Zwölf Staffeln lief „Two And A Half Men“ von 2003 bis 2015. Allerdings war der langjährige Hauptdarsteller Charlie Sheen nur bis Anfang 2011 dabei. Im März 2011 wurde er nach diversen Exzessen gefeuert – und das, nachdem er kurz zuvor mit einem Salär von angeblich mindestens 1,8 Millionen Dollar pro Folge zum bis dato bestbezahlten Schauspieler der Seriengeschichte wurde. In der Netflix-Dokumentation „aka Charlie Sheen“ enthüllt sein Co-Star Jon Cryer jetzt, dass Sheens Eskapaden paradoxerweise sogar dazu führten, dass er noch besser bezahlt wurde. In seinem Gespräch über die ungerechte Bezahlung wagt er sogar einen Nordkorea-Vergleich.
„Er ist gerade dabei, in jeder erdenklichen Hinsicht auseinanderzufallen – und gleichzeitig verhandelt er seinen Vertrag für ein weiteres Jahr einer Serie neu, bei der ich eigentlich auch dabei sein soll“, erklärt Cryer in der Dokumentation auf Netflix, um dann zu seinem Vergleich anzusetzen.
Jon Cryer bekam nur ein Drittel von Charlie Sheen
Ihn erinnere die Situation um Sheen an den damaligen, 2011 verstorbenen nordkoreanischen Diktator Kim Jong-Il: „Der hat sich ständig verrückt aufgeführt und dadurch enorme Mengen an Hilfe von Ländern bekommen, die so viel Angst vor ihm hatten, dass sie ihm Geld hinterhergeworfen haben. Genau das ist hier passiert“, so der Schauspieler.
Seine Argumentation ist also, dass TV-Sender CBS so viel Angst davor hatte, wie sich Sheen aufführen könnte, dass man ihn mit noch höheren Gagen besänftigen wollte. Für Cryer hat das dazu geführt, dass die Bezahlung zwischen den beiden Co-Stars, die ja die Serie gemeinsam anführten, immer ungerechter verteilt wurde: „Die Verhandlungen sind völlig aus dem Ruder gelaufen, weil sein Leben gerade auseinanderfiel. Ich dagegen, dessen Leben zu der Zeit ziemlich gut lief, habe ein Drittel davon bekommen“, erklärt er zur am Ende ungerechten Bezahlung.
„aka Charlie Sheen“ könnt ihr aktuell auf Netflix streamen. Mit Spannung wird erwartet, ob es vielleicht auch zu einem kleinen Comeback für Sheen führen wird. Vor einigen Jahren scheiterte ein entsprechender Versuch noch mit dem selbstironischen Serienprojekt „Ramble On“ von „Entourage“-Macher Doug Ellin. Kein TV-Sender oder Streamingdienst zeigte daran nämlich Interesse, sodass das Projekt nicht über eine Pilotfolge hinauskam.
Wenn ihr euch derweil fragt, was eigentlich die dritte Person im Titel „Two And A Half Men“ heute macht, haben wir im folgenden Artikel die Antwort für euch:
Er war der einst bestbezahlte Kinderdarsteller: Was macht "Two And A Half Men"-Star Angus T. Jones heute?