Während die Pandora-Saga viele Fans rund um den Globus hat, sehen andere die „Avatar“-Saga doch auch ein wenig wehmütig. Denn obwohl James Cameron in der Zwischenzeit als Produzent und Autor unter anderem auch mehrere „Terminator“-Filme, „Alita: Battle Angel“ und eine „True Lies“-Serie auf den Weg brachte, inszenierte Cameron seit „Titanic“ (1997) keinen Kinofilm mehr selbst, der nicht auf dem Planeten der Na'vi angesiedelt ist.
Und auch wenn der Blockbuster-Guru aktuell mit seinem Atombomben-Film „The Last Train From Hiroshima“, der Fantasy-Adaption „The Devils“ und einem 3D-Konzertfilm mit Billie Eilish einige spannende Projekte in der Pipeline hat, bleibt auch hier noch abzuwarten, ob der Kanadier am Ende auch tatsächlich bei allen die Regie übernehmen wird. Über allem schwebt ein Stück weit auch die Zukunft der Na'vi, ist die Reihe doch auf zumindest fünf Kinofilme ausgelegt.
„Avatar - Aufbruch nach Pandora“ (2,9 Milliarden Dollar) ist der erfolgreichste Film aller Zeiten, „Avatar: The Way Of Water“ (2,3 Milliarden Dollar) belegt Rang 3 am All-Time-Box-Office – und doch sei keineswegs Geld Camerons großer Antrieb, wie er nun im Gespräch mit dem Rolling Stone verraten hat.
"Avatar" soll verbinden
„Ich habe die letzten 20 Jahre für mich selbst nicht etwa wegen des Geldes gerechtfertigt, nur ‚Avatar‘-Filme zu drehen, sondern mit der Hoffnung, etwas Gutes zu bewirken“, so Cameron. „Sie können uns helfen, uns zu verbinden“, fährt er fort – und spielt dabei auf verloren geglaubte Werte in uns selbst an wie auch auf unser Verständnis für die Natur.
James Cameron ist sich aber auch darüber im Klaren, dass Kino kein Allheilmittel ist: „Glaube ich, dass Filme die Antwort auf die Probleme der Menschen sind? Nein, ich glaube sie sind limitiert, weil viele Menschen einfach nur unterhalten und nicht herausgefordert werden wollen. Ich betrachte ‚Avatar‘ quasi als trojanisches Pferd“, taucht der Regisseur im Gespräch mit dem Rolling Stone schließlich tiefer in seine Strategie ein, einerseits Unterhaltung zu bieten, die andererseits aber auch Herz und Kopf des Publikums beanspruchen, berühren und Denkanstöße geben soll.
Pandora bietet Raum für die verschiedensten Geschichten
Bereits 2022 versuchte sich Cameron gegenüber Empire an einer Erklärung (fast schon Rechtfertigung), warum er seit 1997 nur „Avatar“-Filme ins Kino brachte – die ziemlich einleuchtet: Damals ließ er verlauten, dass die Welt von „Avatar“ einfach „so weitreichend“ sei, dass er die meisten Geschichten, die er erzählen will, darin unterbringen könne. Zugleiche biete ihm Pandora auch die Möglichkeit, verschiedenste Stilmittel zu verwenden und schließlich auch zu vereinen.
Tatsächlich bieten seine simpel gehaltenen, aber groß erzählten Geschichten genügend Raum, um essenzielle Themen zu behandeln – die neben den spektakulären Bilderwelten, die er auf die Leinwand bringt, auch großen Anteil am Erfolgsrezept der Reihe um Jake Sully (Sam Worthington), Neytiri (Zoe Saldana) und Co. haben dürften. Themen wie Familie und Zusammenhalt genießen schließlich überall auf der Welt großen Stellenwert. Visuell sorgt Cameron indes für Abwechslung, indem er in den einzelnen Pandora-Abenteuern stets neue Welten erschließt, die auf dem exotischen Mond existieren – nachdem es in Teil 2 von der Luft ins Wasser ging, erwarten uns in „Avatar 3: Fire And Ash“ (Kinostart: 17. Dezember 2025) bekanntlich nun erstmals die Feuer-Na'vi.
Doch nicht bei jedem Film lässt es sich verbinden, den Menschen Unterhaltung zu bieten und sie darüber hinaus auch zu berühren. Manchmal muss man sich für eines entscheiden, wie auch Cameron weiß. Während dieser „The Last Train From Hiroshima“ so als einen Film beschreibt, den er einfach „machen muss“, sei „The Devils“ etwas, das er zum Spaß macht. Was uns darin erwartet, könnt ihr im nachfolgenden Artikel lesen.
Zwischen "Avatar 3" und seinem Atombomben-Film? James Cameron verfilmt Fantasy-Bestseller "The Devils"*Bei diesem Link zu Disney+ handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.