Die meisten von uns kennen Alfred Hitchcock eigentlich nur durch seine Filme, in denen er selbst meist einen klitzekleinen Cameo-Auftritt hinlegte. Deutlich näher kann man dem genialen Regisseur und seiner Frau Alma zur Primetime – noch dazu ohne Werbung! – im Free-TV kommen:
„Hitchcock“ läuft am heutigen 29. Oktober 2026 um 20.15 Uhr auf rbb. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober um 1.00 Uhr. Alternativ könnt ihr den FSK-12-Titel aktuell ohne Aufpreis im Rahmen eures Flatrate-Abos bei Disney+* streamen. Wer kein Abo hat und bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann auch auf ein Video-on-Demand ausweichen:
Eine Art Making-of von "Psycho"
Der von „Terminal“-Drehbuchautor Sacha Gervasi als sein Spielfilm-Regiedebüt inszenierte „Hitchcock“ ist eigentlich schon aufgrund seines grandiosen Ensembles interessant genug, um einzuschalten. Der „Fenster zum Hof“- und „Die Vögel“-Macher wird nämlich vom zweifachen Academy-Award-Gewinner Anthony Hopkins („Das Schweigen der Lämmer“, „Der Vater“) verkörpert, während Helen Mirren (Oscar für „Die Queen“) seine Ehefrau gibt. Doch damit nicht genug der großen Namen. Denn dazu kommen unter anderem noch Superstar Scarlett Johansson („Jurassic World: Die Wiedergeburt“), Toni Collette („The Sixth Sense“), Danny Huston („Aviator“), Jessica Biel („The Illusionist“), James D’Arcy („Master & Commander“), Michael Wincott („Strange Days“), Kurtwood Smith („Die wilden Siebziger“), der immer großartige Michael Stuhlbarg („Digger“) und „Karate Kid“-Legende Ralph Macchio.
Noch attraktiver wird das Ganze allerdings durch den Umstand, dass hier keines der typischen, positiven und schmeichelnden Biopics gezeigt wird. Der Titelheld wird vielmehr in all seiner charakterlichen Komplexität dargestellt. Zudem treffen wir ihn nicht als jungen Mann oder gar als Kind, sondern als bereits in die Jahre gekommenen Veteranen hinter der Kamera, der am vielleicht letzten wichtigen Scheideweg seiner bis dahin schillernden Karriere angekommen ist. „Hitchcock“ basiert auf dem Sachbuch „Hitchcock und die Geschichte von ‚Psycho‘“ aus der Feder von Stephen Rebello, das die alles andere als reibungslose Entstehung eines der besten Filme aller Zeiten illustriert.
Sacha Gervasi gelingt es mit Hilfe seines brillanten Hauptdarsteller*innen-Duos, die Story für sein Publikum zu einem kurzweiligen und vor allem amüsanten Vergnügen aufzubereiten. „Hitchcock“ ist zwar längst kein perfekter Film, wie unser Redakteur und Rezensent Björn Becher in der dennoch gute 3,5 von 5 möglichen Sternen vergebenden FILMSTARTS-Kritik analysiert. Einen unterhaltsamen Abend vor dem Bildschirm dürfte er aber nahezu garantieren.
"Hitchcock": Das ist die Story
Alfred Hitchcock (Anthony Hopkins) ist der erfolgreichste Regisseur der Welt. Aktuell steckt der alternde Filmemacher mitten in den Vorbereitungen zu einem Projekt, das sein ultimatives Meisterwerk werden soll: „Psycho“ mit Janet Leigh (Scarlett Johansson), Vera Miles (Jessica Biel) und Anthony Perkins (James D'Arcy). Dabei steht ihm seine Ehefrau und Kreativpartnerin Alma Reville (Helen Mirren) zur Seite. Alma geht längst nicht mit jeder Entscheidung ihres Gatten konform, unterstützt ihn letztlich aber dennoch immer voll.
Hitchcock ist komplett überzeugt von seiner Vision für den Film. Hollywood sieht das aber anders. Sämtliche Studios sind skeptisch in Bezug auf die Erfolgsaussichten der düster/brutalen Geschichte. So findet der Meisterregisseur keinen Produzenten, der die Realisierung des Drehbuchs finanzieren will. Er selbst ist indes dermaßen eingenommen von „Psycho“, dass er bereit ist, sein und Almas Privatvermögen aufs Spiel zu setzen, um den Streifen zu machen …
Eines der größten Meisterwerke Alfred Hitchcocks soll neu verfilmt werden. Um welchen Titel es sich handelt und wie weit das Projekt bereits fortgeschritten ist, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Über 63 (!) Jahre nach dem Original: Horror-Meisterwerk soll vom "Watchmen"-Macher neu aufgelegt werden*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.