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Von der Pressekonferenz zu "Justice League": Ein neuer Batman und ein Running-Gag über Superman
Von Björn Becher — 05.11.2017 um 06:21
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Rund zwei Wochen vor dem Start von „Justice League“ stellten sich die Stars in London schon einmal den Fragen internationaler Filmjournalisten. Als einziges deutsches Medium war auch FILMSTARTS für euch vor Ort.

Warner Bros.

Die Produzenten Charles Roven und Deborah Snyder, die Darsteller Ben Affleck (Batman), Gal Gadot (Wonder Woman), Ezra Miller (The Flash), Jason Momoa (Aquaman) und Ray Fisher (Cyborg) stellten sich am 4. November 2017 in London den Fragen einiger ausgewählter Journalisten zu „Justice League“. Zu ihnen gesellte sich noch Henry Cavill (Superman), der aber wiederholt darauf hinwies, dass er nur als Gast hier ist. Schließlich sei er ja nicht Teil des Films, denn wie wir doch alle wissen, stirbt seine Figur am Ende von „Batman V Superman“. Ob Cavills Aussage stimmt, dürfen wir euch aktuell noch nicht verraten, was die Stars beim Event aber über den DC-Blockbuster erzählten, ist dagegen kein Geheimnis.

Ein anderer Dunkler Ritter als in "Batman V Superman"

Im viel kritisierten „Batman V Superman“ wurde Ben Afflecks schauspielerische Darstellung gelobt, die Umsetzung des Helden dagegen oft geschmäht. Der zweifache Oscarpreisträger eignet sich die Figur „durchaus überzeugend“ an, „leidet aber besonders unter den dramaturgischen Schwächen des Films“, heißt es so in unserer Kritik. Für Ben Affleck merzt „Justice League“ dies nun aus und so sprach er auf der Pressekonferenz über den „großen Spaß, auch mal eine andere Seite von Batman zu zeigen“.

Dieser sei von Natur aus nämlich ein Einzelgänger, aber „nun muss er nicht nur mit anderen Menschen arbeiten, sondern diese sogar zusammenbringen, sie überzeugen und gemeinsam mit Wonder Woman die Gruppe zusammenhalten.“ Laut Affleck führt uns das „zu einer deutlich traditionelleren Version von Batman, wie wir sie aus den ,Justice League'-Comics kennen“. Er unterscheide sich damit von der „untypischen Version, die wir in ,Batman V Superman' gesehen haben, wo er einfach nur blind vor Rache war“.

Wonder Woman war die ganze Zeit aktiv

Seit „Wonder Woman“ wissen wir, dass die Heldin während des Ersten Weltkrieges die schützende Insel der Amazonen verlassen hat und seitdem in unserer Welt lebt. Doch wo war sie all die Jahre zwischen den Ereignissen damals und ihrem Auftritt in „Batman V Superman“? In „Justice League“ gibt es einen kleinen Hinweis und Schauspielerin Gal Gadot ließ sich auch auf der Pressekonferenz dazu aus. Sie stellte klar, dass „Wonder Woman die ganze Zeit sehr involviert war“. Sie wusste, was in der Welt der Menschen vor sich geht und „sie hat immer die Welt gerettet und verbessert.“ Über „Wonder Woman 2“ wollte sie nichts sagen, aber wir wissen nun: Es gibt noch viele Geschichten aus der Vergangenheit der Amazone zu erzählen.

Cyborgs Ausnahmestellung in der Justice League

Als einziger der Helden begreift der von Ray Fisher gespielte Cyborg seine besonderen Fähigkeiten nicht als Segen, sondern als Fluch. „Er ziert sich deswegen am Anfang, dem Team beizutreten“, so Fisher, denn schließlich unterscheide sich Cyborg auch massiv von seinen Kollegen: „Er kann nicht sein Kostüm ablegen, wie es die anderen tun und unerkannt auf der Straße herumlaufen. Er ist Cyborg und Victor Stone, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.“

Ihm als Darsteller ging es darum, die beiden Identitäten zu balancieren. Mit Zack Snyder und Drehbuchautor Chris Terrio habe er lange an der Gestaltung von Cyborg gearbeitet - insgesamt drei Jahre dauerte es von den Anfängen bis nun zum Ergebnis auf der Leinwand. Als selbsterklärter Comic-Geek hatte er beim Dreh zudem mit einem besonderen Makel zu kämpfen. Er habe immer wieder Zack Snyder über die Schulter geschaut, um die aufgenommenen Bilder zu genießen, und sei dabei vor Freude, die Helden seiner Kindheit in ihren Kostümen zu sehen, ausgeflippt – bis seine eigene Figur an der Reihe war: Sein Kostüm ist nämlich aus CGI, bei den Aufnahmen am Set sah er so noch nicht so imposant aus wie im finalen Film.

"Justice League 2"? Wie geht es weiter?

Natürlich lag der Fokus der gesamten Pressekonferenz auf „Justice League“. Wenn aber eine Meute von Filmjournalisten zusammen ist, die den ersten Film bereits gesehen hat, muss die unweigerliche Frage kommen: Wie sind die Pläne für „Justice League 2“? Was dürfen wir dort erwarten? Produzentin Deborah Snyder ließ sich dazu nicht viel entlocken, machte aber deutlich, dass erst mal die Soloauftritte der Helden im Vordergrund stehen.

Aquaman“ ist ja bereits abgedreht (Kinostart ist am 20. Dezember 2018) und laut Snyder „sind eine ganze Menge einzelner Filme in Entwicklung“. Im Fokus steht dabei besonders „Wonder Woman 2“. Dazu wird es wohl schon sehr bald mehr Informationen geben, aber sie dürfe diese heute noch nicht verraten. Bei „Justice League“ liege der ganze Fokus nun erst einmal darauf, den Film in die Kinos zu bringen und dann werde man sehen, wie man weitermache – ein unserer Meinung nach deutlicher Hinweis darauf, dass erst einmal das Kassenergebnis des ersten Teils stimmen muss, bevor man sich Gedanken über ein Sequel macht.

Der Superman-Running-Gag

Wie eingangs erklärt, behauptete Henry Cavill nur als Gast hier zu sein, ein Running Gag, der die ganze Pressekonferenz über aufrecht gehalten wurde. Als es zum Beispiel um die gute Stimmung beim Dreh ging, erklärte Cavill, dass er natürlich nur über die Tage sprechen könne, an denen er das Set „besucht“ habe. Auf sonstige Nachfragen war seine Antwort: „Meine Figur ist tot in diesem Film. Das ist alles, was ich zu sagen habe.“ Ezra Miller scherzte später immerhin, dass Cavill „in Traumsequenzen und als Leiche“ gut ausschaut, also zumindest ein bisschen zu schauspielern hatte.

2 Produzenten, 5 Darsteller und 1 Gast: Die Pressekonferenz zu "Justice League" in London.

Ob wir nicht vielleicht doch noch etwas mehr von Henry Cavill als Superman sehen und wie sich die übrigen Helden gemeinsam schlagen, könnt ihr ab dem 16. November 2017 in den Kinos sehen. Kurz vor Start erscheint dann auch die FILMSTARTS-Kritik. Bis dahin empfehlen wir euch auch noch unsere Artikel über Ben Afflecks Klarstellung, dass „Justice League“ Zack Snyders Film ist, und die Erklärung der Darsteller, warum der Superheldenblockbuster ein brandaktueller Film ist.

Justice League Trailer DF

 

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Kommentare
  • Joachim M.

    Schitt da sind sie wieder - die bösen Worte die einem einen Klos in den Hals setzen - Lustig, Spaß und mal eine andere Seite zeigen - ein Spaß Sonntag Nachmittag für die ä ganze Familie 😈

  • Silvio B.

    Die Ausnahmen findet man aber nur außerhalb des MCUs. Und die Guardians.

  • Silvio B.

    Ich finde es großartig, dass bis jetzt absolut nichts über Supermans Auftritt gespoilert wurde. (Zumindest habe ich nichts mitbekommen)
    Dafür mal ein riesen Lob an Warner!

  • Silvio B.

    Thor hab ich noch nicht gesehen. Wird vielleicht kommende Woche.
    Aber im Moment interessiert mich die JL mehr. Bin halt Batman - Fan, das wird man nicht los ;)

  • Sentenza93

    Hier muss ich Warner echt mal ein Kompliment machen. Also das Spielchen mit Superman ist klasse. Allein im letzten Trailer: Man hat Sups zwar gesehen, aber nur in einem kurzen Traum. "Ihr wolltet ihn, da habt Ihr ihn." :D Fand die Idee genial.

  • HalJordan

    Offensichtlich ist Cavills Part beim nächsten MI-Film noch nicht abgedreht. Er läuft ja immernoch mit seinem Pornobalken durch die Gegend. ;-D

  • Sentenza93

    "It's Me, Henry!" ;D

  • Marvel5000

    Was ist falsch daran, das ein Film spass macht?

  • Darklight ..

    Dann schreib' mir doch bitte, ob er sich fürs Kino lohnt. Ich wollte nach BvS nämlich die nächsten Filme NICHT mehr im Kino schauen, weil die Storys schwach waren.

    Visuell aber hat sich BvS aber gelohnt.

    Nur... in den Trailern von Justice League habe ich bisher nichts lohnendes gefunden. Von daher würde mich Deine Einschätzung nach dem Kinobesuch interessieren...

  • Silvio B.

    Aber man sieht nicht wirklich viel. Das Superman dabei sein wird steht ja eh außer Frage :)

  • Silvio B.

    Mach ich ;)

    Geht mir eigentlich auch so. Ich gehe nicht mehr zu jeder Comicverfilmung ins Kino. Spiderman habe ich zB noch nicht gesehen. Bei Thor gefällt mir der Trailer zwar nicht wirklich, aber die ersten beiden Teile gehören zu meinen Favoriten.

    Die JL ist ja in dieser Form das erste mal im Kino zu sehen, da muss ich einfach gehen :) Und wenn er an WW heran kommt ist alles gut.

  • Silvio B.

    Na mal sehen. Nach JL wissen wir mehr ;)
    Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit ihm.

  • Da HouseCat

    wieso, der ist doch tod.

  • Da HouseCat

    "über den „großen Spaß, auch mal eine andere Seite von Batman zu zeigen“."

    spaß hatte ich mit batman bei den schumacher filmen genug.

    ich will einen steinharten general bei der league sehen und nix anderes.

  • Da HouseCat

    dir hat thor2 wirklich gefallen?

    thor 3 ist spaßig. nicht mehr nicht weniger.

  • Silvio B.

    Ich fand ihn auf alle Fälle nicht so schlecht, wie immer gesagt wird.

  • Da HouseCat

    find ich cool. ich mag ja auch öfters gurken, wo man garnicht weiss warum - resident evil 4.

  • Micox

    Also gerade der Antagonist war ein schlechter Witz.. Wie gesagt meine Meinung..
    Darüberhaus, viel zu lang, viel zu viel, insbesondere die scheiß Wackelkamera.. Selbst die Schrift war zu groß..

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