"Wenn ich darauf stoße, muss ich ihn mir ansehen": Diesen Clint-Eastwood-Western findet Morgan Freeman noch besser als "Erbarmungslos"!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

1992 war Morgan Freeman in einem der besten Western von Clint Eastwood zu sehen: „Erbarmungslos“. Doch einen anderen Western-Klassiker des „Dirty Harry“-Stars schätzt er sogar noch mehr!

Morgan Freeman und Clint Eastwood verbindet nicht nur eine lange Freundschaft, sondern auch eine fruchtbare Arbeitsbeziehung – schließlich stand Freeman gleich drei Mal bei der lebenden Hollywood-Legende vor der Kamera. So spielte er die Hauptrolle im Biopic „Invictus - Unbezwungen“ (2009), und er war Teil von zwei der wichtigsten Filme in Eastwoods Vita: „Erbarmungslos“ (1992) und „Million Dollar Baby“ (2004) – jenen beiden Meisterwerken, für die der heute 94-Jährige einen Academy Award als Bester Regisseur mit nach Hause nehmen konnte!

Wenn es um den besten Clint-Eastwood-Western aller Zeiten geht, wäre es also mehr als naheliegend, wenn Freemans Wahl auf „Erbarmungslos“ fallen würde, der bei der Oscar-Verleihung noch drei weitere Goldstatuen einsacken konnte (darunter für den Besten Film). Doch obwohl (oder vielleicht auch: gerade weil) er in dem Meilenstein des Spätwesterns selbst mit von der Partie war, zieht Freeman einen anderen Klassiker vor!

Das geht aus einem Interview auf der US-amerikanischen Kino-Website Rotten Tomatoes hervor, in dessen Rahmen Freeman seine fünf Lieblingsfilme verraten hat. Dazu gehören „Moby Dick“, „Moulin Rouge!“, „Life Of Pi“, „12 Uhr mittags“ – und Der Texaner“, den Clint Eastwood im Jahr 1976 auf die Leinwand brachte!

Eastwood selbst nennt „Der Texaner“ seinen beliebtesten Film, und auch FILMSTARTS-Autor Björn Becher zückte in seiner Kritik die seltene Höchstwertung von 5 Sternen – schließlich handelt es sich bei dem Werk nur auf den ersten Blick um einen herkömmlichen Rache-Western, während sich dahinter eine zutiefst ambivalente Auseinandersetzung mit Genre-Mythen verbirgt.

Eastwoods „Outlaw Josey Wales“ (so lautet auch der Originaltitel), der Vergeltung für seine ermordete Familie üben will, ist kein strahlender Held, sondern ein gebrochener, von Schmerz getriebener Mann – und statt einfach einen Kreislauf der Gewalt nachzuzeichnen, beschäftigt sich der Film auch mit Möglichkeiten, daraus auszubrechen.

Freeman kann sich der allgemeinen Begeisterung nur anschließen: „Ich mag alle Filme mit Clint, aber ‚Der Texaner‘ ist einer, den ich nicht ignorieren kann. Wenn ich beim Durchschalten darauf stoße, muss ich ihn einfach ansehen.“

Was übrigens selbst einige eingefleischte Fans des Films nicht wissen: Tatsächlich existiert eine Fortsetzung zu „Der Texaner“! Mehr dazu erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

Einer der besten Western aller Zeiten hat eine Fortsetzung, von der niemand etwas weiß!

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor auf unserer spanischen Schwesternseite Espinof.com erschienen.

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