterter. In den Reaktionen werden unter anderem die überzeichnete Inszenierung, die vielen sexuellen und gewalttätigen Elemente sowie eine Nebenhandlung kritisiert, die erst rund 100 Jahre nach den eigentlichen Ereignissen der Serie stattfindet. Viele Fans sind sich daher einig: Die vierte Staffel ist der bislang schwächste Ableger der Anthologie.

Im Zentrum der acht neuen Episoden steht Lizzie Borden (Ella Beatty), die 1892 beschuldigt wurde, ihren Vater und ihre Stiefmutter mit einer Axt ermordet zu haben. Obwohl sie vor Gericht freigesprochen wurde, ist der bis heute nicht zweifelsfrei aufgeklärte Fall längst Teil der amerikanischen Popkultur geworden.

Die "Monster"-Macher wollen insgesamt 10 Staffeln

Die Verantwortlichen scheinen sich vom negativen Feedback auf die aktuelle Staffel nicht entmutigen zu lassen. Sie glauben, dass das Interesse an der True-Crime-Reihe auch langfristig nicht abreißen wird. Showrunner Ian Brennan hat sogar verraten, dass er und Ryan Murphy noch lange nicht am Ende ihrer „Monster“-Pläne angekommen sind. Gegenüber dem Hollywood Reporter erklärte Brennan, dass die beiden insgesamt zehn Staffeln der Anthologie machen wollen. Man habe sogar bereits drei mögliche Themen für kommende Staffeln im Auge, wobei die Auswahl geeigneter Fälle alles andere als einfach sei.

Wichtig ist aber die Feststellung: Dabei handelt es sich bislang um den Plan der beiden Serienmacher. Netflix hat zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einmal eine fünfte Staffel formell angekündigt, geschweige denn die sechs weiteren Ausgaben, die Brennan und Murphy bereits vorschweben. Sollten die teilweise vernichtenden Reaktionen auf die aktuellen Folgen den Streaming-Zahlen weiterhin nichts anhaben können, stehen die Chancen allerdings trotzdem gut, dass Netflix auch die nächste „Monster“-Ausgabe bei dem Duo bestellt.

Übrigens: Wie Charlie Hunnams Figur in der Serie zu ihrem Sprachfehler kam, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel.

Historisch ist es nicht korrekt: Charlie Hunnam erklärt sein Stottern in "Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden"

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Schaut Serien am liebsten bei Streaming-Diensten wie Netflix, AppleTV+, Disney+ oder Prime Video. Seine besten Serien 2024 sind u. a. "Nobody Wants This", "X-Men '97", "Shogun" und das Finale von "Star Wars: The Bad Batch".
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