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"Deadpool", "Findet Dorie" und Co: Diese Blockbuster aus 2016 schadeten der LGTB-Gemeinschaft am meisten
Von Lea Harbich — 26.05.2017 um 20:45
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Die „Gay & Lesbian Alliance Against Defamation“ (kurz GLAAD) nominierte die LGTB-feindlichsten Blockbuster von 2016. Von „Deadpool“ bis „Zoomania“ - das Ergebnis dürfte einige Fans überraschen.

Die amerikanische Non-Profit-Organisation GLAAD setzt sich seit vielen Jahren für die Rechte von homo-, bi-, und transsexuellen Menschen ein. Einem selbst veröffentlichtem Index zufolge nahm sich die Gemeinschaft nun den Hollywood-Blockbustern von 2016 an. In einer Studie wurden die LGTB-schädlichsten Filme zusammengestellt. Unter den Ergebnissen lassen sich neben den Comicverfilmungen „Deadpool“, „Suicide Squad“ und „Batman V Superman“ auch viele Animationsabenteuer wie „Sausage Party“, „Findet Dorie“ und „Zoomania“ finden. Ein Resultat, das einige Kinofans überraschen dürfte, inwiefern soll Ryan Reynolds im roten Strampelanzug denn schon der der Schwulenbewegung geschadet haben?

Die GLAAD kritisiert bei Werken wie dem Superhelden-Abenteuer, dass zwar LGTB-Tendenzen angerissen, aber meist nur sehr bruchstückhaft dargestellt oder bewusst durch den Kakao gezogen, wie etwa im Falle der Dildo-Penetration in „Deadpool“ oder im Hinblick auf das scheinbar lesbische Pärchen in „Findet Dorie“. Die Argumentation geht davon aus, dass eine unkonkrete und nebensächliche Darstellung von LGTB-Figuren die gesellschaftliche Unsichtbarkeit echter homo- und transsexueller Menschen fördert. Auch in „Zoomania“ könne ein gleichgeschlechtliches Paar lediglich im Hintergrund vermutet werden, es werde aber nicht als Teil der Story präsentiert. Teilweise werden LGTB-Tendenzen auch komplett ignoriert, wie es die GLAAD am Beispiel von Harley Quinn in „Suicide Squad“ aufzeigt. In der Comicvorlage ist die Clowndame nämlich bekannt dafür, öfter zwischen Joker und Poison Ivy zu schwanken, was ihre romantischen Interessen anbelangt – ein Umstand, der im Film hauptsächlich auf die Liebe zum männlichen Bösewicht heruntergebrochen wurde.

Natürlich verhandelt die Studie auch offensichtliche Stereotypen und Parodien, wie etwa Benedict Cumberbatchs Auftritt in „Zoolander 2“ oder Channing Tatum im Coen-Brüder-Streich „Hail, Caesar!“. Hinzu kommt, dass von 125 untersuchten Filmen nur 23 überhaupt LGTB-Figuren enthielten (via The Hollywood Reporter). In dieser Übersicht von The Wrap können die dreizehn LGTB-feindlichsten Filme samt Begründungen von GLAAD nachgelesen werden.

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Kommentare
  • Bruce W.
    Und wozu ist die Studie jetzt gut? Hollywood wird sowieso nichts an ihren Darstellungen ändern.
  • Deliah C. Darhk
    Bei allem Verständnis, man kann es auch übertreiben!Poison Ivy tritt erst in Gotham Sirens auf. HQs Erkenntnis, sich auch zu Frauen hingezogen zu fühlen kann also durchaus dramaturgischer Teil des Films werden und macht in SSQ noch gar keinen Sinn, zumal sie da nicht Männer liebt, sondern EINEN Mann.Deadpool ist gegenüber allen, allem und jedem spöttisch und respektlos. Die besagte Dildo-Szene passt sich nahtlos in dieses Muster ein. Inwiefern es schädlich sein soll, wie alle anderen behandelt zu werden erschliesst sich mir nicht.Ähnlich dürfte es sich mit Sausage Party verhalten.Der Film ist so dermassen sexualisiert und mitunter durchaus auch latent frauenfeindlich, dass man ihn gar nicht all zu Ernst nehmen kann, und auch, wenn die weiblichen Brötchen wie Jungfrauenopfer für die notgailen Würstchen dargestellt werden, hatte ich im Kino grosse Probleme, mich vor lachen nicht zu bepinkeln.Manchmal ist ein Spass nur ein Spass und kein politisches Statement.
  • WhiteNightFalcon
    Und in China fiel heute nen Sack Reis um.....
  • FAm Dusk Till Dawn
    Gott, ist das peinlich ...
  • Deliah C. Darhk
    "Da wird zum Beispiel Sex ohne Kondom oder im betrunkenen Zustand pauschal als Vergewaltigung bezeichnet."Demnach steht jede Frau, die geschwängert werden will also darauf, vergewaltigt zu werden?!?Da fällt mir der Nuhr ein: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Frsse halte.n"Ganz zu schweigen von der für die Opfer erniedrigenden Verharmlosung einer echten auf Unfreiwilligkeit und Gewalt basierenden Vergewaltigung...
  • Sentenza93
    Wo ist die nächste Wand zum Kopfschlagen? :D
  • TresChic
    Die sollen dann wenigstens konsequent sein: Sausage Party passt nicht in die Liste, da alle in Einverständnis miteinander gepoppt haben und einige noch dazu offen zu ihrer Homosexualität gestanden haben. Da wurde nichts im Verborgenen gehalten wie in Dorie.
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