Ja, sooo schlecht war der jetzt auch wieder nicht. Dass sie ein Händchen für schicke Effekte haben, haben die Strause Bros. ja schon zu Genüge bewiesen, auch hier sind die visuellen Effekte nicht das Problem. Vor allem im zweiten Teil wird für die Verhältnisse eines Independent-Films doch eine eindrucksvolle Schlacht zwischen Mensch und Alien geliefert. Das ist nicht sehr originell (zu offensichtlich wurde bei “Independence Day” abgeschaut), aber immerhin wuchtig inszeniert.
Woran es dem Film ganz klar mangelt, sind eine kohärente Geschichte und vernünftige Schauspieler. Außer dass die Leute in dem Hochhaus rauf, runter und wieder rauf rennen, zwischendrin ratlos in die Gegend schauen und sich ankeifen, passiert da storytechnisch nicht viel. Dass das Drehbuch auch ansonsten nicht viel hergibt, merkt man auch an allen Ecken und Enden. Es bleibt zum Beispiel völlig unklar, was die Aliens denn genau wollen. Denn je nachdem, wie es gerade besser zur Handlung passt, werden die Menschen entweder gleich gefressen, irgendwie seltsam angelasert (die Haut wird schwarz, aber was bedeutet das?) oder auch nur durch die Gegend geschleudert. Und dann sind da noch die großen Cloverfield-Aliens, die nur Godzilla-mäßig durch die Gegend stampfen, was genau ist denn deren Mission? Kaum vorstellbar, dass ein dutzend Aliens allein dafür abgestellt wurden, zwei einzelne Menschen zu verfolgen...?
Wie auch immer, das Alien-Design ist dabei ähnlich schwach wie das Drehbuch. Diese Tentakel-Aliens sind ja 1:1 von den Wächtern aus “Matrix” kopiert, dien großen Viecher sind bei “Cloverfield” abgeguckt, die Raumschiffe kommen direkt aus “District 9”, ja so klaut man sich seine Alien-Invasion zusammen, ohne jemals wirklich etwas Eigenes, Innovatives zu erschaffen. Das ist ziemlich schade, da die Action wie gesagt, meistens ziemlich geil aussieht und auch stark inszeniert ist. Aber das reicht halt nicht für ein eigenständiges Filmerlebnis. Im Übrigen hätte man den Film einfach
FAZIT: Visuell beeindruckende Alien-Invasion, die jedoch aufgrund eines unfassbar miesen Drehbuchs ohne wirkliche Story und schwachen schauspielerischen Leistungen auf der Strecke bleibt. Für Science Fiction-Fans kann das Ganze aber dennoch durchaus sehenswert sein – zumindest einmal.