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    TV-Warnung: ProSieben zeigt heute eine Sexpuppen-Komödie, die an Peinlichkeit kaum noch zu übertreffen ist
    Von Christoph Petersen — 12.06.2021 um 14:00

    Nach 5 (!) Jahren feiert die Eine-Sexpuppe-wird-lebendig-Komödie „Verrückt nach Fixi“ endlich ihre TV-Premiere – und die Senderverantwortlichen bei ProSieben werden schon wissen, warum sie den Film mitten während der EM zeigen…

    Constantin Film Verleih GmbH

    Für eine deutsche Komödie sind fünf Jahre Abstand zwischen Kinostart und Free-TV-Premiere eine sehr, sehr lange Zeit. Wir haben deshalb zwei mögliche Erklärungen für die verspätete Erstausstrahlung von „Verrückt nach Fixi“ (Samstag, 12. Juni 2021 ab 20.15 Uhr auf ProSieben), dem mit Abstand miesesten Film des Kinojahres 2016 überhaupt:

    •  Nachdem Jan Böhmermann in seiner ZDF-Sendung genau diesen Film vor einigen Wochen als Paradebeispiel dafür verwendet hat, was im deutschen Kino in den letzten Jahren alles schiefläuft, ist einem der ProSieben-Praktis aufgefallen, dass der ja auch noch irgendwo versteckt in der hintersten Ecke des Kellers herumliegt.
    •  Den ProSieben-Senderverantwortlichen sind endgültig keine Ausreden mehr eingefallen, um den Film nicht ausstrahlen zu müssen, weshalb sie ihn nun zumindest am Eröffnungswochenende der Fußball-Europameisterschaft als eh chancenlosen Programmfüller versenken.
    Darum geht’s in "Verrückt nach Fixi"

    Tom (viel zu gutaussehend für die Rolle: Jascha Rust) ist die letzte männliche Jungfrau seines Abi-Jahrgangs. Als ihm die „coolen“ Jungs während der Abifeier als Gag eine Gummipuppe überreichen, will Tom das „Geschenk“ eigentlich nur so schnell wie möglich wieder loswerden.

    Aber als er im Frust gegen einen Arcade-Automaten im Hinterhof einer Eckkneipe pinkelt, erweckt ein Stromschlag das aufblasbare Sexspielzeug plötzlich zum Leben. Der Teenager nennt die wohlgeformte, aber strunzdumme und völlig willenlose Nicht-mehr-aus-Gummi-Puppe nach ihrem Etikett Fixi (Lisa Tomaschewsky)…

    Darum ist das ganz großer Mist

    Die Story selbst ist nicht das Problem – klar wirkt das im ersten Moment wie ein peinlich-pubertierender Teenie-Traum, aber da hätte man schon eine freche und im besten Fall sogar clever-provokante Komödie draus machen können. Aber Fixi hat hier eben nicht nur die üppige Oberweite, sondern auch den kaum messbaren IQ einer Plastikpuppe – sie zwinkert grenzdebil vor sich hin und springt mit jedem in die Kiste, der sie einfach nur nett danach fragt.

    Eine zweite Ebene wird nicht aufgemacht – das soll schon so für sich lustig sein. Vielleicht ist Fixi für so manchen Teenager, der beim Szenenbild in der Fernsehzeitung schwach wird und deshalb heute Abend einschaltet, tatsächlich sowas wie eine erstrebenswerte Bettgespielin. Aber eigentlich sollte so ein Frauenbild nicht erst jetzt im Jahr 2021 passé sein – sondern war auch schon beim Kinostart 2016 megapeinlich.

    Der schlechteste Film 2016

    Das sieht übrigens auch unser Autor Christian Horn so, der den Film damals in der FILMSTARTS-Kritik zu „Verrückt nach Fixi“ mit nur einem von fünf möglichen Sternen bedacht und im Fazit ganz richtig geschrieben hat: „Der verfilmte feuchte Traum eines notgeilen Teenagers mit der wohl fatalsten Frauenfigur des Kinojahres – muss man definitiv nicht sehen.“

    So konnte sich „Verrückt nach Fixi“ dann auch gegen harte Konkurrenz wie „Alvin und die Chipmunks: Road Chip“ und „Ben Hur“ durchsetzen, um am Ende die Krone als schlechtester Film des Kinojahres 2016 zu erringen:

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