"Michael 2" soll noch in diesem Jahr gedreht werden – aber wahrscheinlich mit einer großen Änderung
Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Filme, Serien, Videospiele. Markus brennt schon seit Kindertagen für so ziemlich alles, was über Bildschirme und Leinwände flimmert.

Das Michael-Jackson-Biopic „Michael“ schlägt an den weltweiten Kinokassen aktuell ein wie eine Bombe. Eine Fortsetzung wird damit jetzt immer wahrscheinlicher – und könnte sogar schneller kommen als erwartet.

Viel wurde im Vorfeld über „Michael“ und die mutmaßlichen Probleme hinter den Kulissen diskutiert. Doch nichts davon konnte letztlich den Erfolg des Biopics über den King of Pop Michael Jackson schmälern. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 217,4 Millionen Dollar legte „Michael“ am ersten Wochenende nichts weniger als den besten Kinostart eines Biopics überhaupt hin (vorheriger Spitzenreiter war hier Christopher Nolans „Oppenheimer“ mit 180,5 Millionen Dollar zum Start).

Schon vor Release wurden Pläne für einen zweiten „Michael“-Film laut, schließlich endet der erste bereits im Jahr 1988 und damit noch lange nicht am Ende der Karriere des 2009 verstorbenen Musikers. Zwischenzeitlich wurde angesichts der Menge an gefilmtem Material sogar darüber nachgedacht, „Michael“ von vornherein in zwei Teilen zu veröffentlichen. Davon ist man dann zwar wieder abgerückt, doch wird ein Sequel angesichts des durchschlagenden Erfolgs jetzt immer wahrscheinlicher. Und damit nicht genug: Womöglich werden sogar schon bald die Kameras dafür angeschmissen!

Wird Regisseur Antoine Fuqua bei "Michael 2" ersetzt?

Wie Adam Fogelson, Chef des hinter dem Film stehenden Studios Lionsgate, im The Town“-Podcast von Hollywood-Insider Matt Belloni verriet, plane Produzent Graham King, „Michael 2“ noch in diesem Jahr zu drehen! Das dürfte Fans freuen, könnte aber auch zu einem Problem führen: „Training Day“-Regisseur Antoine Fuqua, der den ersten Teil inszenierte, ist bis auf Weiteres mit anderen Projekten beschäftigt (unter anderem mit einem Netflix-Film über den Feldherrn Hannibal mit Denzel Washington in der Hauptrolle).

Aber auch sonst wäre seine Rückkehr fraglich, da es hinter den Kulissen von „Michael“ angeblich ein wenig geknirscht haben soll. So soll statt Fuqua Produzent Graham King selbst die notwendig gewordenen ausgiebigen Nachdrehs überwacht haben. Das könnte aber wiederum direkt zu einer Lösung für das mögliche Personalproblem bei der Fortsetzung führen. So sei es laut Adam Fogelson nämlich eine Option, dass Graham King bei „Michael 2“ nun voll und ganz das Regieruder übernimmt, auch nicht zuletzt da er eh schon DIE treibende kreative Kraft hinter dem Biopic-Projekt war. Für den unter anderem auch für Hits wie „Bohemian Rhapsody“ und „World War Z“ verantwortlichen Produzenten wäre es dann jedoch sein Regiedebüt.

Was darf "Michael 2" überhaupt zeigen?

Abzuwarten wäre aber ohnehin, wieviel überhaupt noch für eine etwaige Fortführung der Geschichte von Michael Jackson neu gedreht werden müsste, gab Antoine Fuqua doch zu verstehen, dass das jetzt schon gedrehte Material theoretisch bereits für einen zweiten Teil ausreichen würde. Das hat womöglich auch damit zu tun, dass man ursprünglich schon etwas weiter in Jacksons Lebenslauf voranschreiten wollte und es dabei auch Verweise auf die schweren Missbrauchsvorwürfe gab, mit denen sich der Sänger über die Jahre konfrontiert sah.

Die auf Drängen der am Film beteiligten Nachlassverwalter von Michael Jackson daraufhin vorgenommenen Drehbuchänderungen waren dann wohl auch der Hauptgrund für die erwähnten Nachdrehs und einen neuen Endpunkt des Films (daher steht es auch auf einem anderen Blatt, ob das von Fuqua angesprochene Material überhaupt genutzt werden kann).

Michael
Michael
Starttermin 22. April 2026 | 2 Std. 08 Min.
Von Antoine Fuqua
Mit Jaafar Jackson, Colman Domingo, Nia Long
User-Wertung
3,7
Filmstarts
3,0
Vorführungen (723)

Generell stünde eine „Michael“-Fortsetzung vor der großen Herausforderung, wie nicht nur mit den besagten Missbrauchsvorwürfen, sondern auch mit den weiteren Schlagzeilen umgegangen wird, die Jacksons Karriere im weiteren Verlauf immer mehr überschatteten (von seiner Neverland Ranch über seine skurrilen Maskierungen bis hin zu den vielen Operationen, die sein Aussehen maßgeblich veränderten). Fraglich wäre es nämlich, ob all das bei einem einem vom Jackson-Nachlass mitbetreuten Film überhaupt groß zur Sprache kommen und inwieweit dann noch der weitere Werdegang des Pop-Stars abgebildet werden kann.

Dass es irgendwie mit „Michael“ weitergeht, scheint inzwischen aber dennoch unvermeidlich. Dass dann endlich auch mal Michael Jacksons Superstar-Schwester Janet Jackson auftaucht, gilt aber wohl weiterhin als unwahrscheinlich. Warum das so ist, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Schlichtweg totgeschwiegen: Darum kommt ein absoluter Megastar in "Michael" überhaupt nicht vor!

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