Hollywood-Studios sind immer auf der Suche nach Titeln, die ihnen bereits gehören und die man für ein junges Publikum neu auflegen könnte. Laut dem Hollywood-Insider Jeff Sneider soll Sony dabei seit einiger Zeit den Erotik-Thriller „Single White Female“ alias „Weiblich, ledig, jung sucht …“ im Visier haben. Nachdem zwischenzeitlich Überlegungen existierten, eine Serienadaption zu machen, soll nun ein Kino-Remake entstehen.
Laut Sneider hat Hollywood dafür schon ein Schauspielduo ins Auge gefasst, welches den Cast anführen soll: „Wednesday“-Star Jenna Ortega und Taylor Russell („Bones And All“) sollen in die Fußstapfen von Bridget Fonda und Jennifer Jason Leigh treten, die im Original im Zentrum standen. Den Originaltitel würde Sony dann aber wohl ändern muss, da keine der beiden Schauspielerinnen weiß ist.
Das ist "Single White Female" alias "Weiblich, ledig, jung sucht …"
Im Mittelpunkt des Originals steht die junge New Yorkerin Allie Jones (Bridget Fonda), die nach der Trennung von ihrem Freund eine neue Mitbewohnerin sucht. Sie entscheidet sich für die zunächst freundliche und zurückhaltende Hedy Carlson (Jennifer Jason Leigh). Doch Hedy entwickelt eine krankhafte Obsession für Allie. Sie beginnt, deren Aussehen zu kopieren und manipuliert ihr Leben. Was harmlos beginnt, eskaliert schnell in ein gefährliches Psychospiel aus Eifersucht, Kontrolle und Gewalt, das für Allie lebensbedrohlich wird. Welche Rollen Ortega und Russell in der Neuverfilmung jeweils spielen sollen, ist unbekannt.
Falls euch das Original reizt, könnt ihr den Film bei diversen VoD-Anbietern streamen – unter anderem bei Amazon Prime Video:
Das von Regisseur Barbet Schroeder („Barfly“, „Kiss Of Death“) inszenierte Original kam 1992 in die Kinos und wurde mit Einnahmen von 84 Millionen Dollar bei einem Budget von 16 Millionen Dollar zum Erfolg. Vor allem erreichte der fesselnde Erotik-Thriller mit einer unheilvoll ansteigenden Spannungskurve bei der jugendlichen Zielgruppe Kult-Status und prägte auch spätere Filme mit ähnlichem Thema (zum Beispiel „The Roommate“ oder „Swimfan“).
Jennifer Jason Leigh gewann für ihre unheimliche Performance als immer wilder werdende Psychopathin den MTV Movie Award als Beste Bösewichtin. Sie setzte sich damals unter anderem gegen Danny DeVito in „Batman Returns“, Jack Nicholson in „Eine Frage der Ehre“ und Sharon Stone in „Basic Instinct“ durch – gerade letzteres verdeutlicht noch einmal, wie sehr der Film bei der jungen MTV-Zielgruppe einschlug. Auch für uns ist ihre Figur eine der unheimlichsten Stalkerinnen der Filmgeschichte.
Kinostar Filmverleih GmbH
Laut Sneider ist das Projekt so auch ideal für Sonys Strategie, eigene Marken neu zu nutzen. Es handelt sich um einen Titel, der bereits eine Fanbasis hat, die aber mit einem modernen Remake für eine Generation, die damals noch gar nicht geboren war, kräftig ausgebaut werden kann. Bereits Mitte der 2000er-Jahre versuchte man von der Popularität des Films zu profitieren. Damals machte Sony eine Reihe von günstig produzierten Direct-To-Video-Filmen, die dem Titel nach Sequels zu beliebten Titeln waren, aber im Grunde wenig mit denen zu tun hatten oder sich einfach als verkappte Remakes erwiesen. Dabei entstand auch der zurecht schnell wieder vergessene „Weiblich, ledig, jung sucht... 2“.
Das größte Problem für das nun echte und groß gedachte Kino-Remake sei aktuell wohl der Kalender der beiden ins Auge gefassten Hauptdarstellerinnen. Ortega wird den Sommer über für einen neuen Film von J.J. Abrams vor der Kamera stehen und Taylor Russell erst einmal ein weiteres Remake von „Die Thomas Crown Affäre“ machen. Sneider geht daher davon aus, dass Sony einen Dreh erst für 2026 plant. Zudem sei noch unbekannt, ob es überhaupt schon ein Drehbuch für die Neuverfilmung gibt und der Regieposten bereits besetzt oder noch offen ist.
Nachfolgend haben wir zum Abschluss des Artikels noch den Trailer zum Originalfilm für euch:
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