Nicht mal für 10 Millionen Dollar: Clint Eastwood wollte auf keinen Fall Teil des "Indiana Jones"-Kosmos werden
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Schon in der Grundschule las er Kino-Sachbücher und baute sich parallel dazu eine Film-Sammlung auf. Klar, dass er irgendwann hier landen musste.

Er ist eine Ikone des Westernkinos und ein berühmter Regisseur. Doch wusstet ihr, dass Clint Eastwood im Gespräch war, sich dem „Indiana Jones“-Franchise anzuschließen? Wir verraten euch, woran dieser Plan gescheitert ist.

LEONINE

Dank Klassiker wie „Zwei glorreiche Halunken“ ist Clint Eastwood zu einem essentiellen Teil des Westernkinos aufgestiegen – und mit der „Dirty Harry“-Reihe ist er eines der prominentesten Beispiele für knurrige, knallharte Ermittler. Darüber hinaus sammelte er sich mit Filmen wie etwa „Million Dollar Baby“ Lorbeeren als Regisseur. Zudem schmückte viele Jahre lang einen auffälligen Platz im Disneyland Paris.

Kurzum: Clint Eastwoods Karriere ist nicht nur denkwürdig, sondern auch abwechslungsreich – weshalb es spannend ist, auf die Rollen zu blicken, die er ablehnte. So sollte er Lex Luthor werden (mehr dazu) und war für einen Part im „Indiana Jones“-Kosmos vorgesehen. Doch darauf hatte der „Gran Torino“-Star keinerlei Lust...

Indiana Jones und der Fall des versäumten Clint-Eastwood-Cameos

Die befreundeten Filmemacher Steven Spielberg und George Lucas wollten ursprünglich ihren eigenen James Bond erfinden – und stießen schlussendlich 1981 eine Abenteuer-Filmreihe los, die Kinogeschichte schrieb: „Jäger des verlorenen Schatzes“ etablierte einen markanten Helden mit unvergesslichem Look sowie eingängiger Erkennungsmelodie. Seither folgten nicht nur vier weitere „Indiana Jones“-Kinofilme mit Harrison Ford in der Hauptrolle, das Franchise umfasst auch diverse Videospiele und einige Abenteuerromane.

Darüber hinaus lief 1992 und 1992 eine 28-teilige Fernsehserie namens „Die Abenteuer des jungen Indiana Jones“, zudem wurden ausgewählte Episoden zu vier Fernsehfilmen umgeschnitten. Darin begegnet Indiana Jones unter anderem bedeutenden historischen Persönlichkeiten wie Albert Schweitzer, Sigmund Freud, Charles De Gaulle, Ernest Hemingway und Pablo Picasso.

Da die Serie verschiedene Lebensabschnitte des Titelhelden abdeckt, wird er von verschiedenen Darstellern verkörpert. So ist Corey Carrier als acht- bis zehnjähriger Indy zu sehen und Sean Patrick Flanery als 16- bis 21-jähriger Indy. Ursprünglich sollte aber River Phoenix die Hauptrolle übernehmen, da er zuvor schon den jungen Indiana Jones in „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ verkörperte. Der Oscar-nominierte Mime lehnte allerdings ab, weil er nicht ins TV-Metier zurückkehren wollte, wo er in den 1980ern noch häufiger anzutreffen war.

Auch Clint Eastwood stand auf der Wunschliste der „Die Abenteuer des jungen Indiana Jones“-Serienverantwortlichen: Der „Für eine Handvoll Dollar“-Star sollte einen Gastauftritt als Indiana Jones verschollen geglaubter, älterer Bruder Illinios Jones absolvieren und bekam dafür gerüchtweise eine phänomenale Gage von 10 Millionen Dollar angeboten. Das behauptet zumindest Eastwood-Biograf Michael Munn in „Clint Eastwood: Hollywood's Loner“.

Eastwood schlug das Angebot allerdings aus. In den 2000er-Jahren kamen neue Gerüchte rund um Eastwood und die „Indiana Jones“-Reihe auf: Onlinemedien spekulierten, dass Eastwood in „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ die Rolle eines Generals übernimmt. Diese Berichte entpuppten sich allerdings als Falschmeldungen. Wahrhaftiger ist derweil der Adrenalinschub, den Leonardo DiCaprio verspürte, als er die Chance erhielt, mit Eastwood zusammenzuarbeiten:

"Es war ein riesiger Adrenalinschub": Leonardo DiCaprio spricht über die "unglaublich herausfordernden" Dreharbeiten mit Clint Eastwood

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