Mit Gangstern, Gaunern und Ganoven kennt sich Guy Ritchie bestens aus: Diese Themenwelt brachte dem Regisseur durch Filme wie „Bube, Dame, König, grAS“ und „Snatch - Schweine und Diamanten“ Kultstatus ein. Und auch, wenn er zuweilen in anderen Gefilden wildert, findet er regelmäßig zum Kino rund um gewiefte Verbrecher zurück. Selbst wenn diese Rückkehr manchmal Ritchies Fans etwas Geduld abverlangt.
So fiel im Oktober 2023 die letzte Klappe für „In The Grey“, einen Mix aus Action-Thriller und Heist-Movie, in dem es einmal mehr um Figuren geht, die jenseits der Legalität und inmitten einer moralischen Grauzone agieren. Doch eine verlängerte Postproduktion und daher die Hände wechselnde Vertriebsrechte führten dazu, dass bis zum Kinostart einige Zeit verging.
Mittlerweile liegt aber auch der hinter uns, und dem starbespickten Actioner steht der nächste Schritt bevor: Ab sofort ist „In The Grey“ bei HBO Max im Abo enthalten. HBO Max wiederum könnt ihr als alleinstehenden Dienst abonnieren sowie als Prime Video Channel* bei Amazon!
Darum geht es in "In The Grey"
Die gerissene Unterhändlerin Rachel Wild (Eiza González) hat den Auftrag, eine Milliarde Dollar zu beschaffen, die der berüchtigte Despot Manny Salazar (Carlos Bardem) ihrer Auftraggeberin schuldet. Salazar hat sich allerdings mit seiner Privatarmee auf einer kleinen Insel verschanzt, weshalb selbst diese Top-Unterhändlerin dringend Unterstützung benötigt.
Also vertraut sie ihr Leben dem unerschütterlichen Sid (Henry Cavill) und seinem aufbrausenden Kollegen Bronco (Jake Gyllenhaal) an. Sie sollen für Rachel den perfekten Fluchtweg ausarbeiten, damit sie nach ihrer Mission lebend von der Insel kommt. Und um diesen Auftrag zu erfüllen, schrecken sie vor nichts zurück ...
Lohnt sich "In The Grey"?
Ergänzt wird der Star-Cast rund um „Ambulance“-Darstellerin González, „Man Of Steel“-Mime Cavill und „Spider-Man: Far From Home“-Fiesling Gyllenhaal durch „Gone Girl“-Star Rosamund Pike. Guy Ritchie wiederum übernahm nicht bloß die Regiepflichten, sondern verfasste obendrein das Drehbuch. Dabei verfällt er sehr oft in einen Standardmodus, wie FILMSTARS-Autor Markus Tschiedert in seiner Kritik bemängelt:
„[H]ier eine Explosion, da eine Verfolgungsjagd, und neben der Action wird mit kessen Sprüchen auch noch die Humor-Ebene bedient. Ritchie ist sicherlich nicht darum bemüht, sich neu zu erfinden. Er bewegt sich auf seinem Lieblingsspielplatz und rattert dementsprechend routiniert sein Programm herunter. Dabei verliert er aber irgendwann seine toughen Hauptakteure aus den Augen.“
Weiter kommt Tschiedert zum Fazit: „Das anfängliche Versprechen auf einen spannungsgeladenen Heist-Film wird nur bedingt eingehalten. Denn ab der Mitte gerät der Plot zu sehr ins Schwanken, und zwei coole Kerle reichen nicht, um das Publikum bei der Stange zu halten. Mehr als einen leidlich kurzweiligen Action-Trip sollte man also nicht erwarten.“
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Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.