Nicolas Cage und Jim Carrey haben einiges gemeinsam: Beide starteten ihre Karrieren in den 1980er-Jahren, beide sind bekannt für ihr expressives Mienenspiel, und beide wurden für ihre schauspielerischen Leistungen mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Aber wüsstet ihr spontan, in welchem Film die beiden Exzentriker gemeinsam vor der Kamera standen? Die Antwort: „Peggy Sue hat geheiratet“, der 1986 unter der Regie von Cages Onkel Francis Ford Coppola entstand!
Cage spielte darin Charlie Bodell, den Ehemann der von Kathleen Turner verkörperten Peggy Sue, die kurz vor ihrer Scheidung auf einem Klassentreffen ohnmächtig wird und plötzlich im Jahr 1960 erwacht – als Teenager. Carrey war in der Nebenrolle von Charlies Schulfreund Walter Getz zu sehen.
Auch außerhalb der Kamera verstanden sich Cage und Carrey blendend – kein Wunder, gelten sie doch auch privat als ausgemachte Exzentriker. Man kann sich gut vorstellen, wie sich die beiden Schauspieler gegenseitig angestachelt haben – und so kursiert seit mittlerweile 41 Jahren eine ziemlich skurrile Geschichte: Der Oscar-Preisträger („Leaving Las Vegas“) und der gummigesichtige Komiker („Die Maske“) sollen eines Tages den Zimmerservice bestellt und spontan beschlossen haben, den Hotelangestellten, der ihnen das Essen brachte, nicht mehr gehen zu lassen!
"Der Typ wusste, dass wir herumgealbert haben"
Die Anekdote machte schnell die Runde – und in einem Interview mit dem Playboy wurde Cage schließlich darauf angesprochen, ob er und Carrey wirklich den Mitarbeiter eines Hotels als Geisel genommen hätten. „Die Geschichte wurde völlig aufgebauscht“, meint der „The Rock“-Darsteller. „Wir waren jung und haben herumgealbert, und der Typ wusste, dass wir nur Spaß machten.“ Das muss man ihm wohl glauben!
Nach eigenen Aussagen machte sich Cage damals regelmäßig einen Spaß daraus, die Öffentlichkeit zu irritieren. „Ich weiß, dass es Geschichten über mich gibt, von denen ich einige selbst in die Welt gesetzt habe“, führt der heute 62-Jährige aus. „Aber ich habe schon früh mit der Schauspielerei angefangen und keine richtige Ausbildung gehabt. Ich habe einfach das getan, von dem ich dachte, dass meine Vorbilder es auch tun würden. Damals versuchte ich, meine eigene Legende zu erschaffen. Ich hatte all die Geschichten über meine Idole gehört, also wollte ich selbst Geschichten schaffen, die man über mich erzählen konnte.“
Welche Idole er genau meine? „Marlon Brando, Montgomery Clift, Cary Grant, Robert De Niro“, so Cage. Alle diese Schauspieler seien völlig in ihren Rollen aufgegangen und hätten immer wieder Grenzen überschritten. Dass einer von ihnen einen Hang zur Freiheitsberaubung gehabt hätte, ist allerdings nicht bekannt.
1989 tat Nicolas Cage für einen seiner kultigsten Filme dann übrigens eine Sache, die selbst er niemals wiederholen würde. Worum es geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Das mache ich nie wieder": Diese unvergessliche Szene bereut Nicolas Cage bis heute