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    Ungekürzt mit FSK 18: Einer der verstörendsten Filme der letzten 25 Jahre kehrt ins Heimkino zurück – Tarantino feiert ihn als Meisterwerk!
    Daniel Fabian
    Daniel Fabian
    -Redakteur
    Horror ist in seiner DNA verankert – ob irre wie „Braindead“ und „Eraserhead“ oder packend wie „Halloween“ und „High Tension“. Hauptsache ungekürzt!

    Wer schon immer mal wissen wollte, wie sich durch Fleisch und Knochen schneidende Klaviersaiten anhören, kommt um „Audition“ nicht herum. Der japanische Schocker, der zu Quentin Tarantinos Lieblingsfilmen zählt, erscheint endlich neu fürs Heimkino.

    Achtung, nichts für schwache Nerven: „Audition“ ist in unserer Liste der verstörendsten Filme aller Zeiten vertreten – und das nicht ohne Grund. Und auch die Tatsache, dass selbst Kult-Regisseur Quentin Tarantino den Horror-Thriller aus Japan zu seinen Lieblingsfilmen zählt, sagt einiges aus: Der Kultstatus, den der Schocker von Regie-Tausendsassa Takashi Miike seit vielen Jahren genießt, kommt jedenfalls nicht von ungefähr.

    Rapid Eye Movies spendierte dem unter die Haut gehenden Reißer bereits 2014 seine deutsche HD-Premiere. Doch die Blu-ray-Erstauflage ist längst OOP (Out of Print) und verschwand im Laufe der Zeit immer weiter aus dem Handel. Jetzt steht das überfällige Comeback im Heimkino ins Haus: „Audition“ erscheint am 10. Februar 2023 endlich neu auf Blu-ray – als streng limitierte Collector's Edition im Mediabook und natürlich ungekürzt:

    » "Audition" Uncut-Mediabook: bei Amazon* / bei Capelight*

    Die Neuauflage kommt aus dem Hause Capelight Pictures – jenem Verleih, der nicht nur bekannt ist für sein vielseitiges Sortiment von Kino-Highlights und Nischen-Perlen aus aller Welt, sondern auch für liebevoll gestaltete Sammlereditionen. Mit „Audition“ erwartet euch nun beides auf einen Schlag.

    Darum geht's in "Audition"

    Kult-Regisseur Takashi Miike („Ichi The Killer“, „Visitor Q“) erzählt die Geschichte von Shigeharu Aoyama (Ryo Ishibashi), der sich Jahre nach dem Tod seiner Frau auf die Suche nach einer neuen Partnerin begibt. Dabei behilflich ist ihm ein befreundeter Filmproduzent, der für den Witwer eine Art Vorsprechen organisiert. So lernt er schließlich Asami (Eihi Shiina) kennen.

    Die junge, attraktive Frau erwidert seine Zuneigung und geht schließlich ein Verhältnis mit Shigeharu ein. Was wirklich hinter der vermeintlichen Liebesbeziehung zwischen Asami und ihm steckt, beginnt dieser allerdings erst zu verstehen, als es schon zu spät ist…

    Slow-Burner mit Schockeffekt

    „Audition“ gilt als großer Einfluss auf das moderne Torture-Porn-Kino und inspirierte unter anderem Filmemacher Eli Roth zu seinem Spielfilmdebüt „Hostel“. Dass Miike darin sogar einen Gastauftritt als zufriedener Folter-Kunde hat, kommt dabei nicht von ungefähr.

    Man sollte „Audition“ allerdings nicht als üblichen Torture Porn abstempeln – und wenn doch, dann immerhin als den wohl besten Beitrag des gesamten Genres. Nach dem herausragenden Thriller „Saw“ von James Wan machten einige seiner Fortsetzungen sowie Filme wie „The Collector“ oder „The Human Centipede“ da weiter, wo einst Schocker wie die „Guinea Pig“-Reihe aufhörten: bei schonungslosen Gewaltorgien, die aber eben auch nicht mehr als kreative Abscheulichkeiten zu bieten haben. „Audition“ ist da schon ein anderes Kaliber.

    Und so beginnt auch die offizielle FILMSTARTS-Kritik zu „Audition“ mit einer Warnung: „Vorsicht: Takeshi Miikes 'Audition' beginnt etwas schwerfällig als düstere Liebesgeschichte, wandelt sich im Laufe des Films immer mehr zum subtilen Psychohorror, um dann in seinem schwer-erträglichen letzten Viertel schockierend unsubtil endgültig auf den Magen des Zuschauers loszugehen: Konsumenten, die diesen Film nicht rechtzeitig ausschalten, werden ihn unter Umständen noch eine Zeit lang verdauen müssen.

    Hier folgt nicht Schockmoment auf Schockmoment auf Schockmoment. Stattdessen kriecht „Audition“ als bitterböse Gesellschaftsdiagnose über Einsamkeit unter die Haut, die, sobald sie ihre finstere Wendung nimmt, unaufhaltsam auf ein erbarmungsloses Finale zusteuert, das bis heute kontrovers diskutiert wird.

    Weltpremiere: Horror-Kultfilm von "Herr der Ringe"-Macher Peter Jackson feiert Heimkino-Comeback der Superlative

    Dass „Audition“ auf Platz 18 im FILMSTARTS-Ranking der verstörendsten Filme aller Zeiten steht, kommt also nicht von ungefähr. Das Slow-Burner-Juwel liegt damit immerhin vor zahlreichen kompromisslosen Brettern wie dem Rape-and-Revenge-Kult „Ich spuck' auf dein Grab“, dem satirischen Ausnahme-Studentenfilm„Mann beißt Hund“ oder Michael Hanekes „Funny Games“.

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