John Woo ist der beste Actionfilm-Regisseur aller Zeiten – daran besteht wohl nicht nur für den Autor dieses Artikels kein Zweifel. Ob nun „The Killer“ oder „Hard Boiled“, „Bullet In The Head“ oder die „A Better Tomorrow“-Reihe, „Harte Ziele“ oder „Face/Off“: Der chinesische Bombast-Spezialist verantwortete einige der brachialsten, spektakulärsten und auch besten Actionfilme der Kinogeschichte. Wenn der sich mal an einem Kriegsfilm versucht, dann kann da doch eigentlich gar nichts schiefgehen. Oder?
Nun, den hohen Ansprüchen seiner Fans wurde Woo mit dem Weltkriegs-Reißer „Windtalkers“ (2002) nicht ganz gerecht. Denn auch wenn er actiontechnisch einmal mehr aus allen Rohren feuert, zählt der Film nicht zu seinen besten Arbeiten – daran ändert auch die Starbesetzung um Nicolas Cage, Mark Ruffalo und Christian Slater nichts. Wer aber einfach nur Lust auf Spektakel hat, kann durchaus mal einen Blick riskieren:
„Windtalkers“ ist für ein paar wenige Euro bei diversen Anbietern wie Amazon Prime Video, Apple TV, MagentaTV oder im Sky Store als Video-on-Demand zu haben:
Falls ihr ein Abo von Amazon Prime Video haben solltet, könnt ihr „Windtalkers“ unter dem obigen Link übrigens ganz ohne Aufpreis streamen. Dazu müsst ihr euch lediglich für den siebentägigen Gratis-Test des MGM+-Channels* anmelden. Sofern ihr vor Ablauf des Probezeitraums nicht wieder stornieren wollt, werden im Anschluss daran 5,99 Euro pro Monat fällig.
Das erwartet euch in "Windtalkers"
Der Zweite Weltkrieg: Im Kampf gegen die Japaner greifen die Amerikaner auf Ben Yahzee (Adam Beach) zurück. Denn der aus der indianischen Bevölkerung stammende Navajo spricht einen seltenen Dialekt, der als Code zur Kommunikation dienen soll. Gemeinsam mit einigen anderen Navajo-Soldaten soll er so eine entscheidende Rolle im Kampf einnehmen, begleitet von einem Trupp, der den Code im Ernstfall vor dem Feind beschützen soll – koste es, was es wolle. Und dann kommt es tatsächlich, wie es kommen musste: Als Ben und sein Begleiter Joe Enders (Nicolas Cage) in die Enge getrieben werden, gelingt es der japanischen Armee, einen mit Ben befreundeten Navajo gefangen zu nehmen …
Was „Windtalkers“ auszeichnet, „ist die technische Umsetzung“, heißt es unter anderem in der FILMSTARTS-Kritik. Die Schützengräben und das Drumherum wirken beängstigend real, das Schlachtengetümmel wird mit bedrückender Wucht lebendig – und John Woo kreiert gemeinsam mit seinem „Mission: Impossible II“-Kameramann Jeffrey L. Kimball einen visuellen Sog, der reichlich Schauwerte mitbringt.
Kritisiert werden hingegen die „nationalistischen Plattitüden", die „gepaart mit logischen Löchern so groß wie Bombenkrater“ das Filmerlebnis am Ende dann doch merklich trüben. Letztlich gab es für „Windtalkers“ so gerade einmal laue 2 von 5 möglichen Sternen und ein Fazit, das durchaus repräsentativ für die Auszeichnungen ist, die der Film vor mittlerweile 20 Jahren einheimste: Nicht nur gab es etwa drei Nominierungen sowie eine Auszeichnung bei den World Stunt Awards, obendrein ging der Film auch bei den kurz zuvor ins Leben gerufenen Schmoes Awards als größte Enttäuschung des Jahres ins Rennen – zu der letztlich aber „Men In Black II“ gewählt wurde.
Ihr habt Bock auf auf noch mehr Nicolas Cage? Dann schaut zum Abschluss noch in den folgenden Artikel rein:
Neu auf Amazon Prime Video: In diesem Action-Thriller wandelt Nicolas Cage auf Liam Neesons Pfaden!Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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