Neu auf Netflix: Dieser starbesetzte Schlagabtausch lockte mehr als 2 Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos
von Chantal Neumann
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Ob Integration, Leitkultur, sexuelle Identität oder toxische Männlichkeit: In „Extrawurst“ wird kein Diskussionsthema ausgelassen. Wer die scharfsinnige Gesellschaftssatire im Kino verpasst hat, kann sie nun bei Netflix nachholen.

Egal ob Vereinsversammlungen, Elternabende oder Familienfeiern: Wer schon einmal eine dieser Veranstaltungen miterlebt hat, dürfte bestätigen können, dass es selten eine gute Idee ist, einen Haufen erwachsener Menschen auf engstem Raum zusammenzubringen. Dass eine solche Konstellation jede Menge Zündstoff birgt, haben auch schon zahlreiche Filme bewiesen.

Man denke nur an „Das perfekte Geheimnis“, in dem ein harmlos wirkendes Spiel eine Enthüllung nach der anderen ans Licht bringt. In „Eingeschlossene Gesellschaft“ versucht ein Vater wiederum, bewaffnet und mit Nachdruck dafür zu sorgen, dass sein Sohn zum Abitur zugelassen wird, indem er sich mit dessen Lehrkräften in der Schule einschließt. Und in „Der Vorname“ reicht bereits eine Diskussion über den Namen eines ungeborenen Kindes, um ein gemütliches Familienessen eskalieren zu lassen.

Auch in diesem Jahr wurde auf der großen Leinwand wieder kräftig gestritten – diesmal allerdings wegen eines Grills. Wer nicht zu den mehr als zwei Millionen Menschen gehört, die die Gesellschaftssatire „Extrawurst“ von Marcus H. Rosenmüller im Kino gesehen haben, kann das nun nachholen: Seit dem heutigen 15. Oktober 2026 steht der Film im Abo von Netflix zur Verfügung.

Extrawurst
Extrawurst
Starttermin 15. Januar 2026 | 1 Std. 38 Min.
Von Marcus H. Rosenmüller
Mit Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst, Fahri Yardım
User-Wertung
2,5
Filmstarts
3,0
Im Stream

Vor der Kamera versammelt sich dabei ein echtes Star-Ensemble. Mit dabei sind Hape Kerkeling („Kein Pardon“), Christoph Maria Herbst („Stromberg“), Fahri Yardım („Halbe Brüder“), Friedrich Mücke („Das Kanu des Manitu“) und Anja Knauer („Das Signal“).

In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik vergab Chefredakteur Christoph Petersen gute drei von fünf möglichen Sternen. In seinem Fazit bringt er die Qualitäten der Gesellschaftssatire auf den Punkt: „Wer wissen will, wie Deutschland wirklich tickt, sollte einmal an einer Vereinssitzung teilnehmen – oder sich eben alternativ ‚Extrawurst‘ ansehen!“

Darum geht es in "Extrawurst"

Der Film spielt in einem Tennisclub irgendwo in der deutschen Provinz, wo unter der strengen Leitung von Heribert (Hape Kerkeling) gerade das anstehende Sommerfest geplant wird. Als der Vorschlag aufkommt, für Erol (Fahri Yardim), das einzige muslimische Mitglied des Vereins, einen separaten Grill zu organisieren, gerät die vermeintlich harmonische Gemeinschaft gehörig ins Wanken.

Was zunächst wie eine harmlose organisatorische Frage wirkt, entwickelt sich schnell zu einer hitzigen Debatte über persönliche Überzeugungen, gesellschaftliche Werte und den Umgang miteinander. Während die Gemüter immer weiter hochkochen, droht der Verein schließlich auseinanderzubrechen.

Übrigens: Warum der Cast von „Extrawurst“ am Set viele Tage lang kein einziges privates Wort miteinander gewechselt hat, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

"Jetzt sagt mal alle, wie ihr heißt": Erst nach dem 10. Drehtag hat der "Extrawurst"-Cast erstmals privat miteinander gesprochen

Chantal Neumann
Chantal Neumann
-Redakteurin
Ob stilles Schmunzeln, leises Kichern oder lautes Lachen – Chantal ist ein echter Komödien-Fan. Von „Die nackte Kanone“ bis hin zu „Der Schuh des Manitu“ hat sie so ziemlich alles gesehen. „Fack ju Göhte“ hat sie allerdings traumatisiert: Zu oft sagte man ihr „Heul’ leise“.
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