Mein FILMSTARTS
    Alita: Battle Angel
    Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
    3,5
    gut
    Alita: Battle Angel

    Ein Killer-Cyborg mit dem Herz am rechten Fleck

    Von FILMSTARTS FILMSTARTS
    Es war ein langer, steiniger Weg, bis „Alita: Battle Angel“ nun tatsächlich in die Kinos kommt. Obwohl sich James Cameron („Terminator“, „Titanic“) die dazugehörige Internetadresse bereits im Jahr 2000 sicherte, dauerte es anschließend noch einmal fast 20 Jahre, bis die Adaption des japanischen Cyberpunk-Comics nun über die weltweiten Leinwände flimmert – allerdings nicht mit Cameron, sondern stattdessen mit Robert Rodriguez als Regisseur. An einer Stelle des Films sagt jemand zum titelgebenden Cyborg-Mädchen Alita: „Du darfst deinen Traum niemals aus den Augen verlieren!“ Und offenbar hat diesen Ratschlag auch Cameron beherzigt, der sich jahrelang beharrlich weigerte, das lange vor sich hergeschobene Herzensprojekt abzugeben. Aber mit gleich vier „Avatar“-Sequels vor der Brust, die noch viele Jahre seiner Karriere verschlingen werden, musste schließlich selbst ein James Cameron einsehen, dass das sobald nichts mehr wird.

    Stattdessen wandte sich Cameron an seinen Kollegen Rodriguez, um sich seinen Traum von einem „Alita“-Kinofilm doch noch zu erfüllen – und sei es mit einem anderen Regisseur am Steuer, während er selbst sich mit der Rolle als Co-Drehbuchautor und Produzent begnügte. Der vor allem für raue Genre-Filme von „Desperado“ über „From Dusk Till Dawn“ bis „Machete“ bekannte Rodriguez erweist sich dabei als durchaus würdiger Vertreter. Trotz einer FSK-12-Freigabe geht es in „Alita: Battle Angel“ dreckig zur Sache und die Spezialeffekte sind oft famos, selbst wenn gerade die bewusst künstliche Animation der Protagonistin das Publikum mit Sicherheit spalten wird. Am Ende wird der Science-Fiction-Actioner mit einem kolportierten Budget zwischen 150 und 200 Millionen Dollar aber genau wie seine Titelheldin vor allem durch eine große Extraportion Herz angetrieben.

    In ferner Zukunft rostet die Stadt Iron City unter der prächtigen Himmelsstadt Zalem vor sich hin. Als Dr. Dyson Ido (Christoph Waltz) hier eines Tages den Kopf eines weiblichen Cyborgs findet, beschließt der Tüftler, ihm neues Leben einzuhauchen. Einmal neu zusammengebaut, soll seine Schöpfung, der er den Namen Alita (Rosa Salazar) gibt, für immer rein und unschuldig bleiben. Diese Rechnung macht der Robo-Doktor jedoch ohne seine frischgebastelte Ziehtochter. Denn die will nicht nur herausfinden, wer sie früher mal war, sondern vor allem, wer sie jetzt sein will. Gemeinsam mit ihrem Schwarm Hugo (Keean Johnson) macht sie sich auf, die große, weite Welt außerhalb von Dr. Idos sicherem Unterschlupf zu erkunden. Doch sie ahnt gar nicht, welche große Gefahr dort draußen auf sie wartet. Denn die fiesen Machthaber der Stadt haben bereits ihre Kopfgeldjäger, die sogenannten Hunter Warrior, auf sie angesetzt. Alita besitzt nämlich etwas von unschätzbarem Wert, das sie unbedingt in ihren Besitz bringen wollen…


    Als Ende 2017 der erste Trailer von „Alita: Battle Angel“ veröffentlicht wurde, gab es anschließend vor allem ein Gesprächsthema: die großen Augen der Titelheldin! Die zum Teilen sehr harschen Reaktionen führten schließlich sogar dazu, dass Robert Rodriguez sich zu einer Mitteilung veranlasst sah, dass James Cameron und er unbedingt die Manga-Augen der Vorlage beibehalten und diese in eine ansonsten real wirkende Umgebung überführen wollten. Auch im finalen Film ist es zumindest zu Beginn noch gewöhnungsbedürftig, dass sich die Filmemacher eben mal nicht an den Sehgewohnheiten des Großteils ihres Publikums orientierten, sondern ihren eigenen Weg gehen. Rodriguez stellt wie schon bei „Sin City“ auch diesmal wieder das Ziel einer visuell möglichst vorlagengetreuen Adaption über alles – und das zahlt sich nicht nur für Fans des Ursprungs-Mangas aus.

    Denn schon allein durch die großen Augen sieht Alita eben nicht aus wie das nette Mädchen von nebenan. Das ist nur konsequent (schließlich ist Alita nicht mal ein Mensch) und wirft den Zuschauer erst mal mit Schmackes aus seiner Komfortzone. Trotzdem sorgen Rodriguez, Cameron und ihre Co-Autorin Laeta Kalogridis („Shutter Island“) anschließend schnell dafür, dass man die Protagonistin als Zuschauer trotzdem ins Herz schließt: Wir entdecken mit ihr gemeinsam die Welt, wie sie sich an ihrer ersten Partie Motorball versucht oder mit einer Orange ihre Geschmacksrezeptoren auf die Probe stellt. Alitas kindlich-naiver Entdeckergeist im Zusammenspiel mit ihrem stets ein wenig verschmitzten Lächeln ist mitreißend. Das lässt sie obendrein übrigens menschlicher als die meisten ihrer Mitmenschen (und Mit-Cyborgs) erscheinen.

    Die Macher lassen uns die dystopische Sci-Fi-Welt aus Alitas (unschuldiger) Perspektive wahrnehmen – und da gehören dann auch schon mal ein paar ziemlich schmalzige Momente dazu, schließlich ist Alita ein Teenager und verhält sich auch wie einer. Da ist der erste Kuss eben etwas ganz Besonderes, Killer-Cyborg hin oder her. Alita ist der emotionale Anker in einer wilden, visuell überbordenden Welt, aus der neben einem souveränen Christoph Waltz („Django Unchained“) als Erbauer vor allem die Gegenspieler Vector und Chiren herausstechen: Während der hier saucoole Oscarpreisträger Mahershala Ali („Moonlight“) glatt das „Matrix“-Erbe von Laurence Fishburne antreten könnte, gibt Jennifer Connelly („Requiem For A Dream“) eine ebenso vielschichtige wie verführerische Antagonistin.

    Gerade nach der bahnbrechenden Gestaltung von Pandora waren natürlich alle gespannt, was für eine Welt James Cameron diesmal erschaffen würde: Während Alita anfangs noch vermutet, dass es „Magie“ sein müsse, die die Himmelsstadt schweben lässt, findet sie schon bald heraus, dass in Wahrheit noch etwas viel Mächtigeres dahintersteckt, nämlich Technologie. Damit sind Iron City und Zalem automatisch sowas wie eine Metapher für den Film selbst, der ja schließlich auch zu einem großen Teil aus dem Computer stammt. Derart bahnbrechend, dass man hinter dem CGI-Spektakel von „Alita“ direkt Zauberei vermuten würde, sind die Effekte zwar nicht, mit Hilfe der einst für „Avatar“ entwickelten Technik lässt Rodriguez aber dennoch eine faszinierende Welt voller visueller Raffinesse entstehen. Wobei es immer wieder auch Widerhaken gibt, weil die Welt von „Alita“ eben nicht unsere reale Welt imitiert, sondern sich als ein ganz eigens Universum mit eigenen Regeln erweist. Das ist reizvoll – kann einen zugleich aber auch so sehr reizen, dass man zwischenzeitig aus dem Film gerissen wird.

    Gerade wenn in den Actionsequenzen auf der Leinwand besonders viel passiert, entwickelt sich das weitestgehend am Computer entworfene Szenario fast schon zu einem Animationsfilm. Mit ihren Wechseln zwischen pfeilschnellen Bewegungen und eingestreuten Superzeitlupen sind die Verfolgungsjagden und Roboter-Fights aber dennoch spektakulär – und das liegt nicht nur an dem für einen FSK-12-Film überraschendem Maß an Brutalität (es sind nicht nur Cyborgs, die hier auf jede erdenkliche Art und Weise zerstückelt und zermalmt werden). Vielmehr hat der Stunt-Experte Steve Brown („Deadpool 2“) die Sequenzen derart überzeugend choreografiert, dass sie selbst dann noch funktionieren, wenn Rodriguez mit den Effekten mal wieder übertreibt.

    Am stärksten ist „Alita: Battle Angel“ aber überraschenderweise in seinen ruhigeren, emotionaleren Momenten. Wenn die Titelheldin ihren neuen Körper erforscht oder soziale Gepflogenheiten studiert, sind die computergenerierten Bilder einfach nur umwerfend. Und hier kommen auch wieder ihre großen Augen ins Spiel. Denn es ist nicht nur die sensationell aussehende Hauttextur, sondern der je nach Situation wechselnde Ausdruck in eben diesen riesigen Augen, der visuell den bleibendsten Eindruck hinterlässt. Und in diesen Momenten fällt es leicht, die Computertechnik dahinter zu vergessen und in der unschuldig-gutmütigen Alita vielleicht doch einen Funken Magie zu erkennen.

    Fazit: Das Effektgewitter in „Alita: Battle Angel“ ist – wie auch der Körper des Kriegerengels – letztendlich nur eine Hülle. Stattdessen kommt es vielmehr darauf an, das Herz am rechten Fleck zu haben — und das hat die Manga-Verfilmung ebenso wie ihre Titelheldin.

    Eine Filmkritik von Daniel Fabian
    Möchtest Du weitere Kritiken ansehen?
    • Die neuesten FILMSTARTS-Kritiken
    • Die besten Filme aller Zeiten: Usermeinung
    • Die besten Filme aller Zeiten: Pressemeinung

    Kommentare

    • Hyang
      Ich habe den Film jetzt schon 9mal (!) gesehen (Avatar etwas öfter, lief aber auch länger in den Kinos), und jedes Mal auf´s neue bin ich fasziniert von der Detailtreue, der hochprofessionellen CGI und letzlich der Botschaft, die der Film rüberbringt und über die in allen Foren eigentlich niemand spricht: Der Sieg des Guten über das Böse! So trivial das klingt, aber leider entspricht dies weniger der Realität als der Rest des Films. Cyborgs (oder cyborgähnliche Gebilde) gibt es im medizinischen Sinne schon heute (Cochlea-Implantat, Neuro-Prothetik etc.), KI/AI ist mittlerweile Tagesthema und Liebe ist ohnehin des strapazier- und leidensfähigste Gefühlsmoment unseres Seins und das wird immer so blleiben. Also alles hat eine gewisse Glaubwürdigkeit und wird mehr oder weniger die Zukunft der Menschheit ausmachen. Die großen Augen? Die passen perfekt zum makellos schönen Gesicht von Alita, auch wenn Sie manchem Kinogänger surreal erschienen! Rosa Salazar´s Mimik und Gefühl kommen so echt rüber, daß man tatsächlich Realität und CGI nicht mehr unterscheiden kann (bis auf wenige kleine Ausnahmen).Und worüber hier im Forum auch niemand spricht: Im Gegensatz zur engl. Originalversion wurden wir in der deutschen Fassung mit einer liebevollen, gefühlsechten und hochemotionalen Synchronisation beglückt, die alleine schon den Film anschauen wert wäre! Magdalena Höfer hat hervorragende Arbeit geleistet und durch Ihre bezaubernde Stimme die Einmaligkeit des Charakters Alita gekrönt. Dieser Film ist für mein Dafürhalten nach Avatar der beste 3D-Film, den ich mir je reingezogen habe. Sehr schade, daß Alita hier in Europa(!) nicht oder nicht mehr im IMAX läuft und Kanada ist mir doch etwas zu weit weg und dann nur auf Französisch...;)Also Leute, gebt dem Film eine Chance auf Teil 2, wäre ein Herzenswunsch...
    • Martin Bals
      Ich habe nur die ersten 15 Min des Animes gesehen, konnte aber bereits 2 Szenen im Film wiedererkennen. Zum Film selbst. storytechnisch etwas dünn und hölzern, aber insgesamt sehr unterhaltsam, mit einer sehr sympatischen Heldin (was tatsächlich eher selten ist - siehe z.B. Star Wars ;-)) und somit empfehlenswert.
    • Dr. Abdul Nachtigaller
      Kenne die Vorlage (noch) nicht. Hat mich sehr gut unterhalten. Super inszenierte und knackige Action. In sich kohärente Titelfigur. Rührend, konsequent und nie langweilig oder langatmig. Einziger Makel, die männlichen Jungschauspieler, leider durch die Bank weg peinlich. Tut aber dem Genuss des Streifens wenig zur Sache! Seit langem endlich mal wieder nicht mega enttäuscht aus dem Kino gekommen. Würde mich sehr freuen sollte die Geschichte weitergeführt werden. Aber dann bitte nicht wieder den Fehler machen und auf Kryptonit zurückgreifen!
    • Franky B.
      Ich hätte nicht gedacht dass mir Avatar mal gefallen wird (mochte ich nur bedingt)..... Alita wird als Avatar ablöser betitelt und ich denke dass es das nicht tut, denn der Film war sehr enttäuschend. Ich kenne den Comic/Anime und es war nicht mal ansatzweise nah dran, selbst Inhaltliche Umsetzung ein totaler Fehler.... also für jemanden der auf Langatmige Langweilige Dialoge steht ist es was aber für mich leider ne Katastrophe... war noch nie so enttäuscht. :(Die Schauspieler. Christoph Waltz vorne weg waren auch nicht so einprägend in Ihren Rollen... leider.Christoph war in Django Unchained wesentlich Überzeugender und Rosa in Maze-runner Attraktiver und glaubwürdiger.Robert Rodriguez sollte lieber wieder mit Quentin zusammen arbeiten und filme wie Sin City usw machen denn diese waren gut. Aber bei diesem Großprojekt war die Erzähl weise leider nicht überzeugend aus meiner Sicht.Aber für einfaches berieseln reicht es alle mal.Ich freu mich komischer Weise nun auf Avatar 2 ^^.Bis dahin schön weiter schaun ...
    • Gecko63
      Ich habe den Film gestern gesehen und gebe ihm vier Sterne.Ich fühlte mich bestens unterhalten. Die Schauwerte sind grandios, die Darstellerin ist sehr sympatisch, die Action klasse und daher habe ich gegen eine Fortsetzung nichts einzuwenden :)Ich bin aber auch ein riesiger Avatar Fan und trotz Alitas besserer (10 Jahre jüngerer) Tricktechnik reicht er an Avatar nicht ganz heran.Mir ist die recht simple Handlung (beider Filme) sehr wohl bewusst, sie stört mich einfach nicht, da mir wichtiger ist, dass eine Geschichte GUT erzählt wird, ob nun Pokahontas im Weltraum oder eben Alita. Avatar hat mich tatsächlich einfach noch mehr mitgenommen auf seine Reise und ist im Übrigen nach wie vor der EINZIGE Film überhaupt, der mir in der 3D Version besser gefällt! (Das war mir jetzt mal ein Ausrufezeichen wert)Aber zurück zu Alita:Ich kenne die Mangavorlage nicht und kann den Film dahingehend nicht bewerten, fand das ganze Setting aber verdammt gut umgesetzt.Den fünften Stern vergebe ich aus folgenden Gründen nicht:Alita selbst - ist ohne Frage toll gemacht, aber bei mir hat trotzdem der uncanny Valley Effekt zugeschlagen. Die Augen fand ich dabei sogar klasse aber das Gesicht war -glaube ich- das Einzige im Film, das wirklich komplett aus dem Computer kam. Zumindest hatte ich bei den meisten anderen Cyborgs den Eindruck, dass dort echte Gesichter von Schauspielern einmontiert wurden. Im direkten Vergleich dazu empfand ich manchmal Alitas Gesicht eben doch als unnatürlich. Vor allem der Oberkopfgeldjäger mit dem Schwert wirke auf mich echter als Alita selbst.Die Musik- Wie von einem Mitforisten auch schon geschrieben- empfand ich die orchestrale Dramatik oft mit dem Holzhammer verabreicht.Wenn ich hier nochmal Avatar bemühen darf... da habe ich den Soundtrack sogar jetzt wo ich drüber schreibe direkt wieder im Ohr.Das war es aber auch schon. Ich habe den Film mit Sicherheit nicht das letzte Mal gesehen.
    • LasKG
      Meiner Meinung ist Alita genau das, was Ghost in the Shell hätte sein sollen. In allen Belangen besser...
    • LasKG
      Hoffentlich ist der Film erfolgreich genug, dass eine Fortsetzung kommt.
    • Marius Tahira
      Zum Film als Manga-Adaption: Ich bin begeisterter Fan der ursprünglichen Manga-Reihe und war angesichts der erneuten Hollywood-Adaption eines Manga-Klassikers anfangs überaus skeptisch. Doch „Alita: Battle Angel“ hat mich positiv überrascht! Meiner Meinung nach ist „Alita“ eine der seltenen Realfilm-Adaptionen eines Mangas, die tatsächlich so etwas wie Respekt vor dem Original erkennen lässt. Während ein „Ghost in the Shell“ zwar das Design der Vorlage übernimmt, aber die inhaltliche Essenz der Vorlage komplett ins Gegenteil kehrt, und ein „Deathnote“ geradezu auf das Original spuckt, hat man sich bei „Alita: Battle Angel“ nicht nur hinsichtlich der Optik, sondern eben auch erkennbar hinsichtlich der Handlungsstruktur am Original orientiert. Die Handlung (Minispoiler für alle Manga-Leser) entspricht grob der der ersten drei Manga-Bände und wurde geringfügig um Handlungsstränge und Figuren aus dem Anime ergänzt.Zum Film an sich: Mir hat der Film sehr viel Spaß gemacht. Er ist jetzt kein super tiefsinniger Überfilm, aber er ist ein unterhaltsamer Actionfilm, mit absolut beeindruckenden Schauwerten, grandios choreographierten Actionsequenzen und einer Heldin, der man bei aller teenagerartigen Verliebtheit und Liebenswürdigkeit im Laufe des Films noch ausreichend Entschlossenheit, Trotz und erbarmungslosen Kampfeswillen zugesteht, dass sie sich angenehm von allzu glattgespülten Actionheldinnen abhebt (überhaupt ist der Film trotz FSK12, wie in der Filmstarts-Kritik angesprochen, überraschend rau).Es handelt sich aber keineswegs um einen Arthouse-Film und trotz des düsteren Settings, das das Potenzial dafür böte, darf man auch keine systemkritische Dystopie erwarten. Auf der anderen Seite ist „Alita: Battle Angel“ aber auch bei weitem nicht so gehirnbeleidigend wie viele Fortsetzungs-Actioner, die ansonsten das Genre bestimmen. Wer sich irgendwo zwischen den genannten Extremen verorten kann, der könnte auch „Alita“ sehr mögen.Ein paar Schwächen hat der Film meiner Ansicht nach aber: Gelegentlich wirkt es so, als ob die Macher ihrer eigenen Inszenierung so wenig trauen, dass einen die Musik unüberhörbar penetrant darauf hinweist, was man jetzt zu fühlen hat. Besonders in den intimen zwischenmenschlichen Momenten hätte man das Orchester ruhig zurückschrauben können, um den Zuschauer selbst entscheiden zu lassen, was er davon hält. Und statt die ersten drei Manga-Bände als abgeschlossene Geschichte zu erzählen und die damit verbundenen Antagonisten schärfer zu skizzieren, hat man offenbar die Fortsetzung bereits mitgedacht, sodass einige Schurken leider etwas blass bleiben und stattdessen auf künftige Konflikte hingedeutet wird. Aber allein, damit sich das nicht als Bumerang erweist, wünsch ich dem Film finanziellen Erfolg, denn wie gesagt: Unterhaltsam fand ich ihn allemal! ;)
    • nicmare
      Gestern gesehen. Ich selbst SyFy-Fan von daher fand ich den Film klasse. Die großen Augen waren den ganzen Film über befremdlich aber letztendlich waren sie das Markenzeichen vom Film – hat ihn einzigartig gemacht. Der Film war durchweg unterhaltsam. Hier und da merkwürdige Schnitte bzw. Sprünge. Die finale Jagt nach dem große, bösen Cyborg (Name vergessen) war auf einmal kein Thema mehr?! Und wie kam denn die Mutti aus dem Nichts in die Kirche?! Naja… Fortsetzung war mir sehr früh klar. Freu ich mich drauf.
    • Urbiwahn
      Hi, der Film ist ein guter Popcorn-Großleinwandfilm, die Trailer (INet etc.) haben nicht nur die besten Szenen gezeigt wie oft üblich und er ist mal eine gute Alternative zum ganzen Marvel und DC Universum. Ich habe den Film (Berlin) gerade angesehen.Ein Minus habe ich, wieso hat er ...SPOILER...!!!.ein offenes Ende? Man erfährt wer sie gebaut hat, wofür und alles andere, inkl. ihrem Ziel. Es gibt einige Filme da macht es echt Sinn aber hier sehe ich persönlich keinen. Ich habe echt gehofft/erwartet, dass sie nach Salem geht und da klarschifft macht. Egal ob sie letztlich überlebt oder nicht. Den Film fand ich bis zur Schlußszene echt cool und dann kommt..., rausgegangen bin ich mit einem...Mhhh-Gefühl, Fortsetzung?! das war echt schade.Alles in Allem aber ein gelungener Film und weiterzuempfehlen, würde dem Film aber vier Sterne gegen. Das mit den großen Augen kommt scheinbar immer mehr in Mode :) passt aber eindeutig, wie in Avatar, in Neytiri seinerzeit verguckt hab.Da Alita hier tatsächlich Maincharakter ist, glänzen die Nebencharaktere wie Christoph Waltz oder Jennifer Connelly nicht so wie in anderen Filmen, spielen dafür aber gut genug.Für diejenigen die sich selbst ein Bild machen wollen und ihn gucken viel Spaß.P.S. In Berlin (meinem Kino) gab es sogar beim Saalausgang (Multiplex-Kino) eine Umfrage auf einem Tablet zu diesen Film, die jeder Film-Besucher ausfüllen konnte.
    • elewin anwar
      3,5 Sterne bei Filmstarts übersetze ich immer mit: unterhaltsamer Film ohne riesige Ansprüche und genau das trifft es hier. Der Film macht Spaß. Christoph Waltz ist souverän, die Rolle gibt aber nicht genug her um richtig zu glänzen. Die Story ist gut aber nicht sensationell und die Effekte wirklich grandios. Gutes Popcorn-Kino :)
    • Chief Thunder
      Ich versteh´s nicht. Daniel Fabian lobt den Film in hohen Tönen. Wie kommt dann die 3,5 Sterne-Wertung zustande??
    • Sascha Herrmann
      Ich weiss nicht aber mit diesen ganzen 3,5 Sterne Bewertungen kann ich irgendwie nicht so recht was anfangen. Das ist so nichtsagen irgendwie:-(
    • Filmfan
      Klar kommen die vor. Man muss nur richtig hinschauen ;)
    • Gravur51
      Schade, habe mir im battle angel schon ein paar trollle erhofft:(
    • George Taylor
      Blockbuster mit potentiellem Blockbuster verglichen. Trolle kommen aber in beiden Filmen nicht vor.
    • George Taylor
      Indac Screening in Berlin am 29.1.
    • Filmfan
      Den IW? ;)
    • Filmfan
      Und was genau hat jetzt der IW hier zu suchen?Genau!Hauptsache trollen!
    • Filmfan
      Komfort Zone ist gut.Was allerdings an dem aufgeblähten Märchen Pandora bahnbrechend war weis ich nicht. Alita: Battle Angel bin ich gespannt. Wenn der nur halb so gut ist wie die geniale Manga Verfilmung Ghost in the Shell mit Scarlett Johansson bin ich zufrieden. Visuelle Effekte und Action und ne vernünftige Story erwarte ich.
    Kommentare anzeigen
    Back to Top