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    "Friedhof der Kuscheltiere"-Neuverfilmung auf ProSieben: Lohnt sich der Zombie-Horror von Stephen King?
    Von Annemarie Havran — 28.02.2021 um 11:32
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    „Friedhof der Kuscheltiere“ gehört zu den ganz großen Horror-Klassikern von Kult-Autor Stephen King. Die Neuverfilmung feiert am 28. Februar 2021 ihre Free-TV-Premiere auf ProSieben. Wir verraten euch, wie gut der Film wirklich ist.

    Paramount Pictures

    Bei der Qualität von Stephen-King-Verfilmungen geht die Schere sehr weit auseinander: Von großartigen Filmen wie „ES“ („Kapitel 1“ übrigens am Sonntag um 20.15 Uhr auf ProSieben) und „The Green Mile“ (Sonntag, 13.40 Uhr auf VOX – ihr seht schon, es ist großes King-Wochenende im Fernsehen) bis zu Enttäuschungen wie „Der dunkle Turm“ und „Puls“ sind so ziemlich alle Qualitätsstufen vertreten.

    Wo reiht sich da aber die Neuverfilmung des Horror-Bestsellers „Friedhof der Kuscheltiere“ mit Stars wie Jason Clarke und John Lithgow ein, die 2019 im Kino lief?

    Der Zombie-Horror feiert am Sonntag, den 28. Februar 2021 um 23.05 seine Free-TV-Premiere auf ProSieben. Eine Woche später läuft „Friedhof der Kuscheltiere“ dann übrigens noch einmal auf ProSieben – nämlich in der Nacht vom 7. auf den 8. März um 0.30 Uhr.

    Wie gut ist der neue "Friedhof der Kuscheltiere"?

    Die Story: Der Arzt Louis Creed (Jason Clarke) zieht mit seiner Familie von Boston in die Kleinstadt Ludlow. Als die Familienkatze überfahren wird, verrät Nachbar Jud Crandall (John Lithgow) Louis ein Geheimnis: Im Wald gibt es einen alten Indianerfriedhof. Was man dort begräbt, wird wieder „lebendig“ – und tatsächlich kehrt die Katze nach ihrer Beerdigung an besagtem Ort wieder zur Familie zurück. Doch sie ist verändert. Und dann kommt es zu einem weiteren tragischen Unfall, der Louis eine schreckliche Entscheidung fällen lässt…

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    Das ist gelungen: Nachdem „Friedhof der Kuscheltiere“ 1989 schon einmal verfilmt wurde, geben die Regisseure Dennis Widmeyer und Kevin Kölsch der Zombie-Story mit ihrer Neuverfilmung einen frischen Anstrich, der sich sehen lassen kann. Wirkte die Adaption aus den 80ern eher trashig, überzeugt die Neuauflage mit guten Schauwerten und einem talentierten Cast. Wohliges Schaudern kommt bei den zahlreichen Jump Scares und den atmosphärischen Szenen im nebligen Wald ebenfalls auf.

    Das funktioniert weniger gut: Der handwerklich gut gemachten Adaption fehlt es aber leider an der Spannung und vor allem der emotionalen Durchschlagkraft der literarischen Vorlage. Dem Film schadet, dass ihm von Drehbuchautor Jeff Buhler ein anderes Ende als in Stephen Kings Buch verpasst wurde. Das ist ziemlich ärgerlich, denn das neue Ende ist deutlich schwächer und wirkt leider sogar ein wenig lächerlich – ganz anders als im Roman:

    "Friedhof der Kuscheltiere": Darum funktioniert das neue Ende nicht

    Wird die Verfilmung dem Meisterwerk von Stephen King gerecht? Die neue Adaption gehört zwar zu den besseren King-Verfilmungen, im entscheidenden Moment schlägt sie aber einen ganz anderen Weg ein als die Vorlage: Statt, wie so oft bei King, auf psychologischen Horror, auf die tiefen, grausamen, emotionalen Schrecken, die in der menschlichen Seele verankert sind, zu setzen, setzt der Film viel stärker auf Genre-Konventionen, die vielleicht gruseligere Bilder ergeben, aber weitaus weniger tragisch sind.

     

    Einschalten oder nicht?

    Unser Fazit: Ihr könnt trotz der genannten Kritikpunkte dennoch ruhig einschalten. Euch erwartet zwar kein grandioses Horror-Meisterwerk wie zum Beispiel mit dem ersten Teil der „ES“-Neuverfilmung, aber soliden Grusel, der handwerklich gut gemacht ist und mit talentierten Darstellern überzeugt, bekommt ihr allemal geliefert. Vor allem wer das Buch nicht kennt, wird sich wahrscheinlich nicht groß an der tonalen Verschiebung im Vergleich zu Kings Roman stören

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Friedhof der Kuscheltiere"

    "Friedhof der Kuscheltiere"-Prequel in Arbeit

    Übrigens hat Paramount vor wenigen Tagen einen weiteren „Friedhof der Kuscheltiere“-Film für seinen US-Streamingdienst Paramount+ angekündigt. Allerdings soll es diesmal keine direkte Verfilmung des King-Romans werden, sondern ein Prequel bzw. eine Origin Story – es geht also um den Indianerfriedhof, bevor die Familie Creed nach Ludlow gezogen ist. Mehr Informationen sind noch nicht bekannt.

    Der erste "Friedhof der Kuscheltiere"-Film und das Sequel im TV

    In den nächsten Tagen laufen auch die erste „Friedhof der Kuscheltiere“-Adaption von 1989 sowie deren Fortsetzung, „Friedhof der Kuscheltiere II“ (mit „Terminator 2“-Star Edward Furlong) im Fernsehen:

    •  „Friedhof der Kuscheltiere“ (1989): Dienstag, 2. März um 22.25 Uhr auf Kabel 1
    •  „Friedhof der Kuscheltiere II“ (1992): Mittwoch, 3. März um 0.20 Uhr auf Kabel 1

    FILMSTARTS war damals übrigens am Set der „Friedhof der Kuscheltiere“-Neuverfilmung von 2019 zu Besuch. Was Redakteur Björn Becher dort erlebt und erfahren hat, könnt ihr in seinem ausführlichen Set-Bericht nachlesen:

    FILMSTARTS am Set von "Friedhof der Kuscheltiere"

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