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    Deutsche Charts: "Rock of Ages" chancenlos, selbst gegen "Hanni & Nanni 2"
    Von Tim Anton — 19.06.2012 um 10:55

    Durch eine insgesamt weitaus geringere Besucherzahl gab es laut Media Control am vergangenen Wochenende wenig Bewegung in den deutschen Kino-Top-10. Gute Nachrichten für die letztwöchigen Spitzenreiter, schlechte Nachrichten für das Musical "Rock of Ages", das enttäuschend auf dem siebten Platz einstieg.

    Unverändert auf dem ersten Platz regiert Charlize Theron als böse Königin in "Snow White & the Huntsman", der modernen Märchen-Adaption unter Regie-Debütant Rupert Sanders. Ganze 143.153 Zuschauer wollten laut Media Control sehen, wie aus dem harmlosen Schneewittchen (Kristen Stewart)  eine Kriegerprinzessin wird. Dies ist zwar ein deutlicher Rückschritt im Vergleich zur vergangenen Woche, was höchstwahrscheinlich der Fußball-EM geschuldet ist, aber für den ersten Platz reicht dieser Wert dennoch. Insgesamt kommt die Fantasy-Action nach drei Wochen mittlerweile auf 1.022.576 Besucher. Weiterhin auf dem zweiten Platz sind die Agenten J (Will Smith) und K (Tommy Lee Jones) aus "Men In Black 3", die ebenso wie die Erstplatzierten über 100.000 Zuschauer weniger ins Kino locken konnten: Mit 131.893 verkauften Tickets am vergangenen Wochenende und 1.729.803 in den bisherigen vier Spielwochen können jedoch auch die Alienjäger überaus zufrieden sein.

    Vom fünften auf den dritten Platz steigt der Tanzfilm "StreetDance 2" auf: Die Invincibles-Crew um Ash (Falk Hentschel) zeigte ihr Können vor einem Publikum mit 46.533 Zuschauern (insgesamt bereits 149.024). Dicht hinter den tanzwütigen Jugendlichen kommt der unterdrückungswütige General Aladeen aus Sacha Baron Cohens Komödie "Der Diktator", dessen Anhängerschaft sich mit 43.649 im Vergleich zur Vorwoche fast um die Hälfte verringert hat. Der verirrte Despot hätte es aber auch deutlich schlechter treffen können, als mit dem vierten Platz. Insgesamt lachten immerhin schon 1.176.362 Zuschauer über seine schrulligen Politik-Ansichten. Die Kehrseite vom "Streetdance 2"-Erfolg bekam die Mädchentruppe aus "Hanni & Nanni 2" zu spüren, die in ihrer fünften Woche mit dem Tanzfilm die Plätze getauscht hat und 40.389 Karten verkaufen konnten (insgesamt bisher 577.896).

    Auf dem sechsten Platz verbleibt das Mutter-Tochter-Gespann aus "LOL" mit 28.124 Zuschauern. Seit der Deutschlandpremiere vor drei Wochen haben Miley Cyrus und Demi Moore stetig Zuschauer verloren, aber konnten immerhin schon 218.516 Leute ins Kino holen. Auf dem siebten Platz findet sich der erste Neueinsteiger der Woche mit dem starbesetztem 80er-Musical "Rock of Ages", das mit 23.318 Zuschauern an diesem Wochenende eher enttäuschte. Ein derartiger Wert hätte in der vergangenen Woche nicht einmal für die Top-10 gereicht. Kurioserweise konnten selbst bekannte Darsteller wie Tom Cruise, der ausgiebig seine Gesangsfähigkeiten trainierte und Alec Baldwin als kultiger Clubbesitzer nichts gegen die Newcomer aus z.B. "StreetDance 2" ausrichten. Angesichts der Gesamtzahl mit Previews von 23.742 scheint die Zeit noch nicht reif für ein Revival der vorvorletzten Dekade.

    Auf Platz acht hat sich Vampir Barnabas Collins (Johnny Depp) festgebissen, denn Tim Burtons "Dark Shadows" - in der bereits sechsten Woche der älteste Top-10-Platzierte - hat mit 22.891 Zuschauern nur unwesentlich weniger Erfolg als "Rock of Ages" gehabt. Zum Glück für das Depp-Burton-Team liegt die Gesamtzuschauerzahl mit 863.076 bereits deutlich höher, als es das Musical wohl je erreichen wird. Auf Platz neun hält sich Jason Statham im Action-Thriller "Safe - Todsicher", welcher diese Position mit erstaunlicher Beständigkeit seit drei Wochen verteidigt. Insgesamt sahen 140.544 Zuschauer die Bemühungen des Actionstars beim Beschützen eines kleinen Mädchens. Der letzte Platz geht an Neueinsteiger Nummer zwei in dieser Woche: Die britische Buddy-Komödie "Die Trauzeugen" mit "Twilight"-Darsteller Xavier Samuel schnitt mit 16.009 Zuschauern am vergangenen Wochenende und 37.353 inklusive Previews auch nicht gerade gut ab, jedoch sind die Abstände zu den Vorgängern relativ gering. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Top-10-Neuzugänge in ihrer zweiten Woche schlagen werden.

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