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    Der große DC-Umbruch hat begonnen: Jason Momoa vor Aquaman-Aus, "Black Adam 2" und "Man Of Steel 2" auf der Kippe
    Julius Vietzen
    Julius Vietzen
    -Redakteur
    Vom Arrowverse bis "The Dark Knight" und vom DCEU über "Joker" und "The Batman" bis hin zum neuen DCU behält Julius auch im DC-Multiversum den Überblick.

    Fans von Zack Snyder und den von ihm eingeführten DC-Figuren müssen sich auf einen großen Umbruch einstellen: Es scheint uns nicht weniger als das Ende des Snyderverse zu erwarten – inklusive Aquaman-Aus von (und neue Rolle für) Jason Momoa.

    Warner

    „Wonder Woman 3“ liegt auf Eis und wird bei Warner und DC nicht weiter entwickelt. Das ist ein schwerer Schlag für alle Fans von DC, von Gal Gadot und von Wonder Woman, doch es ist lediglich die Spitze des Eisbergs. Denn allem Anschein nach könnte bei DC ein größerer Umbruch bevorstehen, als es die meisten vorab für möglich gehalten hätten – und das schließt womöglich sogar ein komplettes Ende des sogenannten Synderverse mit ein, also sämtlicher Filmreihen und Figuren, die unter „Justice League“-Regisseur Zack Snyder eingeführt wurden.

    Noch sind die Pläne nicht final, betont das US-Branchenmagazin The Hollywood Reporter in seinem ausführlichen DC-Artikel, und eigentlich sollen die neuen DC-Studios-Bosse Peter Safran und James Gunn diese auch erst kommende Woche beim neuen Warner-Boss David Zaslav vorstellen. Doch was das bestens vernetzte und äußerst verlässliche Branchenmagazin in Erfahrung bringen konnte, hört sich sehr nach einer gewaltigen Umwälzung an...

    Schluss mit Aquaman: Neue Rolle für Jason Momoa?

    Aquaman“ spielte knapp 1,15 Milliarden Dollar an den weltweiten Kinokassen ein und ist damit der erfolgreichste DC-Film aller Zeiten. „Aquaman 2: Lost Kingdom“ soll am 21. Dezember 2023 in die Kinos kommen und dürfte ebenfalls ein Erfolg werden – und dennoch könnte danach Schluss sein mit Jason Momoas Rolle als Unterwasser-Superheld.

    In gewisser Weise würde das sogar Sinn ergeben, denn „Aquaman 2“ ist der letzte DC-Film mit einem Kinostart, der noch unter der Ägide der alten DC-Führung entstanden ist. Es scheint also nicht unmöglich, dass Gunn und Safran einen Schlussstrich ziehen und danach neu beginnen – und das mit (!) Jason Momoa.

    Denn bereits seit kurz nach dem Führungswechsel bei DC kursieren Gerüchte und Spekulationen, dass Momoa eine neue DC-Figur spielen könnte: den ungehobelten intergalaktischen Kopfgeldjäger Lobo. Passen würde die Figur sowohl zu „Guardians Of The Galaxy“- und „The Suicide Squad“-Macher James Gunn als auch zu Momoa – und durch das Aquaman-Aus würde man vermeiden, dass ein Star parallel zwei unterschiedliche DC-Figuren spielt.

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    Doch kein "Man Of Steel 2"?

    Etwas weniger schockierend, aber dennoch überraschend ist indes das mögliche (erneute) Aus von Henry Cavill als Superman und „Man Of Steel 2“. Überraschend, weil Cavill gerade erst in „Black Adam“ als Superman zurückkehrte, nachdem lange Zeit Ungewissheit über seine Zukunft bei DC herrschte.

    Und wie der Hollywood Reporter schreibt, arbeitete man bei Warner und DC eine Zeitlang tatsächlich an einer Fortsetzung zu „Man Of Steel“. Offenbar wollte die damalige Führungsriege sogar einen weiteren „Justice League“-Film mit dem Snyderverse-Team. Doch unter Gunn und Safran sollen diese Pläne nun Geschichte sein.

    "The Flash" als Schlüsselfilm?

    Damit einhergehend soll bei Warner aktuell auch debattiert werden, ob die geplanten Cameos von Aquaman und Superman im kommenden DC-Film „The Flash“ eine gute Idee seien. Schließlich würde man damit womöglich etwas versprechen, das man dann nie (oder zumindest erstmal nicht) einlöst.

    Grundsätzlich wäre „The Flash“ aber eine Möglichkeit, den Umbruch bei DC beziehungsweise die Abkehr vom Snyderverse inhaltlich zu erklären. „The Flash“ handelt von Reisen durch verschiedene Parallelwelten und Dimensionen und basiert zumindest lose auf der Comicvorlage „Flashpoint“, die eine alternative Version des DC-Comic-Universums zeigt.

    Womöglich könnte man „The Flash“ also nutzen, um diese Ära des DC-Kino-Universums abzuschließen und fortan in einer neuen Welt des DC-Multiversums neue Geschichten erzählen. So würde man zumindest auch die Möglichkeit am Leben erhalten, einzelne Figuren oder Filmreihen irgendwann zurückzubringen oder fortzuführen.

    "Black Adam 2" auf der Kippe

    Aber zurück zu „Black Adam“: In den letzten Tagen wurde in Hollywood ein erbitterter Kampf um die Deutungshoheit ausgefochten, bei dem es vor allem um die Frage geht, ob der Film ein Flop ist oder doch einen (kleinen) Gewinn für Warner abwirft. Auch Hauptdarsteller Dwayne Johnson hat sich eingemischt und bei den Branchenmagazinen herrscht Uneinigkeit. Der Hollywood Reporter schreibt nun aber, dass eine Fortsetzung zu „Black Adam“ unwahrscheinlich sei.

    Denn selbst wenn der Film am Ende Profit macht, wäre eine Fortsetzung nach allen Branchengesetzen in Hollywood sicherlich teurer, ohne dass gleichzeitig auch höhere Umsätze im Kino und Heimkino garantiert sind. Hinzu kommt laut THR, dass Johnson sich verpokert haben könnte, indem er sich für ein Comeback von Henry Cavill eingesetzt hat.

    Dazu passt auch, dass das Branchenmagazin Deadline in einem Artikel darüber, dass „Black Adam“ sehr wohl Gewinn machen soll, bereits wieder ein Stück zurückgerudert ist und einen Absatz geändert hat. Ursprünglich hieß es darin, dass Johnson an „Black Adam 2“ und einem „Hawkman“-Spin-off arbeite und das Franchise unter Safran und Gunn erst so richtig realisiert werden solle. Dieser Teil fehlt in der aktualisierten Fassung des Artikels jedoch bemerkenswerterweise.

    Was ist mit "Blue Beetle" & "Shazam 2"? Und "Peacemaker"?

    Trotz allem bleiben auch noch zahlreiche Fragen offen, sollte Warner wirklich diesen Weg beschreiten und das Snyderverse ganz oder zumindest in großen Teilen beerdigen. Was ist etwa mit der „Shazam“-Reihe, die erst nach Snyders Abschied begonnen wurde („Shazam 2“ kommt am 16. März 2023 in die Kinos)? Und beendet James Gunn wirklich die von ihm selbst geschriebene und inszenierte Serie „Peacemaker“, ein Spin-off zu seinem „The Suicide Squad“?

    Und was ist mit „Blue Beetle“, der am 17. August 2023 startet und vermutlich ebenfalls ohne große Verknüpfungen zu Batman, Superman, Wonder Woman und Co. auskommen wird? Wird es dazu eine Fortsetzung geben, wenn der Film in den Kinos durchstartet?

    Noch ist sicherlich nichts in Stein gemeißelt und bis wir wirklich genau wissen, was Sache ist, müssen wir mindestens bis nächste Woche warten, womöglich aber auch bis nächstes Jahr, wenn die Pläne öffentlich gemacht werden sollen. Es kann wohl aber nicht schaden, wenn sich DC-Fans schon jetzt auf einige große Änderungen gefasst machen...

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