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    "JOY"-Regisseur David O. Russell kommentiert Jennifer Lawrence‘ Forderung nach Gleichbehandlung
    Von Tobias Mayer — 23.10.2015 um 12:37

    Jennifer Lawrence kritisierte die unterschiedliche Bezahlung in Hollywood, die Erwartung, dass Frauen immer nett sein müssen und kündigte härtere Verhandlungen an. David O. Russell, mit dem sie jüngst an „JOY“ arbeitete, hat das nun kommentiert.

    StudioCanal
    Der Essay „Why Do I Make Less Than My Male Co‑Stars?“, den Jennifer Lawrence für Lena Dunhams feministischen Newsletter schrieb, zeigt weiter Wirkung. Lawrence ging es in ihrem Text nicht allein um die Kritik an ungleicher Bezahlung von Schauspielerinnen und Schauspielern, die sie am Beispiel „American Hustle“ formulierte, sie prangerte auch eine Erwartungshaltung an, der nach Frauen etwa in Gehaltverhandlungen möglichst nett und bequem auftreten sollen und andernfalls als „verwöhnte Gören“ gelten – Lawrence jedoch wolle sich um ihre Außenwirkung künftig keinen Kopf mehr machen. Jessica Chastain und Mia Wasikowska unterstützten Jennifer Lawrence öffentlich, jetzt hat sich auch Regisseur und Drehbuchautor David O. Russell, der Lawrence in „Silver Linings“, „American Hustle“ und dem kommenden „JOY - Alles außer gewöhnlich“ besetzte, zur Meinung seiner Hauptdarstellerin geäußert. Dem Hollywood Reporter sagte er:

    „Ich unterstütze alle meine Schauspieler in allen ihren Meinungen und ich möchte, dass sie alle bekommen, was sie brauchen. Ich glaube, Jennifer sagt genau das, was sie denkt und was ihr wichtig ist. Ich unterstütze sie und alle Frauen dabei. Ich habe Verständnis dafür, was Jennifer sagt und ich glaube, das haben andere Leute im Geschäft auch. Es ist hart, einen Film zu verwirklichen, bei dem viele große Stars mitarbeiten. ‚American Hustle‘ hatte viele große Stars. Wir haben alle dazu beigetragen, dass er verwirklicht werden konnte.“

    David O. Russell weiter: „Ich respektiere es auch, dass Jennifer ihre eigene Stimme findet. Bei Jennifers Figur in ‚JOY‘ geht es genau darum: Um Mündigkeit – zu lernen, was es bedeutet, deine eigene Stimme zu haben und Macht. Das lernt Jennifer gerade.“ Und konsequenterweise hat sich Lawrence deswegen vor Veröffentlichung ihres Essays auch nicht mit ihrem Regisseur O. Russell abgesprochen, wie dieser auf Nachfrage lachend preisgab.

    Neben David O. Russell haben auch andere „American Hustle“-Kollegen kommentiert, was Jennifer Lawrence schrieb. Jeremy Renner und Bradley Cooper unterstützen demnach Lawrence‘ Forderung nach gleicher Bezahlung. Wo aber Renner die Verhandlungen weiterhin Experten wie Agenten, Managern und Anwälten überlassen will (Business Insider UK), kündigte Cooper an, sich in Sachen Gehaltsverhandlung mit Kolleginnen zu verbünden. „Normalerweise redest du nicht über den finanziellen Kram, dafür hast du Leute. Aber weißt du was? Es ist Zeit, das zu tun." (Reuters)

    Jennifer Lawrence, 2015 auf Platz zwei der Forbes-Liste mit den Stars, die am meisten Geld verdienen, ist ab 19. November 2015 im Blockbuster-Finale „Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 2“ zu sehen und ab 31. Dezember in David O. Russells „JOY - Alles außer gewöhnlich“, wo sie als Wischmopp-Erfinderin und Unternehmerin ihren eigenen Weg geht.




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