Alte Märchen und Kindergeschichten als Horrorfilme neu zu erzählen, liegt derzeit voll im Trend. Der Grund für all das? Die Urheberrechte an diversen alten Kinderbüchern sind in die Public Domain übergegangen. Jetzt kann wirklich jede und jeder mit diesen Geschichten anstellen, was ihnen gerade in den Kram passt. Ein wahrlich gefundenes Fressen für Filmemacher, die diesen Geschichten aus längst vergangenen Tagen einen neuen Anstrich verpassen wollen. Wo früher kindliche Nostalgie war, regieren in diesen modernen Adaptionen nun Horror und Gewalt.
Dazu gehört auch „Peter Pan’s Neverland Nightmare“, der zum größten und bekanntesten Horror-Märchen-Universum gehört, das unter dem Namen Twisted Childhood Universe (TCU) vermarktet wird und immer demselben Konzept folgt: Klassische Kindheitsfiguren, die aus Disney-Zeichentrickfilmen bekannt sind, werden in düsteren, blutgetränkten Neuinterpretationen auf die Leinwand zurückgebracht.
Nach dem Erfolg des ersten „Winnie-The-Pooh: Blood And Honey“-Films und der Fortsetzung mit Scott Chambers als Christopher Robin legt das TCU jetzt mit „Peter Pan’s Neverland Nightmare“ ordentlich nach – eine verstörende Version der Nimmerland-Saga, weit entfernt vom fröhlichen Original.
Der Film kam Anfang des Jahres in Amerika in die Kinos, hierzulande müssen wir uns hingegen mit dem Heimkino-Release zufrieden geben. „Peter Pan's Neverland Nightmare“ ist seit dem 22. Mai 2025 digital als Video-On-Demand* und ab dem 10. Juni 2025 auch als 4K-UHD-Steelbook, Blu-ray oder DVD verfügbar:
Hier nimmt Chambers nun selbst Platz auf dem Regiestuhl, begleitet als Produzent vom Regisseur der Winnie-Puuh-Horroradaptionen, Rhys Frake-Waterfield, der unterdessen an „Pinocchio: Unstrung“ arbeitet, um das düstere Märchen-Universum noch weiter zu vergrößern. Und dann soll das Ganze auf ein großes Crossover im Stil von „The Avengers“ hinauslaufen, das den schönen Titel „Poohniverse: Monsters Assemble“ trägt.
Die Handlung von "Peter Pan's Neverland Nightmare"
„Peter Pan's Neverland Nightmare“ basiert dabei auf der bekannten Geschichte, jedoch völlig anders erzählt: Peter Pan (Martin Portlock) ist hier ein Psychopath, der Kinder entführt und noch Schlimmeres anstellt. Tinker Bell (Kit Green) ist ebenfalls mit von der Partie – allerdings in einer völlig entzauberten Version: Sie nimmt Heroin, weil sie glaubt, es sei Feenstaub. Von kindgerechter Magie ist hier nichts mehr zu spüren – stattdessen herrschen Drogenwahn, brutale Gewalt und eine düstere Verdrehung altbekannter Märchenmotive.
Und wer noch mehr blutige Märchen will, sollte auch einen Blick auf den Trailer zur Horroradaption von „Bambi“ werfen:
Die nächste Disney-Figur wird zur Killermaschine: Neuer Trailer zu "Bambi: The Reckoning"