Am heutigen 5. Oktober zeigt ProSieben den Action-Thriller „Jack Reacher“! Leider ist die Ausstrahlung dieses Mal ab 20.15 Uhr, weswegen die leicht gekürzte FSK-12-Fassung laufen wird. Erst in der Nachtwiederholung um 1.15 Uhr wird die ungekürzte Version im TV gezeigt. Oder ihr greift direkt zu einer Streaming-Alternative, schließlich gibt es den Film sowohl bei Joyn, Paramount+ als auch für ganz kurze Zeit noch bei Amazon Prime Video im Abo.
Ich kann das nur empfehlen. Es ist einer der von mir in den vergangenen Jahren sicher meistgeschauten Filme, weil ich jedes Mal wieder glänzend unterhalten werde: Denn „Jack Reacher“ ist ein ungemein kurzweiliger und spannender Action-Thriller – und hat einen Tom Cruise in Bestform.
Dabei waren viele Fans mehr als skeptisch, als diese Besetzung bekannt wurde. In mittlerweile 30 Romanen beschreibt Autor Lee Child den meist alleine und nach seinen eigenen Vorstellungen von Recht und Ordnung operierenden Jack Reacher als gewaltigen Hünen, als imposante Gestalt, bei der sich jeder zwei Mal überlegt, ob er sich mit ihm anlegt. So ist die Figur mittlerweile auch durch die immens erfolgreiche „Reacher“-Serie bei Amazon Prime Video mit Alan Ritchson Der gerade mal 1,70 Meter große Tom Cruise ist das körperlich zumindest gar nicht.
Tom Cruise: Ein Riese auf eine andere Art
Für die Besetzung mit Cruise kassierten die Macher damals einen Shitstorm. Dass er nicht ihr Reacher sei, skandierten viele Fans laut in den Sozialen Medien. Ich bin da durchaus gegenteiliger Ansicht: Tom Cruise ist für mich trotzdem ein perfekter Reacher.
So wenig man von seiner privaten Seite, seinen Vorstellungen, Idealen und Eskapaden halten mag, auf der Leinwand gibt es wenige Action-Stars mit der Präsenz von Tom Cruise. Und das beweist er eben auch in „Jack Reacher“. Er ist nicht der körperliche Riese, wie Child ihn im Buch beschreibt. Cruise hat aber genau dieselbe Aura. Der Effekt ist somit ähnlich. Längst ist Cruise für mich ein zweiter Jack Reacher in einer Parallelwelt, die losgelöst von den Büchern und Serien existiert.
Jedes Jahr bin ich beim Erscheinen eines neues Reacher-Romans daher zwiegespalten. Einerseits freue ich mich auf ein neues Abenteuer mit dem geliebten Buch-Reacher, andererseits trauere und vermisse ich den ebenso geliebten Film-Reacher, von dem ich gerne noch mehr gesehen hätte. Auch die „Reacher“-Serie mit Alan Ritchson („Titans“) in der Hauptrolle ist da nur ein kleiner Spaß. Ich bin zwar auch großer Fan von dieser und freue mich über jede Staffel, gleichzeitig werde ich auch immer wieder „Jack Reacher“ mit Tom Cruise und das etwas schwächere, aber trotzdem noch sehenswerte Sequel „Jack Reacher 2: Kein Weg zurück“ schätzen und schauen.
Mittlerweile haben übrigens auch viele Fans wieder Gefallen an der Interpretation durch Tom Cruise gefunden. Mehr zur Diskussion, die zuletzt rund um die vierte Season der Serie aufgekommen ist, gibt es im folgenden Artikel:
"Tom Cruise war der bessere Reacher": Während Fans wieder über die Besetzung streiten, überrascht Alan Ritchson mit einem GeständnisDies ist eine überarbeitete Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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