Mit „Die Odyssee“ ist es Christopher Nolan gelungen, sich selbst zu übertreffen: Kein anderer Film des „The Dark Knight“-Regisseur nahm an den Kinokassen so viel ein wie dieses Abenteuer-Epos. Noch ist unklar, wie lange die große Fangemeinde dieses Kassenschlagers auf Nolans nächsten Streich warten muss – doch dafür gibt es nun einen guten Anlass, sich mit einem Abenteuer-Epos auseinanderzusetzen, das Nolan geprägt hat.
Denn der „Interstellar“-Macher zählt den trotz seiner Starbesetzung oft übersehenen Abenteuerfilm „Der Mann, der König sein wollte“ zu seinen absoluten Lieblingsfilmen (mehr dazu hier). Und bald bekommt der mit „James Bond“-Ikone Sean Connery, „Inception“-Darsteller Michael Caine und „12 Monkeys“-Star Christopher Plummer besetzte Film ein Heimkino-Upgrade: Am 26. November 2026 erscheint „Der Mann, der König sein wollte“ erstmals in Deutschland in 4K – und zwar als Limited Edition Steelbook. Vorbestellungen sind bereits möglich:
Nicht nur Christopher Nolan ist großer Fan dieses Klassikers. Das für sein adaptiertes Drehbuch, seinen Schnitt, das Kostümdesign und das Szenenbild mit Oscar-Nominierungen bedachte Epos befindet sich auch im offiziellen FILMSTARTS-Ranking der besten Abenteuerfilme aller Zeiten und Michael Caine bezeichnete „Der Mann, der König sein wollte“ als eines der besten Werke in seiner Vita (wir berichteten).
Darum geht es in "Der Mann, der König sein wollte"
Das späte 19. Jahrhundert: Die abenteuerlustigen Ex-Soldaten und Überlebenskünstler Danny Dravot (Sean Connery) und Peachy Carnehan (Michael Caine) haben sich bislang mit Schmuggel und weiteren zwielichtigen Machenschaften über Wasser gehalten. Und nun lassen sie sich zum abstrusen Plan hinreißen, im Königreich Karfiristan den Thron zu erobern.
Da kommt es ihnen gerade recht, dass Karfiristan attackiert wird und das Duo dem bedrohten Volk seine umfangreiche militärische Erfahrung anbieten kann. Danach wird einem der beiden Männer tatsächlich die Königskrone angeboten – woraufhin alles gehörig schiefgeht...
Der Film basiert auf der gleichnamigen Erzählung von „Das Dschungelbuch“-Autor Rudyard Kipling und wurde von Regielegende John Huston inszeniert, der sich mit dem Film-noir-Meilenstein „Die Spur des Falken“, dem Abenteuer-Klassiker „African Queen“ und dem Western-Meisterwerk „Der Schatz der Sierra Madre“ einen Namen gemacht hat. In „Der Mann, der König sein wollte“ vermengt Huston schrägen Humor mit nachdenklicher, nuancierter Dramatik und schwelgerischer Abenteuerromantik, was in euphorische Kritiken mündete, 1975 jedoch nicht für einen stattlichen Kassenerfolg genügte.
In den USA und Kanada wurden zusammengerechnet (je nach Quelle) elf bis 14 Millionen Dollar generiert, was das Studio-Management bei einem Budget von 8,5 Millionen Dollar nicht in freudige Ekstase versetzt haben dürfte. Dafür war der Zahn der Zeit diesem Film gegenüber äußerst gnädig. Denn aus der Prämisse entwächst eine weltoffene, seine Figuren kritisch betrachtende Politparabel, die zugleich ein kunterbunt-unterhaltsames Popcorn-Abenteuer mit eindrucksvollen Performances darstellt.
Und wenn ihr noch mehr Abenteuer-Stoff für euer Heimkino sucht, befolgt doch auch diesen Tipp:
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