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    Kinotipp: Auf diesen Film haben nicht nur Modellbau-Fans seit mehr als 20 Jahren gewartet!
    Christoph Petersen
    Christoph Petersen
    -Chefredakteur
    Schaut 800+ Filme im Jahr – immer auf der Suche nach diesen wahrhaftigen Momenten, in denen man dem Rätsel des Menschseins ein Stück näherkommt.

    Im Jahr 2000 wurde das Miniatur Wunderland Hamburg gegründet. Schnell entwickelte es sich zu einer der größten Tourismus-Attraktionen Europas. Trotzdem hat es mehr als 20 Jahre bis zum ersten Film gedauert – jetzt ist es endlich so weit:

    Für unsere Initiative „Deutsches Kino ist (doch) geil!“ wählen wir jeden Monat einen deutschen Film, der uns ganz besonders gut gefallen, inspiriert oder fasziniert hat, um den Kinostart – unabhängig von seiner Größe – redaktionell wie einen Blockbuster zu begleiten! In diesem Monat ist die Wahl auf die Kino-Doku Wunderland – vom Kindheitstraum zum Welterfolg gefallen, der ab diesem Donnerstag in mehr als 500 deutschen Kinos zu sehen ist:

    Wunderland - Vom Kindheitstraum zum Welterfolg
    Wunderland - Vom Kindheitstraum zum Welterfolg
    Von Sabine Howe
    Starttermin 7. März 2024
    Vorführungen (138)

    Nach aktuellem Stand startet „Wunderland“ von Sabine Howe mit 523 Kopien in den deutschen Kinos! So etwas schaffen sonst nur Blockbuster – und für eine Dokumentation ist schon der schiere Umfang des Starts eine gar nicht mal so kleine Sensation. Aber das Miniatur Wunderland Hamburg hat eben nicht nur im In- und Ausland wahnsinnige Bekanntheitswerte, die Gründer-Zwillinge Gerrit und Frederik Braun haben für sich und ihre Unternehmung in den vergangenen zwei Jahrzehnten auch eine gewaltige Social-Media-Präsenz aufgebaut, die sie nun nutzen wollen, um auch eine solch stolze Zahl an Kinosälen möglichst voll zu bekommen.

    Darum geht’s in "Wunderland"

    Mit mehr als 16 Kilometern Schienenlänge ist das Miniatur Wunderland die größte Modelleisenbahn der Welt – ca. 1,5 Millionen Menschen strömen jedes Jahr in die Attraktion in der Hamburger Speicherstadt. Im Jahr 2000 von den Zwillingen Frederik und Gerrit Braun gegründet, sorgen inzwischen ca. 350 Mitarbeitende dafür, dass die Züge der Anlage pünktlicher fahren als die der Deutschen Bahn.

    Allerdings ist „Wunderland“ alles andere als eine trockene Firmen-Erfolgsgeschichte. Stattdessen ist es ein emotionales Porträt der Ausstellung und der Personen, die sie zu dem machen, was sie ist: In CinemaScope-Bildern gefilmt, taucht das Publikum ganz tief ab in die Miniatur-Schöpfungen – übrigens gemeinsam mit den Gründern, die als animierte Kinderfiguren ebenfalls in der von ihren erwachsenen Ichs gebauten Modellbau-Wunderwelt landen (und sicherlich sehr zufrieden mit dem sind, was sie später in ihrem Leben einmal erreichen werden).

    Einer der Wunderland-Zwillinge im FILMSTARTS-Podcast

    Bei den Brüdern gibt es übrigens eine klare Aufteilung: Gerrit ist das Tüftler-Genie – und Frederik ist dafür zuständig, alle dort draußen von der gewaltigen Vision der Zwillinge zu überzeugen. Deshalb ist es auch Frederik, der für die neueste „Leinwandliebe“-Episode im FILMSTARTS-Podcast vorbeigeschaut hat – um uns unter anderem zu verraten, warum er selbst bei ungehörigen Angeboten für den Bau eines zweiten Miniatur-Wunderlands nicht schwach wird und warum es selbst milliardenschwere Scheichs niemals schaffen werden, an das Original heranzukommen:

    Für uns ist „Wunderland“ ein klare Empfehlung für Klein und Groß – und so lautet das Fazit unserer ausführlichen 4-Sterne-Kritik dann auch: „Eine ebenso bildgewaltige wie berührende Doku über einen magisch anmutenden Ort, der nicht nur den Kinderwunsch seiner Schöpfer wahr werden ließ, sondern auch alle, die ihn besuchen (egal ob in echt oder jetzt im Kino), zum Träumen einlädt.“

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