Es gibt einige Filme, die tiefe Spuren in meinem Leben hinterlassen haben: „Donnie Darko“, „Ghostbusters“, „2001: Odyssee im Weltraum“ oder „Tanz der Teufel 2“. Doch kaum ein Film war so wichtig für mich wie Monty Pythons „Die Ritter der Kokosnuss“ – denn dieser hat mir nicht nur gezeigt, wie viel Spaß der spielerische Umgang mit dem Medium machen kann, sondern auch meinen Humor maßgeblich geprägt.
Noch heute halte ich dieses durchgeknallte Tafelrunden-Abenteuer für den wahrscheinlich witzigsten und cleversten Film aller Zeiten und konnte ihn über viele Jahre zu großen Teilen sogar mitsprechen. Dass ich erst 2025 nach Schottland gefahren bin, um das legendäre Doune Castle zu besuchen, muss ich wahrscheinlich gar nicht erst erwähnen.
Privat
Wer Lust hat, den wohl besten Film der britischen Komikertruppe noch einmal zu erleben – oder diesen endlich nachzuholen –, hat am heutigen 8. Oktober 2026 im TV die ideale Gelegenheit dazu. Um 22.10 Uhr läuft „Die Ritter der Kokosnuss“ auf RTL Zwei. Eine Wiederholung erfolgt in der gleichen Nacht um 3.55 Uhr.
Wenn ihr den Film in seiner besten Fassung schauen wollt, dann könnt ihr ihn aktuell bei Joyn PLUS+* streamen. Echte Liebhaber können aber auch zur schicken 4K-Steelbook-Variante* oder der Special-Edition-DVD greifen. Diese enthält nämlich eine ganz besondere alternative Fassung des Historien-Klamauks - ich sage nur Zahnarzt:
"Die Ritter der Kokosnuss": Das ist die Handlung
König Artus (Graham Chapman) zieht gemeinsam mit seinem treuen Diener Patsy (Terry Gilliam) durch England, um die tapfersten Ritter des Landes für seine legendäre Tafelrunde zu gewinnen. Schließlich hat ihm Gott höchstpersönlich einen heiligen Auftrag erteilt: Artus soll den sagenumwobenen Heiligen Gral finden. Nachdem er seine illustre Truppe zusammengestellt hat, bricht er mit seinen Rittern zur großen Suche auf.
Doch der Weg zum Gral ist alles andere als einfach. Die Gefährten müssen sich unter anderem mit dem scheinbar unbesiegbaren Schwarzen Ritter (John Cleese), einer Gruppe besonders unverschämter Franzosen und einem blutrünstigen Killer-Kaninchen herumschlagen. Auch die vermeintliche Rettung einer holden Jungfrau aus den Händen ihrer Entführer gestaltet sich alles andere als einfach, denn bei dieser handelt es sich eigentlich um einen unzufriedenen Prinzen. Trotz all der absurden Hindernisse kommen Artus und seine Ritter ihrem großen Ziel schließlich immer näher...
Die deutsche Synchro
Heute läuft der Film zwar nur in der deutschen Synchronfassung, das ist aber gar nicht dramatisch – denn diese hat im Fall von „Die Ritter der Kokosnuss“ ihren ganz eigenen Reiz. Wohl wissend, dass sich Wortwitze und bestimmte Elemente des britischen Humors nicht direkt übertragen lassen, hat sich das Team um Synchron-Regisseur Dietmar Behnke einige Freiheiten genommen. Herausgekommen ist ein wahres Kalauer-Fest, das sogar einige Szenen, wie beispielsweise den Dialog über die Stärke von europäischen und afrikanischen Schwalben, noch um den einen oder anderen Witz ergänzt.
Missglückt ist lediglich die Szene, in der der Witz um Sir Robins Sangestruppe mittels Voice-Over erklärt wird, wodurch der eigentliche Gag gar nicht mehr zu hören ist. An dieser Stelle wären Untertitel wohl die galantere Wahl gewesen. Auch der Verweis auf typisch deutsche Besonderheiten – wie etwa der Vergleich zwischen der Tafelrunde und dem FC Bayern München – fällt ein bisschen aus dem Rahmen, macht in seiner Absurdität aber auch den Reiz dieser besonderen Sprachfassung aus.
Egal in welcher Version man „Die Ritter der Kokosnuss“ nun genießt – der Film ist einfach ein Heidenspaß. Und eine absurde Mischung aus Fantasy-Abenteuer, Historienklamauk und Meta-Spaß. Wenn ihr den Film bisher noch nicht gesehen habt, dann holt ihn spätestens jetzt nach!
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