"Mir ist klar, dass die Leute mich online angreifen werden": Regisseur gibt Update zum Reboot einer der größten Zombie-Sagen
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

Mit „Barbarian“ ist Zach Cregger zu einem der interessantesten Horror-Regisseure der Gegenwart aufstiegen. Aktuell arbeitet er an einem „Resident Evil“-Reboot – und ist sich dabei auch im Klaren, dass er sich auf Gegenwind einstellen muss.

Constantin Film

Barbarian“ zählt zweifellos zu den herausragenden Horror-Highlights der vergangenen Jahre – und Regisseur Zach Cregger hat sich damit als einer der spannendsten Namen des Genres etabliert. Mit beeindruckender Konsequenz hat er bewiesen, dass er nicht nur den Mut besitzt, seine ganz eigene kreative Vision bis zum bitteren Ende kompromisslos durchzuziehen. Er offenbarte zugleich ein bemerkenswertes handwerkliches Gespür – was „Barbarian“ zu einem der unheimlichsten Genre-Beiträge der letzten Zeit macht.

Am 7. August 2025 startet mit „Weapons“ bereits der nächste Horrorfilm von Zach Cregger in den Kinos – gedanklich scheint der Filmemacher allerdings längst ein ganzes Stück weiter zu sein. Denn im Januar 2025 wurde offiziell verkündet, dass Cregger die Regie bei einem neuen „Resident Evil“-Film für Sony übernehmen wird. Eine vielversprechende Wahl. Aber wird es diesmal gelingen, die oft enttäuschte Fangemeinde der legendären Videospielreihe zufriedenzustellen? Cregger hat sich dazu nun geäußert.

"Resident Evil" soll vor allem ein guter Film werden

In einem kürzlich geführten Interview mit dem SFX Magazine sprach Zach Cregger darüber, wie er sich seinen „Resident Evil“-Film inhaltlich und atmosphärisch vorstellt: „Ich bin ein riesiger ‚Resident Evil‘-Fan. Ich habe sie alle gespielt. […] Ich versuche definitiv nicht, mich komplett an die Geschichte der Spiele zu halten. Ich versuche, eine Geschichte zu erzählen, die sich authentisch anfühlt und dem Spielerlebnis entspricht. Ich glaube nicht, dass ich gegen wichtige Regeln verstoße, aber mir ist auch klar, dass die Leute mich online angreifen werden, egal, was ich tue.“

Die „Resident Evil“-Fangemeinde ist dafür bekannt, mit großem Eifer darauf zu pochen, dass jede Adaption dem Original treu bleibt. Bereits Paul W.S. Anderson hat mit seinen – trotz aller Kritik äußerst erfolgreichen – Filmen diese Erwartungshaltung weitgehend ignoriert. Der 2021 erschienene Reboot „Resident Evil: Welcome To Raccoon City“ hielt sich zwar näher an die Vorlage, konnte aber letztlich weder Fans noch Kritiker wirklich überzeugen.

Resident Evil
Resident Evil
Von Zach Cregger
Mit Austin Abrams, Paul Walter Hauser, Zach Cherry
Starttermin 17. September 2026

Dass auch Zach Cregger kein großes Interesse daran hat, sich strikt an die Spiele zu halten, dürfte viele eingefleischte Fans zunächst ernüchtern. Doch wenn es ihm gelingt, die düstere und bedrohliche Atmosphäre der Spiele auf die Leinwand zu übertragen, wäre das bereits ein Gewinn. Denn etwas wahrhaft Atmosphärisches zu erschaffen, könnte in diesem Fall sehr viel wertvoller sein als reiner Fanservice. „Ich möchte einfach nur einen richtig guten Film machen und eine fesselnde Geschichte erzählen“, so Cregger im Gespräch.

Im Rahmen der CinemaCon in Las Vegas malte bereits Cregger ein greifbares Bild davon, welches Gefühl sein „Resident Evil“ beim Publikum auslösen soll: „Es gibt einen Moment, der in jedem ‚Resident Evil‘-Spiel vorkommt: Man steht am Eingang eines dunklen Ganges, hat nur noch eine Kugel im Lauf und weiß, dass in dieser Dunkelheit etwas Schreckliches lauert.“

Bevor wir jedoch in den (höchstwahrscheinlich) schaurigen Genuss von „Resident Evil“ kommen, dürfen wir uns – wie bereits erwähnt – zunächst auf „Weapons“ freuen. Den Trailer könnt ihr euch nachfolgend anschauen:

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren