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    "Die Ringe der Macht" Staffel 2 kommt: Wann und wie geht es auf Amazon Prime Video weiter?
    14.10.2022 um 20:00
    Julius Vietzen
    Julius Vietzen
    -Redakteur
    Egal, ob "Der Herr der Ringe", "Game Of Thrones" oder "Dune": Julius ist ein großer Fantasy- und Sci-Fi-Fan. Aktuell liest er die "Das Rad der Zeit"-Reihe.

    Selten war die Sache so klar wie bei „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“: Es wird nicht nur eine weitere Staffel geben, sondern noch vier! Aber wann startet „Die Ringe der Macht“ Season 2 bei Prime Video und wie geht es weiter?

    Amazon

    Die ersten drei Ringe der Macht wurden geschmiedet, aber deswegen ist „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ noch lange nicht vorbei: Zwar ist nach acht Folgen nun die erste Staffel abgeschlossen, doch Amazon hat sich direkt für fünf Staffeln verpflichtet und die Arbeiten an Season 2 haben sogar schon begonnen. Doch wann und wie geht es dann auf Amazon Prime Video weiter?

    Wann kommt "Die Ringe der Macht" Staffel 2?

    Fakt ist: Die Dreharbeiten zu „Die Ringe der Macht“ Staffel 2 laufen seit dem 3. Oktober 2022 und zwar dieses Mal nicht (nur) in Neuseeland, wo Staffel 1 gedreht wurde und einst auch die „Der Herr der Ringe“- und „Der Hobbit“-Filme von Peter Jackson entstanden, sondern in Großbritannien. Trotzdem soll zumindest teilweise auch in Neuseeland gedreht werden – vermutlich vor allem Landschaftsaufnahmen, da ansonsten der Bruch zwischen Staffel 1 und Staffel 2 zu groß wäre.

    Vom Beginn der Dreharbeiten auf das Veröffentlichungsdatum zu schließen, ist aber nicht leicht. Staffel 1 wurde über sage und schreibe 18 Monate (!) gedreht, woran aber auch Corona Schuld war. Bei Staffel 2 dürfte es nicht ganz so lange dauern, trotzdem sprachen die Showrunner bereits davon, „mehrere Jahre“ an Season 2 zu arbeiten – hoffentlich meinen sie damit aber nur zwei Jahre.

    Wir tippen also auf einen Veröffentlichungstermin auf Amazon Prime Video im Jahr 2024. 2023 wird aufgrund der aufwändigen Post-Produktion mit Schnitt, Effekten, Musik usw. zu knapp, 2025 wäre aber eine zu lange Zeit zwischen zwei Staffeln. Apropos Staffel: Auch „Die Ringe der Macht“ Staffel 2 wird wieder acht Folgen haben.

    Sauron im Mittelpunkt

    Soviel zum Zeitplan, nun zum Inhaltlichen: In mehreren Interviews nach der Veröffentlichung des Finales von Season 1 haben die Serien-Verantwortlichen betont, dass in Staffel 2 nun Sauron im Mittelpunkt stehen werde, nachdem Halbrand (Charlie Vickers) als der zukünftige Dunkle Herrscher enthüllt wurde.

    „Staffel 2 ist komplett anders, weil sich unser Bösewicht rumtreibt und sein Ding macht“, so Produzentin Lindsey Weber gegenüber Deadline. „Es wird düsterer, intensiver, womöglich ein bisschen gruseliger. Es gibt natürlich auch darin dieselbe tonale Bandbreite wie bisher, denn das ist für uns von großer Bedeutung, damit es sich wie Mittelerde anfühlt, aber sobald Sauron sich offen bewegt und an seinen Plänen arbeitet, wird es ziemlich interessant.“

    Und Showrunner Patrick McKay ergänzt beim Hollywood Reporter: „Sauron kann jetzt einfach Sauron sein. Wie Tony Soprano oder Walter White ist er böse, aber auf eine komplexe Weise. […] Die erste Staffel war wie ‚Batman Begins‘, aber die zweite ist wie ‚The Dark Knight‘, denn Sauron agiert nicht mehr im Geheimen. […] Staffel 2 hat eine sehr kanonische Story. Es gibt womöglich Leute, die sagen werden, dass sie das gerne in Staffel 1 gesehen hätten. In Staffel 2 kriegen sie das dann aber.

    Was für kanonische Pläne das sind? Das wollte auch Halbrand/Sauron-Darsteller Charlie Vickers nicht verraten. Nach Mordor zu gehen, sei der erste Teil dieses Plan, erklärte Vickers gegenüber Variety nur. Aber immerhin dauere es nicht lange, bis Saurons Pläne in Staffel 2 enthüllt werden.

    Ein Blick in die Bücher von J.R.R. Tolkien zeigt, dass Saurons Plan eigentlich nur eines sein kann: die Kontrolle über Mordor an sich zu reißen, wozu er womöglich Adar (Joseph Mawle) besiegen und dessen Orks unterjochen muss, dort seine Festung Barad-dûr zu errichten und schließlich im Schicksalsberg den Einen Ring zu schmieden.

    Noch mehr Ringe der Macht

    Vor dem Einen Ring müssen aber eigentlich erstmal noch die sieben Ringe der Zwerge und die neun Ringe der Menschen geschmiedet und verteilt werden. Bei Tolkien werden diese Ringe von den Elben unter der Anleitung von Sauron geschmiedet und dann von Sauron verteilt (einzige Ausnahme: Celebrimbor überreicht einen der Ringe an Durin III.).

    Das wird in „Die Ringe der Macht“ nun nicht mehr so passieren, schließlich kennen Galadriel (Morfydd Clark) und Elrond (Robert Aramayo) Halbrands Geheimnis und Sauron selbst ist bereits nach Mordor entflohen. Und es deutet nichts darauf hin, dass vor den drei Ringen der Elben (die bei Tolkien übrigens als letztes geschmiedet werden) bereits andere Ringe hergestellt wurden.

    Es ist noch offen, wie die Entstehung der restlichen Machtringe in „Die Ringe der Macht“ gezeigt wird. Schmieden Celebrimbor (Charles Edwards) und die Elben weitere Ringe, die dann in Saurons Hände geraten? Oder stellt Sauron die Ringe einfach selbst her und verteilt sie an die Zwerge und Menschen? Letzteres klingt irgendwie überzeugender.

    Wir vermuten, dass daraufhin in Staffel 2 ein Krieg zwischen den Elben und Sauron ausbricht, in dem es um die drei Elbenringe geht, die Sauron unter seine Kontrolle bringen will. Dafür spricht auch, dass in einem Bericht des Hollywood Reporter von einer großen, über zwei Folgen langen Schlacht die Rede ist. Und dazu würde der Krieg zwischen Elben und Sauron am besten passen, da dieser der Auftakt der großen Konflikte im Zweiten Zeitalter ist. Andererseits wurde die Buch-Reihenfolge in der Serie auch schon gehörig durcheinandergewirbelt, also wer weiß...

    Es geht nach Osten

    Das ist aber natürlich nur ein Handlungsstrang von „Die Ringe der Macht“ Staffel 2, gleichzeitig wird die Serie sich auch von diesen bekannten und für die große Geschichte notwendigen Ereignissen lösen – und mit dem Fremden (Daniel Weyman) und Nori (Markella Kavenagh) in Richtung Osten reisen, wie schon das Finale von Staffel 1 andeutet.

    Und wie Showrunner J.D. Payne gegenüber Deadline erklärt, sei es von Anfang an ein Ziel der Serien-Verantwortlichen gewesen, in „unerforschte und ungesehene Ecken von Tolkiens Karte, einen riesigen und verlockenden Kontinent, den Leser und Zuschauer noch nie besucht haben“ vorzustoßen. Damit kann nur der Osten von Mittelerde gemeint sein, wo unter anderem das in „Die Ringe der Macht“ erwähnte Rhûn liegt.

    Dort dürften der als Zauberer (aber welcher?) enthüllte Fremde und das Harfuß-Mädchen dann mehr über dessen Herkunft und dessen Rolle erfahren. Patrick McKay erklärte dazu: „Er erfährt etwas von den Mystikerinnen, als sie sagen, dass er nicht Sauron ist, sondern der Andere, was impliziert, dass sein Schicksal womöglich irgendwie mit dem von Sauron verknüpft ist.“ Ist er also der direkte Gegenspieler von Sauron auf der Seite der Guten?

    Fehlende Figuren aus dem Finale

    Sauron, die Elben, der Fremde und Nori wären damit abgedeckt – bleiben noch drei andere Handlungsstränge bzw. Figurengruppen aus der ersten Staffel „Die Ringe der Macht“: nämlich die Númenorer, die Südländer und die Zwerge.

    In Númenor dürfte nach dem Tod von König Tar-Palantir (Ken Blackburn) ein wichtiger Wendepunkt erfolgen, nämlich die Machtergreifung von Pharazôn (Trystan Gravelle). In der Buchvorlage wird er zum König, indem er Míriel (Cynthia Addai-Robinson) heiratet – womöglich wurde durch die Blindheit der Königin-Regentin dafür schon der Grundstein gelegt, schließlich könnte ihr das als Schwäche ausgelegt werden.

    Die überlebenden Menschen aus den Südlanden um Bronwyn (Nazanin Boniadi), Theo (Tyroe Muhafidin) und Arondir (Ismael Cruz Cordova) dürften hingegen in das in Folge 7 bereits erwähnte Pelargir ziehen, wo sie auf den verschollenen Isildur (Maxim Baldry) treffen könnten und schließlich die Gründung des Königreichs Gondor vorbereitet wird.

    Die Rolle der Zwerge in Staffel 2 ist bislang noch schwierig einzuschätzen. Wir schätzen aber, dass das letzte Wort im Streit zwischen Durin III. (Peter Mullan) und Durin IV. (Owain Arthur) noch nicht gesprochen ist. Und auch die Freundschaft zwischen Durin und Elrond, in Staffel 1 immerhin so etwas wie ein emotionaler Höhepunkt, dürfte noch weiter ausgebaut werden.

    Neue Figuren

    Mit all diesen Figuren haben die „Die Ringe der Macht“-Verantwortlichen in Staffel 1 bereits die meisten wichtigen Charaktere etabliert, die in den nächsten Staffeln von Bedeutung sein werden. Aber wenigstens ein großer Neuzugang ist bereits angekündigt: Círdan, der Schiffbauer.

    Wie der Name schon sagt, lebt Círdan am Meer (an den Grauen Anfurten, die man auch aus den „Der Herr der Ringe“-Filmen kennt) und hat ein Herz für Schiffe und Seefahrt. Deswegen freundet er sich bei Tolkien auch mit einigen Númenorern an, was durchaus auch in der Serie gezeigt werden könnte. Und er erhält einen der Ringe der Elben: Narya, den Ring des Feuers.

    Gegenüber Deadline erklärte Patrick McKay, dass man bereits einen Darsteller für Círdan gefunden habe und diesen zu einem späteren Zeitpunkt verkünden werde, und betonte noch einmal, dass alle Figuren auftreten könnten, die zur Zeit des Zweiten Zeitalters ein Teil dieser Welt gewesen seien. Dazu gehört auch Galadriels totgeglaubter Ehemann Celeborn, der in Folge 7 bereits erwähnt wurde.

    Wer ist Galadriels Ehemann Celeborn in "Die Ringe der Macht"? Darum hat sie ihn so lange verschwiegen
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