Sci-Fi-Bestseller wird nach 12 (!) Jahren endlich verfilmt – vom Regisseur der letzten fünf "Tribute von Panem"-Filme
von Julius Vietzen
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Francis Lawrence hat die „Tribute von Panem“-Filme „Catching Fire“, „Mockingjay - Teil 1 & 2“, „The Ballad Of Songbirds & Snakes“ und „Sunrise On The Reaping“ inszeniert. Nun soll er auch den Science-Fiction-Bestseller „Red Rising“ verfilmen.

Lionsgate

Ausgelöst von „Harry Potter“ und „Twilight“ waren Young-Adult-Verfilmungen in den frühen 2010er Jahren der letzte Schrei in Hollywood: So gut wie jedes Studio versuchte, sich mit seiner eigenen Fantasy-Romanze oder Science-Fiction-Dystopie ein Stück vom Kuchen zu sichern. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass die allermeisten YA-Verfilmungen an den Kinokassen untergingen und die großen Franchise-Hoffnungen bald begraben werden mussten. Die Ausnahme von der Regel bildet die 2012 gestartete „Tribute von Panem“-Reihe, die auch 14 Jahre später noch läuft. Und das führt uns nun zu „Red Rising“.

Die Verfilmung der gleichnamigen Romanreihe von Pierce Brown wurde bereits kurz nach Erscheinen des ersten Bandes im Jahr 2014 in Angriff genommen. Damals sollte noch der Deutsch-Schweizer Marc Forster („World War Z“) die Regie übernehmen, doch dieser Anlauf verlief ebenso im Sande wie der anschließende Versuch, eine „Red Rising“-Serie zu entwickeln. Nun aber ist das Projekt zurück in der Spur – und zwar dank „Tribute von Panem“-Veteran Francis Lawrence.

"Red Rising" kommt endlich – von "Tribute von Panem"-Regisseur Francis Lawrence

Wie das US-Branchenmagazin The Hollywood Reporter berichtet, soll jetzt Francis Lawrence die Regie bei „Red Rising“ übernehmen, während mit Justin Rhodes auch ein aufstrebender Drehbuchautor gefunden wurde. Rhodes war bisher an der Amazon-Videospiel-Serie „Secret Level“ beteiligt und gehört zu den zahlreichen Autoren von „Terminator: Dark Fate“. Außerdem arbeitete er mit Lawrence an der Netflix-Adaption des Videospiel-Hits „Bioshock“.

„Red Rising“ spielt auf dem Mars, wo in der fernen Zukunft ein farbbasiertes Klassensystem existiert. Darrow gehört zu den Roten, der niedrigsten Kaste, und muss deswegen in einer Mine schuften. Als seine große Liebe stirbt, entdeckt er, dass das Klassensystem auf einer Lüge basiert. Er beschließt, die Oberschicht zu infiltrieren und die Goldenen zu stürzen. Als Vorlage für die Adaption dient das erste Buch der weltweit mehr als sechs Millionen Mal verkauften „Red Rising“-Reihe, das ebenfalls diesen Titel trägt:

Entwickelt wird „Red Rising“ nun bei Paramount, nachdem sich das Studio die Rechte an den Büchern gesichert hat. Amüsante Randnotiz: 2014 war Paramount nicht interessiert, weil man sich mit Marc Forster wegen der turbulenten Entstehung von „World War Z“ überworfen hatte. Aber so kann es in Hollywood gehen – und nach der Übernahme von Warner muss Paramount nun mindestens 30 Filme im Jahr ins Kino bringen. Da kommt „Red Rising“ also gerade recht, zumal Young-Adult-Verfilmungen aktuell eine Renaissance erleben.

Nicht umsonst kommt am 19. November 2026 mit „Die Tribute von Panem - Sunrise On The Reaping“ der bereits sechste Film der Reihe in die deutschen Kinos – und der fünfte Film, bei dem Francis Lawrence Regie geführt hat. Lawrence bringt also schon einige Erfahrung im Genre der dystopischen Zukunftsvisionen mit. Hier ist der Trailer zu „Sunrise On The Reaping“:

Julius Vietzen
Julius Vietzen
-Senior-Redakteur
Julius hat ein Faible für Sci-Fi-Filme wie "Dune" und dystopische Serien wie "Black Mirror". Die unendlichen Weiten des Weltalls haben es ihm dabei ebenso angetan wie düstere Zukunftsvisionen oder Reisen durch Zeit und Raum.
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