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1,5
Veröffentlicht am 11. Mai 2026
Okay, die Atmosphäre ist ganz gut gelungen, die Setpieces sind schön gewählt, das Haus wirkt schön unheimlich, auch die Szenen im Neble sind stimmungsvoll. Das war’s dann aber auch schon mit dem Positiven. Denn ansonsten ist der Film einfach totlangweilig, die Inszenierung von Regisseur James Watkins ist dermaßen lahm und uninspiriert, das ist richtig schmerzhaft anzuschauen. Von Spannung keine Spur und von Grusel schon gleich gar nicht.
Aber die wahre Katastrophe – man muss es einfach so sagen – ist Daniel Radcliffe. In den Harry Potter-Filmen war er schon ein miserabler Schauspieler, auch hier läuft er die ganze Zeit mit dem gleichen Gesichtsausdruck durch die Gegend. Von nuanciertem Schauspiel oder feiner Mimik und Gestik ist da keine Spur, Radcliffe ist mit dieser doch eher anspruchsvollen Rolle gnadenlos überfordert. Und dann will er uns ernsthaft hier den trauernden Witwer verkaufen? Zum Drehzeitpunkt war er gerade mal 22 Jahre alt und hat im Film einen Sohn, der schon 4 Jahre alt ist, also war er zum Geburtszeitpunkt 18… Das passt hinten und vorne nicht. Ein talentierter Schauspieler hätte das trotzdem vielleicht hinbekommen, so ist es aber einfach nur schlimm.
FAZIT: Ein schönes Setdesign und eine stimmungsvolle Atmosphäre sind das einzig Positive am Film. Daniel Radcliffe ist ein lausiger Schauspieler, das Drehbuch ist total lahm, der Film ist alles in allem einfach nur sterbenslangweilig. Keine Empfehlung.
Ein im dichten Nebel liegendes Küstendörfchen, ein düsteres Herrenhaus in dem es spukt und ein Geheimnis, das gelüftet werden muss, um den Fluch zu brechen - alles Elemente, die als bewährte Horror-Zutaten aus unzähligen Filmen längst bekannt sind ... und in der Verfilmung des Bestsellers 'Die Frau in Schwarz' trotzdem weitaus besser funktionieren, als was man es vielleicht meinen würde. Das liegt einerseits an der stimmigen und weltbekannten Buchvorlage von Autorin Susan Hill, aber auch an der atmosphärisch sehr dichten Inszenierung von Eden Lake-Regisseur James Watkins. Dieser schwelgt in seiner Verfilmung des viktorianischen Horror-Thrillers geradezu in düsteren Bildern und lässt dabei Erinnerungen an die klassischen Horrorfilme der Hammer-Studios wach werden. So kommt hier sehr schnell eine Prise Nostalgie auf - was sich schlussendlich als einer der ganz grossen Pluspunkte eines Films erweist der weniger mit Originalität, aber dafür umso mehr mit Atmosphäre punkten kann.
Und diese sorgt hier für eine Gänsehaut-Stimmung, wie man sie im Kino nur selten erlebt - zumindest heutzutage. Die dunklen und unterkühlten Bilder wecken von Anfang an ein sehr unbehagliches Gefühl, doch umso mehr Hauptfigur Arthur Kipps dem mysteriösen Geheimnis des verfluchten Dorfes auf die Schliche kommt, desto grösser wird der Nervenkitzel und der Gänsehaut-Faktor für den Zuschauer - und die dunklen Gänge des alten, heruntergekommenen Herrenhauses können einen schon mal kalte Schauer über den Rücken laufen lassen. Regisseur Watkins schreckt zwar auch vor herkömmlichen Horror-Knalleffekten nicht ganz zurück, setzt diese aber zumindest äusserst effektiv ein. Dementsprechend hat der Film auch unter solch eher billigen Tricks nicht zu leiden, denn dafür funktionieren die restlichen Elemente zu gut.
Harmlose Ironie daß sich ein solch düsterer und deprimierender Film als Hoffnung entpuppt: dieser Film zeigt (zumindest mir) sehr klar und deutlich dass es für Daniel Radcliffe wohl doch eine Zukunft geben kann. Er schafft es nämlich restlos eine neue Figur zu verkörpern bei der man keine Sekunde daran denkt dass es der Typ ist der mal „Harry Potter“ war. Und er hat sich genau den Film ausgesucht den Nicholas Cage einst mit „Wicker Man“ vorhatte: einen Horrorfilm bei dem die Hauptfigur „neutral“ ist und nicht auf jemanden zugeschnitten ist und der Spannungsfaktor insgesamt mehr in die Richtung „Grusel“ gelenkt ist. Die „Frau in Schwarz“ erweist sich in jeder Hinsicht als altmodisch, erzählt eine altbackene Geistergeschichte und zieht seine Spannung aus der tristen Atmosphäre, der unheimlichen Umgebung und altbekannten Spannungselementen wie knarrende Dielen ect. Dem heutigen Saw Publikum kann man mit so was zwar keine Angst mehr machen, wer aber auf gepflegte Gänsehaut abseits von fiesen Ekelexzessen steht macht hierbei relativ wenig falsch. Und das heftige Ende erfüllt seine Wirkung voll und ganz. Daher ist zu erwarten dass es mehr zu sehen gibt: zum Film wird’s ein Sequel geben, und Daniel Radcliffe steht in der Tat eine lohnende Zukunft als echter Schsuspieler bevor.
Fazit: Effektvolles Geistermärchen, düster und sehr effektiv und mit krassem Finish!
Ein guter Klassiker in neuem Gewand mit Daniel Radcliff, der manchmal etwas platt rüberkommt. Die Gruselmomente sind besonders zu Beginn sehr subtil und vorhersehend, später wird der Film ein äußerst solider Horror, den man schon in seiner Filmografie als Horror-Fan zumindest einmal gesehen haben muss. Das Ende ist nicht gerade sehr gut, aber überraschend.
Die Frau in Schwarz ist ein altmodischer Gruselfilm, der nicht funktioniert. Bitte lasst doch die angestaubten Drehbücher und vermoderten Storylines in der Mottenkiste, wo sie hingehören. Es hat schon einen Grund, warum heute keine Filme mehr gedreht werden, in denen der Protagonist 90min durch dunkle Gemäuer schleicht. Das ist einfach total langweilig!
Dabei liegts gar nicht mal an Radcliffe, dass der Film öde ist. Er müht sich wirklich nach Kräften ab und ich finde, dass er sein Harry Potter - Image in diesem Film ganz gut ablegen konnte.
In diesem Film passiert rein gar nichts und die Schockszenen sind nicht wirklich überraschend. Einzig das Setting, das heruntergekommene Gemäuer, vermag etwas Atmosphäre zu versprühen, weshalb dann auch noch ein ganzer Stern bei rausgekommen ist.
Überraschend starker Horror-Streifen mit einem überzeugenden Daniel Radcliffe in der Hauptrolle. Im Mittelteil steigt die Spannung wirklich ins Unermessliche! Letztendlich ist die Auflösung zwar recht simpel, aber gerade deshalb nicht unbedingt schlecht. Das Ende ist zudem recht passend. Alles in allem ist "Die Frau in Schwarz" ein stilsicherer und atmosphärischer Horrorfilm, der über die gesamte Spieldauer bei Laune hält.