Das gab es in den letzten Jahren nicht mehr allzu häufig: Vor dem zurückliegenden Wochenende herrschte in Branchenkreisen große Freude, weil nicht weniger als fünf große Filme in den weltweiten Kinos zu sehen sein würden. Nämlich der Dreamworks-Animationsfilm „Forgotten Island“, „Primetime“ mit Robert Pattinson, das Survival-Abenteuer „Eiserne Wildnis - Heart Of The Beast“ mit Brad Pitt und Hund, der neue „Resident Evil“ – und „Avengers: Endgame Extended“. Und wie zu erwarten, ist die Wiederaufführung von „Avengers 4“ als Sieger aus diesem Fünfer-Kino-Duell hervorgegangen.
Denn „Avengers: Endgame Encore“ (so der Originaltitel) hat weltweit 86 Millionen Dollar eingespielt – nicht schlecht für die Wiederaufführung eines sieben Jahre alten Films. Mit 26 Millionen Dollar in den USA wurde das dortige Startwochenende des 3D-Re-Release von „Titanic“ (25,6 Millionen Dollar) übertroffen, allerdings starteten die Wiederaufführungen von „Der König der Löwen“ (30,2 Millionen Dollar) und „Krieg der Sterne“ alias Episode IV (35,9 Millionen) noch besser. Weltweit hat „Titanic 3D“ mit 92,6 Millionen Dollar weiterhin die Nase vorne, was vor allem dem chinesischen Kinomarkt zu verdanken ist.
Ebenfalls interessant: Um „Avatar“ den Titel als erfolgreichster Film aller Zeiten wegzuschnappen, fehlen „Avengers: Endgame“ jetzt nur noch rund 38,3 Millionen Dollar. Das sollte sich in den nächsten Tagen durchaus noch bewerkstelligen lassen – auch wenn uns Disney bereits bestätigt hat, dass „Avengers: Endgame Extended“ nur bis zum 7. Oktober 2026 in den deutschen Kinos laufen soll.
"Resident Evil" nur auf Platz 2
So oder so sind die 86 Millionen Dollar für „Avengers: Endgame Extended“ ein beeindruckendes Ergebnis, was sich auch daran ablesen lässt, wie deutlich man die Kinokassen-Konkurrenz abgehängt hat.
Weit abgeschlagen auf Platz 2 folgt „Resident Evil“ mit 50,3 Millionen Dollar am zweiten Wochenende. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 196,5 Millionen Dollar ist der Reboot bereits jetzt der vierterfolgreichste Film der Reihe. Ob er aber auch an „Resident Evil: Afterlife“ und „Resident Evil: The Final Chapter“ vorbeiziehen kann, die jeweils mehr als 300 Millionen Dollar eingespielt haben, bleibt abzuwarten.
Auf Platz 3 der weltweiten Kinocharts reiht sich „Eiserne Wildnis - Heart Of The Beast“ mit 50,1 Millionen Dollar ein. Auch hier in Deutschland bilden diese drei Titel übrigens die Top-3 des zurückliegenden Wochenendes, und zwar mit 125.000, 105.000 und 75.000 verkauften Tickets.
„Primetime“ schaffte es – befeuert durch den Hype in den sozialen Medien – auf äußerst respektable 20,3 Millionen Dollar weltweit und ist damit der nächste Hit aus dem Hause A24. Das lässt sich von „Forgotten Island“ nicht behaupten.
Gemessen an dem Budget von 80 Millionen Dollar ist das weltweite Startwochenende von 18,4 Millionen Dollar von „Forgotten Island“ als Flop zu werten. Allerdings haben Animationsfilme für Kinder und Familien erfahrungsgemäß einen langen Atem in den Kinos und im Streaming. „Forgotten Island“ startet hierzulande übrigens erst am 8. Oktober 2026. Hier ist der deutsche Trailer: