Mitte Juli kam „Saiyaara“ weltweit in die Kinos. Auch in Deutschland lief die Romanze, zu der es sogar immer noch vereinzelte Vorführungen gibt. Ab sofort kann sie aber auch bei Netflix gestreamt werden. Im Gegensatz zu vielen sonstigen indischen Veröffentlichungen gibt es bei diesem Titel sogar eine deutsche Synchronfassung. Alternativ könnt ihr den Film aber natürlich auch im Hindi-Original streamen, müsste dabei aber auf englische Untertitel zurückgreifen. Deutsche gibt es nämlich nicht.
Doch was hat „Saiyaara“ für einen Rekord erzielt – und warum ist der so bemerkenswert? Wir erklären es euch – doch erst einmal ein paar Worte zur Story.
Darum geht es in "Saiyaara"
Der aufstrebende Sänger Krish Kapoor (Ahaan Panday) muss erkennen, dass sein lautes, rebellisches Gehabe sich nicht immer mehr den Regeln der Musikindustrie vereinbaren lässt. Als er gezwungen wird, mit der schüchternen Songwriterin Krish Vaani (Aneet Padda) zusammenzuarbeiten, gibt es erst einmal ein paar Reibungen. Schließlich sind beide komplett unterschiedliche Menschen mit sehr verschiedenen Vorstellungen.
Doch bald knistert es gewaltig – und zwar sowohl kreativ wie emotional. Weil sie gerade künstlerisch trotzdem nicht immer an einem Strang ziehen, stellt sich mehr und mehr die Frage, ob ihre großen Egos vielleicht einer gemeinsamen Zukunft im Weg stehen.
640 % Gewinn – und ein Kino-Rekord!
Gerade in Indien wollten das unglaublich viele Menschen sehen. Mit „Saiyaara“ bekamen die Finanziers laut Analysten sensationelle 640 % ihres Investments zurück – ein Mega-Profit. Der Film kostete nur rund 5 Millionen Dollar, nahm allein in Indien 48 Millionen Dollar ein. Nur ein einziger Hindi-Film im gesamten Kinojahr 2025 in Indien mehr Geld eingespielt und „Saiyaara“ dabei viele teuer produzierte Blockbuster hinter sich gelassen.
Noch nie hat zudem in Indien ein Film mit einem Schauspieldebütanten am Starttag so viel Geld eingespielt wie „Saiyaara“. Denn es ist wirklich der allererste Film von Ahaan Panday – auch wenn angemerkt werden muss, dass sein Familienname indischen Kinofans durchaus ein Begriff ist. Sowohl seine Cousine Ananya Panday als auch sein Onkel Chunky Panday sind bekannte Stars.
Dieser Debütanten-Start-Rekord wurde auf eine außergewöhnliche Art und Weise erzielt. Meist werden Filme, wenn sie nicht auf bekannten Marken basieren (oder von Christopher Nolan sind) über den Cast vermarktet. Die Hauptdarsteller*innen sind in den Tagen und Wochen vor Kinostart omnipräsent, werden in Talkshows geschickt etc. Das ist in Indien nicht anders als in den USA oder Deutschland. Doch hier war das Gegenteil der Fall!
Unkonventionelles Marketing als Erfolgsschlüssel
Statt Newcomer Panday und seine ebenfalls noch recht unbekannte Kollegin Aneet Padda dem potenziellen Publikum gerade vorzustellen, entschied sich die hinter „Saiyaara“ steckende seit den 1970er-Jahren tätige Erfolgsschmiede Yash Raj Films den Cast richtig zu verstecken. Es wurde bewusst auf öffentliche Auftritte und Interviews verzichtet, um ein Geheimnis um ihre Debüts aufzubauen.
Die Verantwortlichen erklärten, dass es das Ziel sei, dass das Publikum das Paar das erste Mal auf der Leinwand wirklich erlebe und ihre Chemie spüre.
Wie die beiden zusammen harmonieren, könnt ihr wie gesagt ab sofort auf Netflix euch selbst anschauen. Dort findet ihr auch den Film, den wir euch im folgenden Artikel vorstellen:
Neu auf Netflix: Eines DER Thriller-Meisterwerke der 90er – Hochspannung bis zur letzten Minute!