Jeder hat diese Redewendung schon mal benutzt, aber kaum jemand weiß, dass sie aus einem mit 3 Oscars ausgezeichneten Meisterwerk stammt
von Michael Bendix
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So mancher Satz, der seinen Ursprung in einem Film hat, ist heute ein fester Bestandteil unseres täglichen Sprachgebrauchs. Dazu zählt ganz sicher auch eine Redewendung, die auf einem oscargekrönten Klassiker beruht!

Es gibt einige Redewendungen und Begriffe, die es von der Leinwand in den Alltag geschafft haben – über einige davon haben wir bereits Artikel geschrieben. So stammt der vor allem im Sport gebräuchliche Satz „Es kann nur einen geben“ aus einem 80er-Jahre-Blockbuster, der zuerst floppte und dann zum absoluten Kultfilm wurde. Dass man aufdringliche Klatschreporter als Paparazzi bezeichnet, liegt an einem Meisterwerk, das längst nicht nur Martin Scorsese verehrt. Und das Wort „Gaslighting“, das eine Form gezielter psychologischer Manipulation meint, hat seinen Ursprung im Titel eines oscarprämierten Thrillers mit Ingrid Bergman …

… die auch in einem 1942 erschienenen Klassiker die weibliche Hauptrolle spielte, der gleich eine ganze Reihe geflügelter Worte hervorgebracht hat: Die Rede ist natürlich von „Casablanca“, in dem sich der zynische Barbesitzer Rick Blaine (Humphrey Bogart) und die verheiratete Ilsa (Bergman) während des Zweiten Weltkriegs im marokkanischen Exil verlieben.

Casablanca
Casablanca
Starttermin 21. Juni 2007 | 1 Std. 42 Min.
Von Michael Curtiz
Mit Humphrey Bogart, Ingrid Bergman, Paul Henreid
Pressekritiken
5,0
User-Wertung
4,4
Filmstarts
5,0
Vorführungen (7)

Selbst wer das mit drei Oscars (darunter Bester Film) ausgezeichnete Melodram von Michael Curtiz nicht gesehen hat, ist mit Sicherheit schon über einige Zitate daraus gestolpert – von „Ich seh dir in die Augen, Kleines“ über „Ich glaube, das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft“ bis hin zu „Spiel's noch einmal, Sam“ (obwohl dieser Satz so im Film überhaupt nicht fällt, sondern ein berühmtes Fehlzitat darstellt).

Und dann ist da noch ein Ausspruch, der ganz besonders tiefe Spuren in unserem Sprachgebrauch hinterlassen hat: In einer der letzten Szenen von „Casablanca“ erschießt Rick den deutschen Major Strasser (Conrad Veidt). Der französische Polizeichef Capitaine Louis Renault (Claude Rains) wird zum Zeugen der Tat, entscheidet sich jedoch, Rick zu schützen – und weist seine Männer an: „Verhaften Sie die üblichen Verdächtigen!“

Bis heute werden all jene zu den „üblichen Verdächtigen“ ernannt, die bei einem bestimmten Vorfall als erste unter Verdacht geraten – sei es, weil sie bereits früher mit ähnlichen Taten oder Dingen in Verbindung gebracht wurden oder schlicht dem dafür typischen Raster entsprechen. Und auch einer der besten Thriller der 1990er-Jahre verdankt seinen Titel der besagten Zeile aus „Casablanca“. Dieser wiederum ist vor allem für seinen Twist berühmt – um den sich der nachfolgende Artikel dreht:

Vor 31 Jahren stellte der finale Twist dieses Thrillers alles zuvor Gesehene völlig auf den Kopf – und zählt bis heute zu den überraschendsten der Filmgeschichte!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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