"Wie Mobbing an der Highschool": Ben Affleck verurteilt Schadenfreude über den größten Kino-Flop 2026
von Markus Trutt
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In einem Interview anlässlich seines neuen Netflix-Films „Animals“ kam Oscar-Preisträger Ben Affleck auch auf die unverhältnismäßige Häme gegen die dystopische Satire „Digger“ mit Tom Cruise zu sprechen.

Mit „Digger“ ist Warner Bros. ein gewaltiges Risiko eingegangen – das sich letztlich aber leider nicht ausgezahlt hat. Mit kolportierten Produktionskosten von rund 170 Millionen Dollar (zuzüglich eines ebenfalls stolzen Marketingbudgets) hat man eine sperrige Satire in Blockbuster-Dimension finanziert, die zwar mit großen Namen daherkommt (allen voran ein kaum wiederzuerkennender Tom Cruise und „The Revenant“-Regisseur Alejandro González Iñárritu), letztlich aber die Fachpresse massiv spaltete und auch sein Publikum nicht fand.

Aktuell steht „Digger“ bei einem weltweiten Einspielergebnis von gerade mal 35 Millionen Dollar, prognostiziert wird ein Verlust von knapp 250 Millionen Dollar, was den Film nicht nur zum größten Flop des aktuellen Kinojahres, sondern auch zu einer der größten finanziellen Kino-Bruchlandungen überhaupt machen wird. Daran lässt sich nichts mehr ändern. Dass dieser Misserfolg mancherorts allerdings beklatscht wird, ist – egal, was man von dem Film letztlich hält – aber zweifellos fragwürdig, findet etwa auch Hollywood-Star Ben Affleck.

Ben Affleck nimmt "Digger" in Schutz

„Es ist ein bisschen wie das Mobbing an der Highschool“, stellte der Ex-Batman einen entsprechenden Vergleich im „Happy Sad Confused“-Podcast an, in dem er anlässlich seines neuen Netflix-Films „Animals“ zu Gast war. „Jeder will diesen Flop abfeiern, als wäre es das Aufregendste überhaupt, und man denkt sich nur: Das ist doch ein ziemlich ambitionierter, interessanter Film, gemacht von interessanten Leuten mit echtem Talent.“

Affleck, der im Laufe seiner Karriere selbst schon einiges an Häme einstecken musste, sieht in einem solchen Umgang mit Misserfolgen in Hollywood generell eine Gefahr für kreative Wagnisse: „Jeder will immer nur das Geld zählen – wie viel Verlust er gemacht hat oder was auch immer. Ich denke mir da nur: Wenn man Filme bestraft, die Risiken eingehen, was bekommt man dann wohl? Einen Haufen beschissener, gleichförmiger Filme. Man kann nichts Interessantes schaffen, ohne ein großes Risiko einzugehen. Und das bedeutet, dass man manchmal eben auch schlecht dasteht.“

Viele Stars unterstützen "Digger"

Ben Affleck ist nach Stars wie Anne Hathaway und Glen Powell sowie Iñárritus Wegbegleitern Guillermo del Toro und Alfonso Cuarón die nächste Hollywood-Persönlichkeit, die „Digger“ nun in Schutz nimmt. Und auch wenn wir in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik und in unserem Podcast Leinwandliebe nicht viel mit dem Film selbst anfangen konnten, kann man Affleck natürlich nur beipflichten, dass derartige ehrgeizige Projekte weitaus interessanter sind als formelhafte Filme von der Stange, selbst wenn sie letzten Endes vielleicht scheitern.

Nun bleibt abzuwarten, ob man bei Warner, wo man schon im Vorjahr mit ambitionierten Produktionen wie „One Battle After Another“ und „Blood & Sinners“ große (obgleich erfolgreichere) Risiken eingegangen ist, tatsächlich Konsequenzen aus dem „Digger“-Flop ziehen wird, gerade da hier nach dem Aufkauf durch Paramount/Skydance derzeit ohnehin vieles im Umbruch ist.

Bis das klarer wird, könnt ihr aktuell im Kino das Einspielergebnis von „Digger“ zumindest ein bisschen aufpolieren. Ben Afflecks neuer Film „Animals“ läuft derweil seit vergangener Woche direkt bei Netflix. Nachfolgend haben wir noch einmal den Trailer zum Entführungs-Thriller für euch:

Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Filme, Serien, Videospiele. Markus brennt schon seit Kindertagen für so ziemlich alles, was über Bildschirme und Leinwände flimmert.
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