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    Von "Blade Runner" bis "The Man In The High Castle": Die faszinierenden Welten des Philip K. Dick
    Von Christoph Petersen, Carsten Baumgardt — 12.01.2017 um 14:15
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    Spielberg, Scott, Linklater – kaum ein Science-Fiction-Autor hat so viele hochkarätige Filmemacher inspiriert wie Philip K. Dick. Nun startet die zweite Staffel seiner Wenn-die-Nazis-den-Weltkrieg-gewonnen-hätten-Serie „The Man In The High Castle“.

    1. +

    Blade Runner


    Basiert auf dem Roman „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“ aus dem Jahr 1968

    Die Welt:
    Es ist eine düstere Welt, in die kaum ein Lichtstrahl dringt, es permanent zu regnen scheint und die Bewohner mit Dauerwerbebotschaften berieselt werden. Im Los Angeles des Jahres 2019 nutzt die Gesellschaft genetisch hergestellte Menschen, genannt „Replikanten“, um niedere oder gefährliche Aufgaben auf fernen Planeten zu erledigen. Diese von den Menschen optisch nicht zu unterscheidenden Kreaturen, denen es strengstens verboten ist, die Erde zu betreten, haben eigentlich nur eine Lebenszeit von vier Jahren - die sie schließlich jedoch eigenmächtig verlängern und so eine Revolution ausrufen. Der Blade Runner Deckard (Harrison Ford), ein abgebrühter Cop, jagt die abtrünnigen Replikanten und bringt sie zur Strecke…

    Die Kritik: Ridley Scotts zeitloses Meisterwerk „Blade Runner“ ist ein vor allem visuell, aber auch dramaturgisch faszinierendes Zukunftsgemälde, ein Science-Fiction-Western, der um die Frage kreist, was Menschsein letztlich ausmacht – fotografiert in einer düsteren, schmutzigen Welt des Jahres 2019

    Zum Trailer!

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    Philip K. Dick hat ein grandioses Gespür für das Erschaffen neuer Welten – und einige seiner faszinierendsten Schöpfungen stellen wir euch oben in der Bildergalerie vor!

    Die Verfilmungen unterscheiden sich dabei in Sachen Plot oft stark von den Romanen und Kurzgeschichten, auf denen sie basieren – das war schon 1982 bei Ridley Scotts „Blade Runner“ (beruht auf dem Roman „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“ aus dem Jahr 1968) so.

    Aber es sind eben in erster Linie die in seinen Werken erschaffenen Welten, die Filmemacher im besten Fall zu Kultklassikern oder Meisterwerken inspirieren – die vorsorgliche Verbrechensbekämpfung in „Minority Report“, die rauschhafte Drogen-Dystopie in „A Scanner Darkly“ oder eben die verschwimmenden Grenzen zwischen Mensch und Maschine in „Blade Runner“ (dessen Fortsetzung „Blade Runner 2049“ noch dieses Jahr in die Kinos kommt).


    In einem seiner bedeutendsten Romane entwirft Dick allerdings keine Sci-Fi-Fantasie, sondern eine dystopische Alternative zu unserer Realität: „The Man In The High Castle“ (in Deutschland als „Das Orakel vom Berge“ erschienen) spielt im Jahr 1962 – und zwar in einer Welt, in der Hitler und die Achsenmächte den Zweiten Weltkrieg für sich entschieden haben.

    Nach der Kapitulation der USA wurden die Vereinigten Staaten zwischen Deutschland und Japan aufgeteilt.

    So sieht die Karte der USA in "The Man In The High Castle" aus.

    Es ist kein Wunder, dass sich statt eines klassischen Fernsehsenders ausgerechnet Amazon Prime an den Stoff herangewagt hat, denn als Streaming Service muss Amazon (zum Glück!) eben nicht immer nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner abzielen (woran etwa die TV-Serien-Version von „Minority Report“ krachend zerbrochen ist).

    Stattdessen entpuppt sich „The Man In The High Castle“ als konsequent abgründiger Noir-Politthriller – sicher keine ganz einfache Kost, aber dafür unendlich faszinierend!

    Nachdem die zehn Episoden der zweiten Staffel schon seit einiger Zeit im englischen Original verfügbar sind, lassen sie sich seit dieser Woche auch in deutscher Sprache auf Amazon Prime abrufen.



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    Kommentare
    • lukimalle
      Also ich hab "Träumen Androiden...", welcher mittlerweile auch einfach nur noch Blade Runner heißt, gelesen. Vieles anders als im Film, aber beide machen auf ihre Weise Sinn.Unabhängig davon: Philip K. Dick ist einer der ganz großen des Genres.
    • Jimmy V.
      Es ist schon krass wie sehr Dicks Schreiberei die Filmwelt beeinflusst hat. Seine Vorlagen sind grandios. Bei den Umsetzungen hier gefallen mir "Blade Runner" (natürlich!) sowie "Der Plan" am besten. Die anderen sind natürlich auch klasse, aber diese beiden wären meine Favoriten.
    • Der Eine vom Dorf
      Ist "The Man in the High Castle" zu empfehlen?
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