Die deutsche Antwort auf "Michael": Starttermin und erstes Bild zu "Roland"
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Mit „Michael“ erzählt Hollywood die Geschichte des „King Of Pop“ Michael Jackson. Nun bekommt auch der „Kaiser des Schlagers“ seine große Kino-Biografie: „Roland“ hat einen Starttermin und ein erstes Bild gewährt einen Blick auf die Hauptfigur.

Universal Pictures

Nachdem Hollywood mit „Michael“ einen der größten Musikstars aller Zeiten auf die Leinwand brachte und direkt einen globalen Super-Hit landete, folgt nun das deutsche Pendant, das sich mit einem Schlagerkaiser statt mit einem Popkönig beschäftigt: Roland Kaiser bekommt seine eigene Kino-Biografie. Wie der Filmverleih Tobis heute bekannt gegeben hat, startet „Roland“ am 11. Februar 2027 in den deutschen und österreichischen Kinos.

Die Hauptrolle in dem Musik-Biopic übernimmt Max Mauff („Babylon Berlin“, „Victoria“). Auf einem ersten Bild, das mit der Startterminankündigung veröffentlicht wurde, ist der Schauspieler gemeinsam mit Roland Kaiser zu sehen. Das gibt Fans schon einmal einen guten Eindruck davon, wie sich Mauff optisch in der Rolle des Schlageridols schlägt.

Der echte Roland Kaiser und Max Mauff als seine kommende Kinoversion. Doll Film / Tobis / Anne Wilk
Der echte Roland Kaiser und Max Mauff als seine kommende Kinoversion.

Regie bei „Roland“ führt Sherry Hormann („Nur eine Frau“, „3096 Tage“, „Wüstenblume“). Neben Max Mauff gehören unter anderem Jeanne Goursaud („Exterritorial“), Svenja Jung („Die Kaiserin“), Godehard Giese („Die Wannseekonferenz“), Matthias Matschke („Pastewka“), Alexander Scheer („Gundermann“), Leonard Kunz („Das Boot“) und Maria Simon („Good Bye, Lenin!“) zur Besetzung.

Darum geht es in "Roland"

Die Geschichte setzt im Jahr 2010 an, als Roland Kaisers Karriere am Ende schien. „Ich habe keine Kraft mehr. Ich werde die Bühne jetzt verlassen.“ Mit diesen Worten brach der Musiker damals ein Konzert ab. Was er jahrelang vor der Öffentlichkeit verborgen hatte, konnte er nun nicht mehr geheim halten: Er hat eine schwere Lungenerkrankung. Nur eine Transplantation kann jetzt noch sein Leben retten. In den letzten drei Stunden vor der nötigen Operation und laut Pressemitteilung „in einer diffusen Welt zwischen Leben und Tod“ erzählt Roland dem jungen Krankenpfleger Ronny seine Lebensgeschichte.

So erleben wir in Rückblenden den kometenhaften Aufstieg vom Findelkind und ehemaligen Autoverkäufer zum gefeierten Schlagerstar, der mit seinen eindeutig zweideutigen Texten die Menschenmassen begeistert. Doch auch hier sollen die Schattenseiten nicht zu kurz kommen. Es soll nicht nur um Erfolge, sondern auch um persönliche Niederlagen gehen. Im Zentrum steht dabei auch die Frage, wie viel vom Menschen Ronald Keiler geopfert werden musste, um die Kunstfigur Roland Kaiser entstehen zu lassen.

Roland Kaiser: "Mein Antagonist war immer ich selbst"

Diesen Fokus auf die Tiefschläge unterstreicht Roland Kaiser selbst in einem Statement zum aktuell laufenden Dreh: „Gute Filme brauchen Höhen und Tiefen. Reine Erfolge wären so spannend wie eine Straße, die immer geradeaus führt. Erst Siege und Niederlagen machen das Leben erzählenswert. Jeder hat einen Antagonisten – meiner war immer ich selbst.“

Dass alles am Ende gut ausgeht, ist natürlich kein Spoiler. Das wissen nicht nur Roland-Kaiser-Fans, sondern wohl fast alle hierzulande. Schließlich kennen angeblich 93 Prozent aller erwachsenen Deutschen den Schlagerstar. Das ist bei seinen Erfolgen mit über 600 aufgenommenen Songs, mehr als 90 Millionen verkauften Tonträgern und rund 1,2 Millionen Hörer*innen auf Spotify jeden Monat kein Wunder. Auch heute steht Roland Kaiser so oft wie nur wenige andere Künstler*innen auf der Bühne. Seine Open-Air- und Hallen-Touren sind prall gefüllt. Mehr als 400.000 Menschen haben 2025 seine Konzerte besucht. Kein deutscher Live-Solokünstler soll im vergangenen Jahr mehr erreicht haben.

Dass „Roland“ am Ende in den deutschen Kinos ähnliche Zahlen wie „Michael“ schreiben wird, darf man zwar nicht erwarten. Das Potenzial für eine der erfolgreichsten deutschen Musik-Biografien der vergangenen Jahre bringt der Film aber definitiv mit.

Auch in Hollywood gibt es natürlich reichlich Pläne aufgrund des riesigen Erfolgs von „Michael“ schnelle weitere Musik-Biopics auf den Weg zu bringen. Gerade machte dabei die Verfilmung des Lebens eines anderen Pop-Superstars einen wichtigen Schritt nach vorne:

Nach Mega-Erfolg von "Michael": Jetzt wird das Leben des nächsten Pop-Superstars verfilmt

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.
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