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    "Vikings"-Regisseur und "Game Of Thrones"-Star planen epische Serie auf den Spuren von "Braveheart"
    14.09.2021 um 18:15
    Björn Becher
    Björn Becher
    -Mitglied der Chefredaktion
    Ob Lachen mit „Jack & Jill“, Weinen mit „Bambi“ oder Hochspannung in „Heat“. Björn Becher liebt die Kraft des Kinos, ihn zu bewegen.

    Ob mit oder ohne Fantasy-Einschlag, in den vergangenen Jahren sind epische Serien wie „Game Of Thrones“, „Vikings“ und „Barbaren“ extrem populär geworden. Nun soll „The O’Neill“ folgen – laut Ankündigung ein „Braveheart fürs Fernsehen“!

    History Channel

    The O’Neill“ soll die Geschichte von Hugh O’Neill erzählen, der eine führende Rolle bei der Rebellion Irlands und im sogenannten Neunjährigen Krieg zwischen 1594 und 1603 spielte. Denn ihm gelang es, die verschiedenen irischen Clans im Kampf gegen die Krone zu vereinigen.

    Einsetzen soll die Serie aber bereits 1560, wenn der neun Jahre alte Hugh aus Irland gerissen wird, am englischen Hof aufwächst und sich dabei mit der späteren Königin Elizabeth I. anfreundet. Erzählt werden soll vor allem aber, wie der Gedanke nach Unabhängigkeit für seine Heimat in ihm wächst und er sich schließlich als junger Mann entscheiden muss, ob er ein englischer Adeliger oder ein irischer Kriegsherr sein will...

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    Die Verantwortlichen hinter „The O’Neill“ haben dabei nicht nur inhaltlich einen klaren Plan, sondern auch schon eine konkrete Idee, wie sie diese Story umsetzen wollen. Ihre Serie ist von Anfang an auf insgesamt vier Staffeln mit jeweils acht rund einstündigen Episoden ausgelegt. Auf einer Industrie-Messe für neue Serienproduktionen präsentieren sie das Projekt heute, um TV-Sender oder einen Streamingdienst als Partner zu finden. Laut dem Branchenmagazin Variety ist es das größte und ambitionierteste Projekt, welches auf der Messe dieses Jahr vorgestellt wird.

    Macher mit Genre-Erfahrung für "The O’Neill"

    Dass die Chancen für eine Umsetzung als eher gut eingeschätzt wird, hat sicher nicht nur damit zu tun, dass die Serie ganz offiziell als „Braveheart fürs Fernsehen“ gepitcht wird und solche Vergleiche mit einer bekannten Marke bei der Finanzierung gerne helfen. Es hat auch damit zu tun, dass die Macher hinter dem Projekt die nötige Erfahrung mitbringen.

    Die Verantwortung als Autor soll so Tim Loane tragen, der unter anderem „Versailles“ und „Das Boot“ in seiner Vita stehen hat. Als Regisseur ist mit Stephen Saint Leger zudem ein Mann an Bord, der mit „Vikings“ und „Barbaren“ schon ähnliche Stoffe umgesetzt hat. Er soll die wichtige Pilotfolge sowie weitere Episoden inszenieren.

    Und es gibt sogar schon einen Darsteller: Aidan Gillen, vor allem bekannt als Littlefinger / Kleinfinger aus „Game Of Thrones“, ist bereits dabei. Gillen, der selbst Ire ist, spielt aber nicht den Helden, sondern macht das, was er am besten kann: einen Fiesling verkörpern. Als Sir Henry Bagenal spielt er den Marshall der irischen Truppen, die loyal zur englischen Krone stehen, und wird so zum Gegenspieler des Helden - bis sich beide auf dem Schlachtfeld gegenüberstehen.

    HBO
    Aidan Gillen in "Game Of Thrones".

    Wie der als Produzent mit seiner Firma Revolution Media das Projekt verantwortende Jack Armstrong dem Branchenmagazin Variety verriet, existiere bereits das Drehbuch für die Pilotfolge sowie die sogenannte Serienbibel für die erste Staffel, in der alle wichtigen Infos nicht nur zur Story, sondern auch zum Beispiel hinsichtlich des visuellen Stils festgelegt sind, sowie der Handlungsverlauf für jede der drei folgenden Staffeln.

    Er verweist zudem noch darauf, dass die Hauptfigur damals den Status eines Rock-Stars für große Teile Europas gehabt habe und die Serie zudem noch durch sehr viele interessante Frauenfiguren bestechen soll. Da es im gälischen Irland Gleichberechtigung gab, wurden viele Stämme auch von Frauen geführt, sodass man hier viele Charaktere zur Auswahl habe. Er verweist dabei unter anderem auf Grace O’Malley, eine legendäre irische Piratin jener Zeit, die neben O'Neill eine wichtige militärische Gegnerin für die englische Krone war. Die „Piratenkönigin“ ist wie O'Neill heute eine irische Nationalheldin.

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    Daneben verspricht Armstrong auch, dass die Serie nicht nur „groß, ambitioniert und episch“ werde, sondern auch klar auf den realen Ereignissen und Figuren basiere. Er und Autor Loane hätten Monate mit einem Historiker gearbeitet, um alles zu recherchieren. Nun bleibt mit Spannung zu erwarten, ob sie einen Partner für ihr Projekt finden und wir die Serie dann 2022 oder 2023 auf einem TV-Sender oder einem Streamingdienst zu sehen bekommen.

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